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Architektur in Essen

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Vorromanik

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Essener Münster, um 1904.

Ein Beispiel für die Vorromanik ist das Essener Münster. Die unter Altfrid, Bischof von Hildesheim erbaute Kirche zu Ehren der heiligen Dreifaligkeit, der Jungfrau Maria und der Heiligen Cosmas und Damian wurde im Jahre 874 vollendet. Die Alfridsbasilika war eine Basilika mit drei Schiffen, der flachgedeckt war. Im Westen schloss sich eine Vorhalle an. Im Osten der Basilika war ein breites Querschiff mit großer Mittelapsis und zwei kleineren Seitenapsiden. 944/946 wurde die Basilika durch Brand teilweise zerstört, so dass Ende des 10. Jahrhunderts an die alte westliche Vorhalle der Alfridsbasilika der Westbau hinzugefügt wurde. An das Querschiff wurden – anstelle der halbrunden Apsiden – geradlinig geschlossene Chöre angebaut. Unter dem mittleren, größeren Chor wurde die Krypta errichtet. Nach 50 Jahren wurden Chor und Krypta erweitert, welche 1051 durch den Erzbischof Hermann im Jahre 1051 eingeweiht wurden.[1]

Andere Sakralbauten der Vorromanik sind die St.-Lucius-Kirche und die St.-Quintins-Kapelle.


Zur vorromanischen Ausstattung (ottonisch) zählt auch der Siebenarmiger Leuchter, der ein Geschenk der Äbtissin Mathilde – Enkeltochter von Otto I. aus dem Geschlecht der Liudolfinger – ist.[2][3] An den vier Ecken des Fusses befinden sich die vier Winde darstellende kleine Bronzefiguren: Aquilo (Norden) , Oriens (Osten), Occidens (Westen) und Meridies (Süden).[4] Ernst aus’m Weerth[5]hat auf die Verwandtschaft der Figur des Aquilo mit den Figuren am Fusse der Bernwardssäule zu Hildesheim hingeweisen. [6]Da sowohl byzantinische Elemente in den Ornamenten als auch niedersächsische Einflüsse feststellbar sind, wird angenommen, dass der Leuchter möglicherweise in Hildesheim entstand, wo wenig später Bernwardstür und Bernwardssäule geschaffen wurden. Georg Humann lehnte Hildesheim als Entstehungsort ausdrücklich ab und sprach sich für Byzanz aus. Gerade in der Zeit um 1000 – unter Otto II. und seiner Ehefrau, der byzantinischen Prinzessin Theophanu – orientierte sich die Kunst im Reich an byzantinischen Vorbildern; Theophanu brachte aus Konstantinopel ein Gefolge an Künstlern, Architekten und Kunsthandwerkern mit, durch die sich u. a. der Einfluss der byzantinischen Künste im Reich verbreitete. [7]



Romanik

  • Die Essener Marktkirche war im Kern romanisch. Im Stil der Romanik war das Mittelschiff mit dem eingebauten Westturm und teilweise das nördliche Seitenschiff erbaut, das letztere wurde jedoch im 15. Jahrhundert verändert. Der romanische Kirchtturm ruhte auf kolossalen schweren Mauern. In der Turmhalle befand sich ein Kreuzgratgewölbe, in der Ecke waren kleine Eckpfeiler mit Kämpfern. Die romanische Turmhalle war nur durch eine Öffnung – ein niedriger Rundbogen – mit dem Mittelschiff verbunden. Die Pfeiler des romanischen Baues waren früher durch zwei durcheinandergeschobene Rechtecke mit in die Ecken gestellten Diensten gebildet.Der Kirchturm war fünfstöckig und zeigte im obersten Stockwerk auf jeder Seite vier durch Vertikallisenen getrennte und Rundbogenfriese geschlossene Blenden. Die mittleren waren mit Rundbogenfenster ausgestattet.[8]

Im 13. Jahrhundert wurden auch verschiedene Burgen erbaut, Burg Altendorf, Burg Luttelnau und Neue Isenburg.

Gotik

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Statuen der Essener Stadtpatrone Cosmas und Damian am Essener Rathaus, erschaffen vom Bildhauer Heinrich König.
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Kopstadtplatz 1878, Heilig-Geist-Hospital
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Barockaltar in St. Ludgerus in Werden

Ein gotischer Profanbau aus der Zeit um 1440 war Essens ältestes Rathaus. Dieses war ein zweigeschossiges Steingebäude mit einem Dachreiter und Treppengiebel im Stil der Gotik. Die Schaufassade zum Marktplatz schmückten die gotischen Figuren der Stadtheiligen Cosmas und Damian und von Maria. Der Bau wurde 1840 abgerissen.[9]


Ein gotischer Sakralbau ist St. Johann Baptist. Der christliche Sakralbau wurde 1471 erbaut und ist ein dreischiffiger gotischer Hallenbau. Das Gebäude besteht aus großen Kohlensandsteinblocken von fast quadratischer Form und wird mit drei Satteldächern eingedeckt.[10]

Ein anderer gotischer Sakralbau war die Heilige Geist Kapelle des Hospitals zum Heiligen Geist, am Essener Kopstadtplatz aus dem 14. Jahrhundert. Die Hospitalskapelle wurde nach dem Stadtbrand von 1438 wiederaufgebaut. Die Kapelle wurde profaniert, umgebaut und darin im Jahre 1564 die lutherische Stadtschule eröffnet.[11][12]Dort befand sich auch die evangelisch-städtische Schule, im Gegensatz zur katholischen Stiftsschule in der Burg (am Essener Burgplatz). Das Hospital ist seit 1340 urkundlich belegt, entstand aber bereits vermutlich Anfang des 14. Jahrhunderts. Mitte des 15. Jahrhunderts, 1707 und für 1732/3 wurde das Hospital erneuert und 1896 abgerissen um den Kopstadtplatz zu erweitern. Der Platz wurde in der 2. Hälfte des 19.Jahrhunderts der zentrale Marktplatz Essens und löste damit den alten Marktplatz ab. [13]

