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Arieh Warshel

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Arieh Warshel (2010)

Arieh Warshel (* 20. November 1940 in Sde Nahum, Israel) ist ein israelisch-amerikanischer Chemiker und Hochschullehrer. Am 9. Oktober 2013 wurde ihm gemeinsam mit Martin Karplus und Michael Levitt „für die Entwicklung von Multiskalenmodellen für komplexe chemische Systeme“ der Nobelpreis für Chemie zuerkannt.

Ausbildung und Forschungsthemen

Warshel wurde im Kibbuz Sde-Nahum geboren und studierte nach dem Militärdienst 1958 bis 1962 (zuletzt im Rang eines Hauptmanns) ab 1962 Chemie am Technion in Haifa mit dem Bachelor-Abschluss 1966 und dem Master-Abschluss am Weizmann-Institut für Wissenschaften 1967. Er wurde 1969 bei Shneior Lifson am Weizmann-Institut in physikalischer Chemie promoviert. Als Post-Doktorand war er 1970 bis 1972 an der Harvard University. Danach war er wieder am Weizmann-Institut tätig. 1974 bis 1976 war er als EMBO-Fellow Gastwissenschaftler am Laboratory of Molecular Biology in Cambridge. 1976 wurde er Assistant Professor an der University of Southern California, 1979 Associate Professor und 1984 Professor für Chemie. 1991 wurde er Professor für Chemie und Biochemie und 2011 Distinguished Professor.

Er entwickelte mit Mitarbeitern Verfahren und Programme zur Computer-Simulation insbesondere von Protein-Funktionen und Enzymkatalyse in der Biologie. Dabei arbeitete er in den 1970er Jahren mit dem Ko-Empfänger des Nobelpreises Michael Levitt zusammen.

1978 bis 1980 war er Sloan Fellow. 2000 wurde er Fellow der Biophysical Society, 2008 der Royal Society of Chemistry und 2009 der National Academy of Sciences. 2003 erhielt er die Tolman Medal.

Er hat die israelische und US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Er ist seit 1966 verheiratet und hat zwei Töchter.

Schriften

  • Computer Modeling of Chemical Reactions in Enzymes and Solution, Wiley 1991, 1997

Weblinks


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