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Armand Hammer

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Armand Hammer

Armand Hammer (geb. 21. Mai 1898 in Manhattan; gest. 10. Dezember 1990 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Industrieller und Kunstsammler. Er war langjähriger CEO der US-amerikanischen Ölgesellschaft Occidental Petroleum. Bekannt wurde er auch als Kunstsammler sowie durch seine guten Beziehungen zur Sowjetunion.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Hammer wurde als Sohn von Eltern jüdischer Abstammung in Manhattan geboren. Sein Vater war Mediziner, überzeugter Sozialist und aus Odessa ausgewandert. Hammer erwähnt in seiner Autobiographie, dass sich sein Name mit "Arm and hammer" deuten lässt, ein altes Symbol der Arbeiterbewegung, ein muskulöser Arm, der einen Hammer umgreift. Dies war das Symbol der Socialist Labor Party of America, der ältesten marxistischen Partei der USA, in der Hammers Vater aktives Mitglied war.

Dem väterlichen Vorbild folgend begann Hammer ein Medizinstudium an der Columbia University, das er 1921 erfolgreich beendete. Bereits kurz nach dem Studium ging er auf Anraten seines Vaters in die junge Sowjetunion, um dort als Arzt zu arbeiten, nebenbei aber auch ausstehende Gelder für gelieferte Arzneimittel einzufordern. Sehr bald begann er, neben dem Aufbau humanitärer Hilfslieferungen, vor allem Medikamente, mit der UdSSR Geschäfte zu machen. Persönlich mit Lenin verhandelnd schloss er ein erstes Geschäft ab - Weizenlieferungen gegen Pelze und Kaviar. In den 20er Jahren hielt Hammer sich auch immer wieder für längere Zeit in der UdSSR auf, um seine Geschäfte zu kontrollieren. Seine Moskauer Wohnung wurde quasi zur inoffiziellen Botschaft der USA[1]. Die Verbundenheit mit der Sowjetunion und ihren Führern behielt Hammer auch über die Zeiten des Kalten Krieges immer bei, umgekehrt wurde der Freund Lenins und Träger des Lenin-Ordens in Moskau stets willkommen geheißen. Seine Gewinne aus dem Russland-Handel steckte Hammer ins Ölgeschäft, bis er schließlich 1957 CEO von Occidental Petroleum wurde, ein Posten, den er erst in den 80ern wieder abgab. Auch seine philanthropischen Neigungen behielt er bei, zuletzt durch von ihm intensiv unterstützte humanitäre Hilfeleistungen nach der Katastrophe von Tschernobyl.

Bekannt wurde Hammer auch als Kunsthändler und Sammler. Auch dazu legte er in der Sowjetunion den Grundstock[2]. So erstand Hammer schließlich nicht weniger als 13 Fabergé-Eier sowie weitere Kunstschätze der Eremitage in Leningrad. Seine Kunstsammlung brachte er in das kurz vor seinem Tod eröffnete Armand Hammer Museum of Art in Los Angeles ein.

Hammer war durch seinen Erfolg als Kapitalist mit gleichzeitigen sozialistischen Neigungen und besten Beziehungen zu kommunistischen Führern eine Legende geworden. Oft wurde vermutet, dass er als Agent und Spion tätig gewesen sei, Beweise in dieser Hinsicht gab es jedoch nie. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung wurde er von Antisemiten auch als Teil der angeblichen jüdischen Weltverschwörung angegriffen.

Sein Urenkel ist der Schauspieler Armie Hammer.

Zitat

"Sein kostbarster Nachlass für mich war spiritueller Art. Er lehrte mich, was Mut und Willensstärke bedeuten und dass Verzagtheit und Verzweiflung durch Entschlossenheit überwunden werden können. In diesen Jahren, in der Mitte meines Lebens, als ich zu Hause, in meiner Ehe, ziemlich unglücklich war und mein Geschäftsleben so hektisch und anstrengend wurde, dass ich häufig das Gefühl hatte, mir mehr aufgehalst zu haben, als ich bewältigen konnte, da verlor ich oft den Mut. Mein Optimismus verwandelte sich in Pessimismus, aus Hoffnung wurde Verzweiflung, aus Beherztheit Unsicherheit und aus Mut Niedergeschlagenheit und Angst. Dann versuchte ich, mich an die Maximen meines Vaters zu erinnern, dass ich mich selbst zu meinem schlimmsten Feind machte, wenn ich den Mut verlöre." - Armand Hammer in seiner Autobiografie Mein Leben über das Vermächtnis seines Vaters

Weblinks

Quellen

  1. http://emile.uni-graz.at/pub/04S/2004-07-0016.doc (abgerufen am 4. Oktober 2007)
  2. Kulturweltspiegel über russischen Kunsthandel nach der Oktoberrevolution (abgerufen am 4. Oktober 2007)


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Armand Hammer aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.