Ein gotische Skulptur vom Ende des 15. Jahrhunderts ist das Kopfreliquiar des heiligen Marsus im Essener Domschatz bestehend aus vergoldetem Rotkupferblech. Das Kleid schmücken große ungeschliffene Steine in spätgotischer Fassung. Paul Clement lobt die detaillierte aufwändige Gestaltung der Figur: „[…] besonders um Auge und Nase gut und weich modellierter Kopf mit reicher Lockenfülle“.[14]

Barock

Zu den Sakralbauten des Barock zählte auch das 1746 eingeweihte Kapuzinerkloster Essen. Die Klosterkirche war einschiffig und mit einem Tonnengewölbe ausgestattet. Die Längsseiten waren je mit vier Fenstern gestaltet. Im Westgiebel war über dem Portal eine Nische zu sehen. In dieser Nische befand sich die lebensgroße Marienfigur mit Jesuskind. Das Kind hielt ein Speer, mit dem es die Schlange unter den Füssen der Mutter durchbohrte. Am Giebel war die Zahl 1746 zu lesen. Das Kloster war 1288 durch den Essenschen Kanonikus Heinrich de Kettwig geweiht, weswegen es ursprünglich auch Kloster Kettwig hieß.[15] Der barocke Hochaltar, die beiden Seitenaltäre und einige andere Reliquien aus der Klosterkirche befinden sich in der heutigen Kirche des Elisabeth-Krankenhauses [16][17]


Im Stil des Barock ist auch der Hochaltar der Kirche St. Ludgerus in Werden gestaltet worden: Über eine romanische steinerne Mensa erhebt sich ein zweigeschossiger Aufbau aus der Zeit um 1700 im Stil des Barock mit schwarzem und vergoldetem Holz und reichem Goldrahmen. Das Oberteil zeigt als Mittelbild eine Darstellung des Heiligen Ludgerus. Darüber befindet sich das – von zwei Löwen gehaltene – Wappen des Abtes Ferdinand von Erwitte. Der zweigeschossige Aufbau wird von Pilastern und gewundenen Säulen mit korinthischen Kapitellen getragen. Flankiert wird das Stück von Ludgerus und Karl den Grossen. Im Aufsatz befindet sich ein gutes Mittelmedaillon mit der in Wolken thronenden Maria. In dem geschweiften durchbrochenen Giebel befindet sich die Figur des Jesus mit der Weltkugel zwischen zwei knienden Engeln.[18]

Die Barockausstattung des Essener Münsters befindet sich heute in St. Johann Baptist und stammt aus der Zeit um 1700: Ein Hochaltar mit großem Aufbau, der von der Figur des auferstandenen Jesus gekrönt wird. Das Mittelbild zeigt eine Kreuzigung zwischen zwei Paaren gewundener Säulen. Der Hochaltar wird von den Heiligenfiguren Nepomuk und Josef geschmückt, die auf Konsolen stehen. Das Chorgestühl bestand ursprünglich aus jeweils 10 Sitzen, die mit Löwenköpfen und Festons geschmückt waren und im Jahre 1699 von Georg Dollar in Münster geschaffen wurden.[19]


Klassizismus

Beispiele für den Klassizismus in Essen, sind das Essener Rathaus (1840/43)[9] und das Haus Huffmann (1830) an der Heckstraße 75 in Essen-Werden. Die Ostfassade ist streng symmetrisch gegliedert und zeigt einen aufgesetzten Tympanon.[20][21][22]

Historismus

Rathaus um 1885 (Neogotik).

Neogotik

Zu den Profanbauten im Stil der Neogotik zählte auch das dritte Essener Rathaus,[23][24] das 1885 nach Entwürfen von Peter Zindel erbaut wurde.[25] 1964 wurde das „Alte Rathaus“[26] abgebrochen. Ein anderer Profanbau der Neogotik ist das Essenener Hauptverwaltungsgebäude Krupp, Architekt Robert Schmohl, Abriss 1976.


Folgende christliche Sakralbauten wurden im Stil der Neogotik gestaltet: Pauluskirche, Friedenskirche, Lutherkirche, St. Dionysius, St. Georg, St. Gertrud, St. Hubertus, St. Laurentius, Seniorenstift St. Laurentius sowie die Evangelische Kirche Essen-Werden.

Neoromanik

Neoromanische Kirchen sind die Erlöserkirche, Herz-Jesu-Kirche sowie die Kreuzeskirche.

Neorenaissance

Nach Vorbildern der italienischen Renaissance wurde 1892 das Stadttheater nach Entwürfen von Heinrich Seeling erbaut. „Fort mit dem Pathos heldischer Überhöhung, weg mit der gründerzeitlich-ornamentalen Überfrachtung!“[27] war die Rechtfertigung für die Entfernung der historistischen Fassade des Essener Stadttheaters im Jahre 1950. Bei der nun folgenden „Entschnörkelung des Grillo-Theaters“,[28] wurden auch Reliefs am Grillo-Theater von Herbert Lungwitz angebracht.[29]Auch das im Stil der Neorenaissance gestaltete Gebäude der Deutschen Bank zeigt „Anklänge an Stadtpaläste der Renaissance.“[30]

