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Arie Ogen

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Arie Ogen

Arie Ogen (geb. am 5. Dezember 1917 als Leon Feuermann in Stanislawow, Ukraine; gest. 2012 in Bonn) war ein deutsch-israelischer Maler und Künstler.

Geboren in eine von jüdischen Traditionen geprägte Familie, die mütterlicherseits vom Belzer Rebben abstammt, durfte er in Mailand Architektur und Malerei studieren. Nach dem Überfall der deutschen Armee auf Polen sah er seine Familie nie wieder, alle Angehörigen wurden ermordet. 1941 trat er in die Rote Armee ein und arbeitete nach dem Krieg als Architekt in der UdSSR und in Warschau, bis er 1957 nach Israel ausreiste.

In Jerusalem und Safed fand er seinen künstlerischen Lebensmittelpunkt und lebte von nun an für die Malerei. Seine Bilder wurden in der ganzen Welt ausgestellt. Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger Jahre verliebte er sich in den Rhein und seine Flusslandschaften und lebte seit 1991 in Bonn in seinem Atelier mit Blick auf den Strom. Dort entstand auch der Zyklus "Brennende Synagogen", der sich mittlerweile im Besitz von Yad Vashem befindet. In den letzten Jahren seines Schaffens entstand der "Schtetl-Zyklus", eine Hommage an die ausgelöschte Welt seiner Kindheit.

Als stellvertretender Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Bonn und als engagierter, unbestechlicher und geradliniger Jude hat er besonders für die Neueinwanderer und ihre gute Integration Ausserordentliches geleistet.

Hinweis

Der Artikel beruht auf den Angaben eines entsprechenden Nachrufes in der Jüdischen Allgemeinen, Ausgabe 13, 2012, vom 29. März 2012, Seite 11


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