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Arnim Dahl

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Arnim Dahl im Alter von 65 Jahren.
Grabstein Arnim Dahls auf dem Friedhof in Holm

Arnim Dahl (* 12. März 1922 in Stettin; † 3. August 1998 in Wedel) war ein deutscher Stuntman.

Leben

Sein Vater Hermann Dahl war ehemaliger deutscher Meister im Kunstspringen, seine Mutter war Leichtathletin. Arnim Dahl wurde bereits 1938 deutscher Jugendmeister im Kunstspringen. Vom Stettiner Stadtgymnasium ging er ohne Abschluss ab und machte dann eine Zimmermanns- und Maurerlehre. Nach dem Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg trat Dahl bereits 1946 in Hamburg als Clown und Zirkusartist auf. Dabei zeigte er bereits eine Vorliebe für waghalsige Drahtseilakte, die ihn später berühmt machen sollten. Ab 1949 trat Dahl als Sensationsdarsteller auch in Filmproduktionen auf. 1952 engagierte ihn der Regisseur Kurt Hoffmann für seine Komödie Klettermaxe als Stuntdouble des Hauptdarstellers Albert Lieven sowie gleichzeitig von dessen Gegenspieler. Von da an gehörte Dahl als erster Stuntman des deutschen Films zu den Filmstars der Nachkriegszeit. In etwa 40 Produktionen machte er die Stunts für Filmstars wie Heinz Rühmann, Curd Jürgens und Kirk Douglas.

1959 wurde er durch einen spektakulären Stunt auch international bekannt, als er auf dem Dachgeländer des Empire State Buildings in New York einen Handstand machte. Nicht weniger Aufsehen fand sein Sprung von einem 47 Meter hohen Kran in das Hafenbecken von Wilhelmshaven, bei dem er sich die Wirbelsäule brach und ein Jahr im Krankenhaus verbringen musste. In seiner Zeit als Stuntman und Sensationsdarsteller erlitt Dahl insgesamt mehr als 100 Knochenbrüche. Für kurze Zeit fand Dahl Anfang der 1960er Jahre auch Beschäftigung beim Fernsehen als Moderator von Kinder- und Jugendsendungen wie Sport-Spiel-Spannung und Spiel ohne Grenzen. 1992 zog er sich mit 70 Jahren ins Privatleben zurück.

Arnim Dahl starb am 3. August 1998 in Wedel an den Folgen einer Krebserkrankung. Er ist auf dem Friedhof in Holm (Kreis Pinneberg) bestattet. Dahls Nachlass wurde im November 1998 dem Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main übergeben, darunter Filmaufnahmen seiner Stunts sowie seine Stuntman-Utensilien.[1]

Zitat

Lieber 10 Minuten Angst als einen Monat arbeiten. (Motto)[2]

Filmografie (Auswahl)

Moderationen

  • Hier stimmt was nicht (1960–1961)
  • Eins vor – zwei zurück (1961)
  • Gefährlich leben (1963–1964)
  • Zirkus Dahl (1965)
  • Alte Städte – neue Spiele (1968–1969)

Literatur

  • Herbert G. Hegedo: Arnim Dahl genannt Klettermaxe, Balve: Engelbert-Verlag, 1964.
  • Eckhard Wendt: Stettiner Lebensbilder. Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern, Reihe V, Band 40. Böhlau Verlag, Köln Weimar Wien 2004, ISBN 3-412-09404-8, S. 118–119.
  • Dahl lebt gefährlich. Titelgeschichte des SPIEGEL vom 7. Januar 1953
  • Arnim Dahl, in: Internationales Biographisches Archiv 43/1998 vom 12. Oktober 1998, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Weblinks

Fußnoten

  1. Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main: Sammlungsergänzung: Nachlaß Arnim Dahl (1922–1998). In: Filmblatt. Nr. 10, Sommer 1999, ISSN 1433-2051, S. 47 (online).
  2. Dieses Motto wurde in zahlreichen Nachrufen Dahls angeführt, u.a. in der FAZ vom 7. August 1998. Siehe auch DER SPIEGEL vom 9. März 1987.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Arnim Dahl aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.