Nach Vorbildern der nordischen Renaissance wurde der Essener Hauptbahnhof erbaut.[31]Ebenso das Rathaus Essen-Werden, erbaut 1912 nach Entwürfen der Architekten Karl Großkopf/Johann Kunz zeigt eine an „die an Renaissance-Vorbilder angelehnte Architektur.“[32] Auch das 1899 nach Entwürfen der Architekten Oskar Kunhenn und Max Büssing erbaute Scala-Varieté, dem ehemaligen Colosseum am Kopstadtplatz[33] Das Theater Colosseum wurde auf dem Platz des 1896 abgerissenen Heilig-Geist-Hospitals erbaut. In den 1930er Jahren wurde die aufwändig gestaltete Fassade durch eine schlichte Schaufassade des Varieté Scala ersetzt. An dieser Stelle befindet sich heute die verglaste Ladenpassage (Kopstadt-Passage), die das „Forum Kunst und Architektur“ und den „Kunstverein Ruhr“ beheimatet. Die Passage befindet sich im Jahre 1958 nach Plänen von Willy Holtgreve erbauten „Haus am Kopstadtplatz“, ein Geschäftshauskomplex bestehend aus zwei Baukörpern (fünf- bzw. achtgeschossig).[34]


Orientalismus

Eine Variante des Historismus war die Errichtung von Bauwerken im maurischen Stil. So die Synagoge an der II. Weberstraße (heute Gerswidastraße), die 1868-1870 „im maurisch-orientalische[n] Stil“[35] erbaut wurde. 1937 wurde der inzwischen profanierte Sakralbau abgebrochen. Der jüdische Sakralbau wies „orientalische Stileinflüsse“[36]auf, hatte vier Kuppeln und galt „als einer der ersten historistischen Bauwerke Essens“.[36]

Moderne ab 1900

Die Moderne in Essen war durch Reformstil, Expressionismus und das Neue Bauen geprägt: „Die Essener Architektur jener Jahre scheint geradezu prototypisch für die Entwicklung vom Reformstil über den Expressionismus zum Neuen Bauen.“[37]Die Abschnitte der Essener Moderne sind an den Werken folgendender Architekten erkennbar: Ernst Bode, Edmund Körner, Georg Metzendorf und Alfred Fischer.


Reformarchitektur

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Reformarchitektur: Kaufhaus Althoff,</br>Architekten Kreis u. Schäfer, 1912 [38]
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Reformarchitektur: Schwanhildenbrunnen
Reformorientierte Netzwerke in Sachen Stadtentwicklung

[39]In Essen war der 1903 gegründete Bund Deutscher Architekten und insbesondere der 1907 gegründete Deutsche Werkbund besonders aktiv und präsent, der die bereits vorhandenen Ansätze der von John Ruskin inspirierten Reformbewegungen fortsetzte. Der DWB war in Essen sogar als eine „kulturell eminent prägende Initiative […] jenseits von politischer Parteizugehörigkeit und durchaus auch über berufliche und/oder wirtschaftliche Milieus hinaus“[40] tätig. Dazu gehörten Max Burchartz, Joseph Enseling, Will Lammert, Albert Renger-Patzsch, Elisabeth Treskow, Anke Oldenburger, Josef Geller, Alfred Fischer, Edmund Körner, Georg Metzendorf, Philipp Rappaport, Robert Schmohl, Josef Rings, Wilhelm Girardet, Gustav Krupp von Bohlen und Halbach, Hans Luther.

Das Essener Moltkeviertel wurde „nach Prinzipien der Reformarchitektur“[41]erbaut. Eines der Beispiele für die Reformarchitektur („in der Manier des Reformstils“)[42] ist das Gebäude der Emschergenossenschaft, das nach Entwürfen des Architekten Wilhelm Kreis im Jahre 1910 erbaut wurde.

Die Essener Baugewerkeschule wurde im „Reformstil“[43]nach Entwürfen des Architekten Edmund Körner im Jahr 1911 im Essener Moltkeviertel fertiggestellt. Der mächtige Turm und die Fassade sind mit Skulpturen von Joseph Enseling geschmückt.

Das Goethegymnasium wurde 1912 mit einer „Außen- und Innenarchitektur im Reformstil“[44] nach Entwürfen von Hans Tietmann/Karl Wolff/Laurenz Lander/Otto Herold erbaut. An der Fassade und im Eingangsbereich sind viele Skulpturen von Joseph Enseling zu sehen.

Ein „Ziegelbau im Reformstil“[45]ist das Lehrerseminar, das nach Entwürfen von Albert Erbe im Jahre 1914 fertiggestellt wurde.

Auch das Elisabeth-Krankenhaus wurde 1913 nach Entwürfen der Architekten Otto Krämer und Peter Sistenich „im Stil der Reformarchitektur“[46] erbaut.

Bei dem im Jahre 1912 nach Entwürfen des Architekten Alfons Stinnesbeck erbauten Essener Keramikhaus (ab 1934 Gauwirtschaftsgebäude der DAF) wurde die Fassade mit farbig glasierten, figürlichen Keramikreliefs ausgestattet. 1935 wurde der gesamte Keramikschmuck entfernt. Erhalten blieben keramische Wandreliefs zwischen dem Erdgeschoss und dem 1. Obergeschoss, als letzte Spur des Keramikhauses.[47] Auch das 1913/1914 nach Entwürfen von Edmund Körner erbaute Salomon-Heinemann-Haus mit seinen farbig glasierten, figürlichen Keramikreliefs und -medaillons an der Fassade „veranschaulicht die Idee des Reformstils, regionale Baustoffe zu verwenden“.[48][49]

Körners „byzantinisch wirkende Essener Synagoge (1913)“[37] wurde „in Anlehnung an historische Vorbilder“,[50] wie der Hagia Sophia erbaut („Orientierungen an christlicher Kirchenarchitektur“)[51] und mit Jugendstildekor geschmückt. Der Bau wurde vom Monumentalstil der Reformarchitektur geprägt. [52] Zudem war der Bau auch von der Heimatschutzarchitektur geprägt. [53]

