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Arco (Adelsgeschlecht)

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Datei:Arco-Wappen.png
Wappen der Familie von Arco
(GHdA-Adelslexikon)
Datei:Burg arco dürer 1495.JPG
Die Burg Arco, der Stammsitz der Familie, nach einem Gemälde von Albrecht Dürer (1495)

Arco ist der Name eines alten und edelfreien Adelsgeschlechts, das ursprünglich aus dem Fürstbistum Trient im heutigen Trentino-Südtirol stammt. Der Stammsitz der Herren von Arco war die Burg Arco nördlich des Gardasees. Zweige der Familie bestehen bis heute.

Geschichte

Das Geschlecht ist vermutlich romanischer Herkunft und wird im Jahre 1124 mit Fridericus de Archo erstmals urkundlich erwähnt.[1] Schon mit dessen Vater Riprandus de Arcu beginnt die ununterbrochene Stammreihe.[2] 1207 nannten sich die Brüder Ulrich und Friedrich bereits de Arco, milites nobiles. Angehörige des Geschlechts waren Lehensmannen des Bischofs von Trient.

Einer alten Sage nach stammen die Herren von Arco von den im Jahre 1242 erloschenen Grafen von Bogen aus Altbayern ab. Dass das alte Grafengeschlecht dasselbe Wappen geführt haben soll, wird aber durch ein Siegel aus dieser Zeit widerlegt. Das Wappen mit drei Bögen wurde dem altbayerischen Geschlecht vermutlich erst durch die Wappenbuchmaler des 16. Jahrhunderts fälschlicherweise zugeordnet.

Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen verlieh im Jahre 1221 Friedrich von Arco und dessen Neffen (nepotes) Adelpret und Riprandinus den hohen Adel („nobilitat honore et nobilitate comtatus“). 1413 verlieh König Sigismund Vinciguerra von Arco den Reichsgrafentitel und erhob die Herrschaft Arco mit Penede, Drena und Castellino zur reichsunmittelbaren Grafschaft. Eine Bestätigung aller Besitzungen und kaiserlichen Privilegien erfolgte 1433 durch Sigismund, der im selben Jahr Kaiser des Heiligen Römischen Reiches geworden war, für Anton von Arco, Bruder des kinderlos verstorbenen Vinciguerra.

Erst 1614, nach heftigen Kämpfen, leisteten sie den Habsburgern als neuen Landesfürsten den Huldigungseid. Kaiser Leopold I. übernimmt 1680 die Kontrolle der Burg und entmachtet die Grafen von Arco. Mitglieder der Familie wurden tirolische Landsassen, allerdings blieb ihre Grafschaft trotz des Verlusts der Reichsunmittelbarkeit weiterhin Reichslehen. 1695 wurde ihnen die Edelmannsfreiheit verliehen.

Zweige des Geschlechts wurden in Bayern, Schlesien und Österreich sesshaft. Die bayerische Linie teilte sich im 19. Jahrhundert in die zwei gräflichen Äste von Arco auf Valley und von Arco-Zinneberg. Der erste Ast ist im Mannesstamm erloschen. Graf Maximilian, einer der Söhne des Grafen Ludwig von Arco († 1854) und seiner Ehefrau Marie Leopoldine, verwitwete Kurfürstin von Pfalz-Bayern und geborenen Erzherzogin von Österreich-Este, nahm mit Genehmigung des Königs von Bayern den Namen Graf zu Arco-Zinneberg, gen. Bogen an. Die schlesisch-preußische Linie verlor nach einem Konfessionswechsel die Ansprüche auf die Besitzungen in der ursprünglichen Grafschaft. Die dritte mantuanische Hauptlinie erlosch 1917.

Die bayerischen Grafen von Arco verloren 1919 mit dem Vertrag von Saint-Germain alle Ansprüche auf ihre ursprünglichen Herrschaften in Südtirol. Sie wurden jedoch von Italien dafür entschädigt.

Wappen

Das Stammwappen zeigt nach dem GHdA in Gold einen aufrechten blauen Bogen. Auf dem Helm mit blau-goldenen Decken ein bärtiger wachsender Bogenschütze mit blau gegürtetem Gewand, blau-goldenem Stirnband (Tortillon) mit flatterndem Ende und gespanntem goldenen Bogen und aufgelegtem Pfeil.

Nach Hupp liegen in Gold drei blaue Bögen übereinander, die Sehnen nach unten gekehrt. Auf dem Helm ein wachsender Mann in goldener Kleidung und goldenem Spitzhut mit blauer Krempe, einen Bogen mit Pfeil gespannt haltend.

Das Wappen der bayerischen Linie zeigt denselben Schild, als Helmzier eine Laubkrone aus der ein goldbewehrter schwarzer Doppeladler wächst. Das Wappen der tiroler Linie ist geviert, 1 und 4 der Stammschild in verwechselten Farben, 2 und 3 ein senkrecht gestellter blauen Bogen in Gold.

Der Bogen aus dem Wappen der Familie Arco erscheint noch heute in einigen bayerischen und italienischen Ortswappen.

Namensträger

Einzelnachweise

  1. Tiroler Urkundenbuch, Band 1, Innsbruck 1937, S. 69, Nr. 150
  2. Codex Wangianus, hrsg. v. Rudolf Kink in: Fontes rerum Austriacarum, II. Abt., 5. Band, S. 24 ff., Nr 5

Literatur

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Arco – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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