Auch das Eick-Haus (1915) – mit seinem nicht mehr erhaltenen doppelt geschweiften, hohen Pagodendach - wurde in Anlehnung an historische Vorbilder erbaut und zählt zur „traditionalistischen Architektur“,[54] der mit Jugendstildekor geschmückt wurde: „Maßgebliches Vorbild des Kopfbaus [sind] wahrscheinlich die Eckpavillons der barocken fürstbischöflichen Residenz in Bonn, deren Schweifdächer wie bei dem Schloß Pillnitz auf die Rezeption ostasiatischer Architektur zurückgehen“.[54][55] Es wurde auf Monumentalität Wert gelegt: „Dachform und Fassadengestaltung erzeugten den Eindruck einer perspektivischen Verkürzung und lassen den Bau wesentlich höher erscheinen als die vorgegebenen 16 m bis zur Traufkante“.[56]

Anpassung an Großstadtdimensionen

[57]Infolge der schnellen Stadterweiterung durch Eingemeindungen und dem Stadtring von Erich Zweigert und Robert Schmidt sollte nun auch die historische Essener Altstadt an „Großstadtdimensionen“[58] angepasst werden. Essen war im Kern noch eine „Ackerbürgerstadt“[59] bestehend aus einem „chaotischen baulichen Wildwuchs aus alten Fachwerk- und Gründerzeitbauten“[59]. So befanden sich an der Kettwiger Straße, der historischen Essener Nord-Südachse gegenüber dem Essener Münster am Burgplatz noch die Privatvillen der adeligen Frauen („Kurien“)[59] des Damenstifts Essen, gegründet um 845 von Altfrid, Bischof von Hildesheim, um das die historische Altstadt entstand. Diese „Kurien“[59] wurden nun durch neue Neubauten von Ernst Bode (Baedekerhaus und Blum-Haus) ersetzt. Bodes „Buchhandlung (1927/1928) und Textilkaufhaus (1925)“[60] zeigen einen Bezug von „Traditionalismus und Moderne[60]. Beide Fassaden zeigen eine Rustika-Verkleidung aus grob behauenen Muschelkalk. In Proportionen und Material der Fassaden orientieren sich beide Gebäude an die Stuttgarter Schule sowie an Paul Bonatz und dessen Fassade des Stuttgarter Hauptbahnhofs.[60][61]Die Häuser sind ein Beispiel für die sogenannte neue Monumentalität; ein Rückgriff traditionalistischer Architekten auf den Monumentalstil um 1900, der seit der zweiten Hälfte der 1920er Jahre gepflegt wurde. In einer 1929 erschienen Retrospektive neuen Bauens wurden Baedekerhaus und Blum-Haus als „wesentliche Beiträge zur Essener Stadtbaukunst“[59] der 1920er Jahre beschrieben. Sie gelten als Bauwerke „im Spannungsfeld von Traditionalismus und Avantgarde“,[59] so wie die Entwürfe „in teils monumentalen bis teils modernen ausgeprägten Formen“[62]für den Essener Parkfriedhof (1924) von Ernst Bode.

„monumentale ‚1000jährige‘ Ästhetik“

[63] Nach der Machtergreifung erfolgte ein „künstlerisch-kreativer Exodus“:[64] Vertreter des Essener jüdischen Bürgertums, die als Mäzen und Stifter bekannt waren und im Bauwesen aktiv waren verließen Essen: Salomon & Anna Heinemann, Familie Simon Hirschland, Familie Gustav Blum (1879-1935), Fritz & Frida Levy, Levi Freudenberg und Familie Alfred Grundmann. Aus der Hirschland-Bank wurde das Bankhaus Burkhardt. Das „neue“[65] Bankenviertel an der Lindenallee zeigte Prachtbauten der jüdischen Mitbürger. Das nach Plänen von Carl Moritz im Jahre 1910 erbaute Gebäude der Simon Hirschland Bank war „Sitz einer für die industriellen Entwicklung der Stadt höchst einflussreichen Privatbank“.[66] Zu Hirschlands Kundenkreis zählten Essener Wirtschaftsmagnaten - Alfred Krupp, Johann Dinnendahl, Wilhelm Theodor Grillo und Mathias Stinnes. Aus den Textilhäusern Blum und Grundmann („größtes Spezialgeschäft in Deuschland für Damen- und Pelzmoden“)[67] wurde „Loosen“ und „Boecker“.[68]Das Blum-Haus war der Vorreiter zur Modernisierung des mittelalterlich geprägten Essener Burgplatzes.

Die in den 1920er Jahren fünf wichtigen („Großen Fünf“[69]) in Essen tätigen Planer wurden aus dem Beruf verdrängt: Georg Metzendorf, Edmund Körner, Alfred Fischer, Ernst Bode und Robert Schmidt. Georg Metzendorf wurde 1934 Gegenstand eines juristischen Verfahrens wegen „kulturbolschewistischer Tendenzen“[68] und verstarb im selben Jahr. Weil Edmund Körner an dem Bau der Essener Synagoge beteiligt war, erhielt er 1933 als „Judenfreund“[70] ein Bauverbot für den „Gau Essen“.[71] Seine Weiterarbeit war ausschließlich seinen Verbindungen in die USA zu verdanken, insbesondere seinen Beziehungen zu Henry Ford aus der Zeit des Baus der Kölner Fordwerke sowie zu Hans Luther, dem früheren Essener Oberbürgermeister und späteren deutschen Botschafter in den USA.[72] Nach der Machtergreifung wurde Fischer im Jahre 1933 zuerst beurlaubt. Es folgte eine Versetzung in den Ruhestand. 1940 verstarb in jungen Jahren auch sein Sohn Heinz.[68] 1934 wurde Ernst Bode von den „neuen Machthabern aus dem Amt als Baudezernent gedrängt“.[68] Ein Grund dafür war, dass Bode auch eine jüdische Trauerhalle auf dem Essener Parkfriedhof gebaut hatte.[68] Der von den Nationalsozialisten eingesetzte Oberbürgermeister Theodor Reismann-Grone schrieb zu Bodes Weggang: „Es ist kein großer Verlust für die Stadt […] von Stadtplanung versteht er [Bode] fast nichts“.[68] Robert Schmidt hatte zusammen mit Georg Metzendorf die Gartenstadt-Siedlung Margarethenhöhe geplant. Seine Denkschrift über die Walderhaltung im Ruhrkohlenbezirk fand Eingang im Reichsgesetz über die Aufschließung von Wohnsiedlungsgebieten. Schmidt schied aber 1932 aus dem Verwaltungsdienst aus und verstarb 1934.[68]

[73] Das „Rheinisch-Westfälische Industriegebiet“[74] war die größte und dichteste Wirtschaftszone Deutschlands. In Essen waren daher Wirtschaft, Politik und Personen miteinander verwoben. Das Essener Rheinisch-Westfälische Kohlen-Syndikat unter Emil Kirdorf war in Berlin vertreten. Alfred Hugenberg – „Pressezar und Hitler-Förderer“[75] – war Direktor bei Krupp. Essen wurde nach dem Gemeindeverfassungsgesetz von 1933 zur „Gauhauptstadt Ruhr-Emscher“.[76]Ernst Bode wurde 1934 durch den Baudezernenten Sturm Kegel ersetzt. Die NS-Gauleitung residierte im „Thomae-Haus“[77], die eine monumentale „Ehrenhalle für gefallene Parteikämpfer“[78]mit Monolithen aus Ruhrsandstein, im ehemaligen von Ernst Bode erbauten Glückaufhaus erbauen ließ. Das „Freikorps-Ehrenmal“[79] bestehend aus Monolithen aus Ruhrsandstein wurde 1934 nach Entwürfen von Paul Dietsch erbaut. Das Gau-Ehrenmal[80][81] auf dem Südwestfriedhof in Essen-Fulerum wurde 1938 nach Entwürfen von Emil Fahrenkamp erbaut. Das zerstörte Bauwerk bestand aus einem langgestreckten Kubus flankiert von monolithischen Arkadengängen. Die Fassade war mit Rustika und mehreren Reliefs geschmückt (Adler mit ausgestreckten Flügeln und zwei Hakenkreuze). Über dem Eingangsbereich war die Inschrift zu lesen: „Den Toten der Bewegung“.[82]

In der Nachkriegszeit kam ab 1948 der Wiederaufbau wieder in Gang und Essen hatte eine dritte „Hochkonjunkturphase im Bauen und der Stadtentwicklung“.[83] Her waren aber jene Planer in leitender Position vertreten, die Ernst Bode und Edmund Körner im 3. Reich ersetzt hatten, so der Baudezernent Sturm Kegel.

Anklänge an die „monumentale ‚1000jährige‘ Ästhetik“[84]hat das Amerikahaus Ruhr. Das nach Plänen von Hermann Gehring am Kennedyplatz 7 im Jahre 1952 fertiggestellte Bauwerk zeigt bei seiner Architektur „noch deutliche heroisierende Elemente der NS-Zeit“.[85] Überdimensionierten Säulen ohne jede statische Funktion, Säulengänge, ehrenhofartigen Außenbereichen und „heldenhaft-abstrahierten Reliefs“[84] von Herbert Lungwitz („Zähmung des Minotaurus“ sowie „Allegorien von Schönheit und Musik“ und „Allegorie von Frieden und zwischenmenschlicher Harmonie“).[86] Herbert Lungwitz schuf auch im Rahmen der „Entschnörkelung des Grillo-Theaters“[28] die Reliefs am Theater, das 1950 nach Entwürfen von Wilhelm Seidensticker umgebaut wurde und monomentale, monolithische Säulen ohne jede statische Funktion an der Fassade erhielt.[87]


Backstein/Ziegelexpressionismus (1925/1926)

Datei:Will Lammert - Mutter Erde (1926).jpg
Mutter Erde, 1926 (zerstört)

In der Zeit nach dem Ende der Ruhrbesetzung (1925) und der Weltwirtschaftskrise (1930) hatte sich die Stadt mit „ehrgeizigen Bauten schlicht verausgabt“.[89] So hatten sich an zentralen Stellen der Stadt öffentliche Gebäude in der „hektischen Wachstumsentwicklung […] als krass unterdimensioniert erwiesen“[90]. So mussten Essen und die Reichspost in den 1920er Jahren einen Wettbewerb freier Architekten für ein neues Gebäude der Hauptpost veranstalten, weil sich das 1903 erbaute Vorgängergebäude als zu klein erwiesen hatte. Die nach Entwürfen von Wilhelm Hoeltz im Jahre 1924 im Stil des Expressionismus fertiggestellte Hauptpost weist zahlreiche dreieckigen Formen auf „mit ebenerdigen Blendöffnungen mit Dreiecksgiebeln […] ihre Mittelachse wird durch einen werksteinverkleideten Dreieckserker betont“.[91] [92]

Ein anderes Beispiel für den Expressionismus ist der nach Entwürfen von Ernst Bode im Jahre 1926 fertiggestellte Südwestfriedhof, insbesondere die „Parabelförmige Arkadenbögen [sind] typisch für den Expressionismus der 1920er Jahre.“[93] Die Fassade der Einsegnungshalle schmückte ein großes Relief von Willi Lammert, das Mutter Erde darstellte. Das Werk des kommunistischen Bildhauers Lammert wurde als entartete Kunst zerstört. In der Einsegnungshalle befindet sich ein 12 m hohes Reliefbild, das den segnenden Christus an der Altarwand zeigt.

Ein christlicher Sakralbau im Stil des „Backsteinexpressionismus“[94] ist die Kirche Heilige Schutzengel in Essen-Frillendorf. Diese wurde nach Entwürfen des Architekten Edmund Körner im Jahre 1925 fertiggestellt.

Der nach Entwürfen von Edmund Körner im Jahre 1925 fertiggestellte Wassertum ist ebenso ein Beispiel für den „Ziegelexpressionismus“.[95]

Die nach Entwürfen von Edmund Körner im Jahre 1925 fertiggestellte Essener Börse „mit zwei über sämtliche Geschosse reichende dreieckigen Erkern […] Hauptfassade gegenüber dem Hauptbahnhof [wurde] durch Arkaden [mit spitzen Winkeln]geprägt“.[96] [97] zeigt die für den Expressionismus typischen spitzen Winkel.


1926/27 entstand nach Plänen von Josef Rings die große Ausstellungs- und Festhalle an der Nobertstraße, ein verklinkerter Stahlbetonbau, der als dreischiffige Basilika konstruiert war. Die Fassade zeigte spitze Winkel.[98][99] 1929 wurde daran der Grugapark angeschlossen. In der Nachkriegszeit wurde auf den Fundamenten des gesprengten Baus ein „schmetterlingsähnliche[r]“[100] Baukörper der Grugahalle erbaut, der einen „architekturgeschichtlicher Stellenwert als sich neu herausbildender Bautyp“[100] darstellt. Stilistische Ähnlichkeit zeigt die Grugahalle mit Roland Rainers Wiener- und Bremer Stadthallen, insbesondere mit Dachkonstruktion und Anstieg der Tribünen.


Neues Bauen / Neue Sachlichkeit

Datei:Auferstehungskirche Essen 2280.jpg
Otto Bartning, Auferstehungskirche

[101] Essen galt in den Jahren zwischen 1918 und 1933 als „heimliche Architekturhauptstadt“.[102] Laut Krüssmann wurde Essen als Architekturhauptstadt unterschätzt, weil keiner der Architekten zur „Radikalität von Erich Mendelsohn oder Walter Gropius[102] gefunden hatte. Mendelsohns organische Architektur in Beton war für den „Mendelsohn´schen Schwung“[102] bekannt. Der deutsch-jüdische Architekt war im Essener Moltkeviertel tätig, wo er einen „bemerkenswerten Bau“[102] schuf: Das 1930 bis 1933 erbaute Jugendheim der Jüdischen Gemeinde, das 1938 gebrandschatzt und anschließend abgebrochen wurde. Der Gebäudekomplex bestand aus einem eingeschossigen, halbkreisförmigen Vorbau und einem dahinterstehenden viergeschossigen Kubus.[103] Heute befindet sich an seiner Stelle die Neue Synagoge. Mendelsohns Rundungen finden sich insbesondere am 1929 erbauten Deutschlandhaus von Jakob Koerfer.[104][105]

Ein Beispiel für ein Gebäude „im Stil der Neuen Sachlichkeit“[106]ist das nach Entwürfen von Ernst Knoblauch im Jahre 1928 fertiggestellte Gebäude der Allgemeinen Bauverein Essen AG (Allbau). Die beiden abgerundeten Ecken waren jeweils mit einer Monumentalplastik aus Sandstein von Willi Lammert geschmückt. Die Figuren sollten „Bauleute“ darstellen, wurden jedoch von der Bevölkerung als die Allbau-Direktoren Haag und Riehm interpretiert angesehen. Die Figuren wurden im 3.Reich als entartete Kunst zerstört.[107][108] Verschiedene Monumentalplastiken schmückten auch das Ruhrkohlehaus (1936): Barbara und Bergmann und Steile Lagerung[109]sowie eine Enseling-Skulptur [110][111]

Das Krankenhaus Lazarettstraße wurde 1937 nach Entwürfen des Architekten Emil Jung erbaut. Die Ecken des vierstöckigen Gebäudes sind abgerundet.[112]

Das Gebäude Regionalverband Ruhr wurde 1929 nach Entwürfen von Alfred Fischer erbaut. Schlicht-elegante Rundungen, Fassade mit Simsen und Fensterbändern, die die Horizontale betonen. [113][114]


Das 1930 nach Entwürfen von Hans Schäfer erbaute Gemar[k]haus an der Gemarkenstraße 35 in Essen-Holsterhausen zeigt stilistische Ähnlichkeiten mit dem Krankenhaus an der Lazarettstraße. Das Gebäude beinhaltete den Gemar-Filmpalast mit 1.150 Plätzen.[115][116][117][118][119]


[120]Eine Baukunst-Ausstellung bezeichnete die Essener Periode von 1921 bis 1933 als eine Ära der „Visionen in Stein“.[121]Laut Krüssmann vertraten zwei Sakralbauten, die beispielhaft moderne Architektur in Essen repräsentierten. Die Auferstehungskirche von Otto Bartning und seine Melanchtonkirche mit halbrundem Abschluss in Essen-Holsterhausen. Die 1931 erbaute Kirche bestand aus 20 m hohen Stahlträgern mit dazwischen befindlichen 660 bleiverglasten Fensterfeldern von Elisabeth Coester.[122][123]




Kubus als Baukörper
  • Privathaus und Atelier Körner, Architekt Edmund Körner, Baujahr 1928, Ort Huttrop, Moltkestraße 50: „ den Übergang von expressionistischer Formgebung […] zur Neuen Sachlichkeit, die durch die holländische Gruppe de Stijl beeinflusst war.“[124] Mehrere zwei- bzw. dreigeschossige Baukuben sind ineinander verschränkt.


  • Stadtbad Altenessen, erbaut nach Entwürfen von Ernst Bode, besteth aus mehrern kubischen Baukörpern.[125][126][127][128]
  • Jüdische Trauerhalle Parkfriedhof, Architekten Ernst Bode, Hermann Finger, Baujahr 1931, Ort: Huttrop, Schulzstraße (am Parkfriedhof): „ mehrere in einander gestaffelte Quader.“[129] Der letzte in Essen umgesetzte Bauplan von Ernst Bode, der bis 1934 als Baudezernat in Essen tätig war.

Béton brut/Brutalismus/Sichtbeton

Eine Arbeit im Sichtbeton (franz. Béton brut: Sichtbeton) ist die Kirche St. Suitbert im Essener Stadtteil Überruhr-Holthausen. Der in den Jahren 1964–1966 nach Entwürfen des Architekten Josef Lehmbrock erbaute Sakralbau wurde im April 1966 eingeweiht. Ein anderer Sichtbetonbau war die 1964–1965 erbaute und 2012 abgebrochene Kirche St. Raphael im Esserner Stadtteil Essen-Bergerhausen.

Andere Bauten in Sichtbeton sind in Essen-Holsterhausen zu finden: Die Lukaskirche wurde nach Entwürfen des Architekten Reinhold Jerichow erbaut und am 26. Februar 1961 eingeweiht. Die Profanierung erfolgte Ende 2008. Das Gebäude wurde zum Mehrgenerationenhaus umgebaut. Die ebenso im Essener Stadtteil Holsterhausen befindliche Melanchthonkirche ist ein in den Jahren 1970–1972 nach Plänen von Peter Voigtländer errichteter Sichtbetonbau.

Zudem die Versöhnungskirche im Stadtteil Essen-Rüttenscheid die 1964 erbaut und am 3. Mai 1964 eingeweiht wurde.



zeitgenössische Architektur

  • Q1, ThyssenKrupp Hauptverwaltungsbau


Literatur

  • Richard Klapheck: Die neue Synagoge in Essen a. d. Ruhr. Erbaut von Prof. Edmund Körner. (= Die Architektur des XX. Jahrhunderts. Sonderheft. 13, ZDB-ID 544317-9). Wasmuth, Berlin 1914, Digitalisat.
  • Paul Clemen:Die Kunstdenkmäler der Stadt und des Kreises Essen (= Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz Bd. 2, 3). Schwann, Düsseldorf 1893 (Digitalisat).
  • Georg Dehio, bearbeitet von Claudia Euskirchen, Olaf Gisbertz, Ulrich Schäfer: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen I Rheinland. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2005, ISBN 3-422-03093-X.
  • Georg Humann: Die Kunstwerke der Münsterkirche zu Essen, Düsseldorf 1904.
  • Paul Clemen:Die Kunstdenkmäler der Stadt und des Kreises Essen (= Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz Bd. 2, 3). Schwann, Düsseldorf 1893 (Digitalisat).
  • Kurt Westhoff, Arno Grassnick: Alte Bauern- und Bürgerhäuser in Essen. Bacht, Essen 1985, ISBN 3-87034-036-3.
  • Holger Krüssmann: Architekturführer Essen 1900-1960. Klartext-Verlag, Essen 2012, ISBN 978-3-8375-0246-6, (herausgegeben von Berger Bergmann und Peter Brdenk).
  • Axel Föhl: Architekturführer Ruhrgebiet. Reimer, Berlin 2010, ISBN 978-3-496-01293-1.
  • Bettina Meyer, Roman Skarabis (Hrsg.): Ruhrgebiet Architektur. Architekturführer Gegenwart und Zukunft. Zeit + Raum, Münster 2011, ISBN 978-3-00-030569-6.
  • Sigrid Watzlawik:Visionen in Stein - Modernes Bauen in Essen 1910-1930, Nobel Verlag GmbH, Essen 1998, (darin enthalten: Beschreibung von 17 Baudenkmälern zwischen Burgplatz und Moltkeplatz in Essen)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Clemen, S. 17.
  2. Clemen, S. 40.
  3. Humann, S. 194.
  4. Humann, S. 193.
  5. Ernst aus’m Weerth:Das Siegeskreuz der byzantinischen Kaiser Constantinus VII. Porphyrogenitus und Romanus II. und der Hirtenstab des Apostels Petrus. Zwei Kunstdenkmäler byzantinischer und deutscher Arbeit des 10. Jahrhunderts in der Domkirche zu Limburg an d. Lahn. Bonn 1866, S. 19
  6. Clemen, S. 42.
  7. Humann, S. 205
  8. Clemen, S. 57-58.
  9. 9,0 9,1 Die Essener Rathäuser. Ein historischer Bilderbogen auf www.essen.de.
  10. Clemen, S. 55.
  11. Die Kapelle des Hospitals zum heiligen Geist in Essen auf aphorisma.de
  12. Das Hospital zum Hl.Geist an der Südseite des Kopstadtplatzes; in der umgebauten Kapelle (links) wurde 1564 die luth. Stadtschule eröffnet auf burggymnasium.de
  13. Reste des "Heiligen Geist Hospitals" am Kopstadtplatz gefunden. Stadtarchäologe macht interessante Entdeckung in der Innenstadt, 07.03.2014 auf essen.de
  14. Clemen, S. 50
  15. Clemen, S. 58.
  16. Krüssmann, S. 90, Nr. 33 [Elisabeth-Krankenhaus, Architekten Otto Krämer/Peter Sistenich, Baujahr 1913, Ort: Huttrop, Moltkestraße 61.]: „die originale Barockausstattung“.
  17. Zum 300. Geburtstag der Stifterin. Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung, 16. Mai 1996, abgerufen am 6. Dezember 2012 (PDF; 3,7 MB).
  18. Clemen, S. 93.
  19. Clemen, S. 56.
  20. https://gdit.essen.de/webdaten/sta61/Denkmaeler/Foto_Htm_und_pdf/D1060.htm
  21. https://gdit.essen.de/webdaten/sta61/Denkmaeler/Foto_Htm_und_pdf/AK1_Lfd_Nr_156.pdf
  22. Kurt Westhoff et al., S. 179f.
  23. Clemen, S. 58.
  24. Deutsches Architektur-Forum > Architektur, Städtebau und Bauwesen: Regionale Themen > Essen: damals und heute : „Das „Alte Rathaus“ (Peter Zindel) von 1885“
  25. Clemen, S. 58.
  26. Deutsches Architektur-Forum > Architektur, Städtebau und Bauwesen: Regionale Themen > Essen: damals und heute
  27. Krüssmann, S. 51
  28. 28,0 28,1 Deutsches Architektur-Forum > Architektur, Städtebau und Bauwesen: Regionale Themen > Essen: damals und heute : „1951-1952 Amerika-Haus Ruhr – Europahaus - Kennedyhaus (Hermann Gehring)“
  29. Krüssmann, S. 142 [Grillo-Theater, Architekt: Heinrich Seeling, Baujahr 1892, Ort: Zentrum, Theaterplatz 11]
  30. Krüssmann, S. 58 [Deutsche Bank, Architekt Peter Zindl, Baujahr 1901, Ort: Zentrum, Lindenallee 29]
  31. Krüssmann, S. 61 [Hauptbahnhof, Architekt: Fritz Klingholz, Baujahr 1902, Ort: Zentrum, Am Hauptbahnhof 5]
  32. Krüssmann, S. 85 [Rathaus Essen-Werden, Architekten Karl Großkopf/Johann Kunz, Baujahr 1912, Ort: Werden, Werdener Markt 1]
  33. Krüssmann, S. 35.
  34. Krüssman, S. 164, Nr. 107 [Haus am Kopstadtplatz, Architekt: Willy Holtgreve, Baujahr 1958, Ort:Zentrum, Kopstadtplatz 12]
  35. Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde im deutschen Sprachraum. Essen (Nordrhein-Westfalen) auf jüdische-gemeinden.de
  36. 36,0 36,1 Denkmalpfad. Synagoge in der Gerswidastraße, auf media.essen.de
  37. 37,0 37,1 Krüssmann, S. 26 [Von der Reform zum Neuen Bauen]
  38. Krüssmann, S. 87, Nr. 30.
  39. Sofern nicht anders ausgewiesen, folgt der folgende Abschnitt dem Kapitel Reformorientierte Netzwerke in Sachen Stadtentwicklung von Krüssmann auf S. 20f.
  40. Krüssmann, S. 23
  41. Krüssmann, S. 17.
  42. Krüssmann, S. 73, Nr. 16 [Ermschergenossenschaft, Architekt: Wilhelm Kreis, Baujahr 1910, Ort: Südviertel, Kronprinzenstraße 24.]
  43. Krüssmann, S. 81, Nr. 24 [Baugewerkeschule, Architekt: Edmund Körner, Baujahr 1911, Ort: Südviertel, Robert-Schmidt Straße 1-3.]
  44. Krüssmann, S. 83, Nr. 26 [Goethegymnasium, Architekten: Hans Tietmann/Karl Wolff/Laurenz Lander/Otto Herold, Baujahr 1912, Ort: Bredeney, Ruschenstraße 1.]
  45. Krüssmann, S. 92, Nr. 35 [Lehrerseminar, Architekt: Albert Erbe, Baujahr 1914, Ort: Huttrop, Seminarstraße 9-13.]
  46. Krüssmann, S. 90, Nr. 33 [Elisabeth-Krankenhaus, Architekten Otto Krämer/Peter Sistenich, Baujahr 1913, Ort: Huttrop, Moltkestraße 61.]
  47. Krüssmann, S. 86, Nr. 29 [Keramikhaus, Architekt: Alfons Stinnesbeck, Baujahr 1912, Ort: Zentrum, Kettwiger Straße 64]
  48. https://gdit.essen.de/webdaten/sta61/Denkmaeler/Foto_Htm_und_pdf/D4501.htm
  49. https://gdit.essen.de/webdaten/sta61/Denkmaeler/Foto_Htm_und_pdf/AK1_Lfd_Nr_963.pdf
  50. Krüssmann, S. 91 [Synagoge, Architekt Edmund Körner, Baujahr 1913, Ort: Zentrum, Steeler Straße 29/Edmund-Körner-Platz 1]
  51. Jüdische Geschichte Essen
  52. Klapheck, S. 5: „Monumentalbau“
  53. Klapheck, S. 6: „Der Schutz des heimischen Orts- und Landschaftsbildes ist auch für eine Synagoge Hauptbedingung“.
  54. 54,0 54,1 https://gdit.essen.de/webdaten/sta61/Denkmaeler/Foto_Htm_und_pdf/D4153.htm
  55. https://gdit.essen.de/webdaten/sta61/Denkmaeler/Foto_Htm_und_pdf/AK1_Lfd_Nr_361.pdf Denkmalliste Essen Eickhaus] auf essen.de
  56. Krüssmann, S. 91 [Eick-Haus, Architekt: Georg Metzendorf, Baujahr 1915, Ort: Zentrum, Kettwiger Straße 1]
  57. Sofern nicht anders ausgewiesen, folgt der folgende Abschnitt dem Kapitel Ein Generalplan für das Zentrum von Krüssmann auf S. 24f.
  58. Krüssmann, S. 24.
  59. 59,0 59,1 59,2 59,3 59,4 59,5 Krüssmann, S. 25
  60. 60,0 60,1 60,2 Krüssmann, S. 26.
  61. Krüssmann, S. 121 [Badedekerhaus, Architekt Ernst Bode, Baujahr 1928, Ort: Zentrum, Kettwiger Straße 35]
  62. Krüssmann, S. 99 [Parkfriedhof, Architekt Ernst Bode, Baujahr 1924, Ort: Huttrop, Am Parkfriedhof.]
  63. Sofern nicht anders ausgewiesen, folgt der folgende Abschnitt dem Kapitel Mentaler und physischer Kahlschlag von Krüssmann auf S. 41f.
  64. Krüssmann, S. 42
  65. Krüssmann, S. 25
  66. Krüssmann, S. 75, Nr. 18.
  67. http://www.derwesten.de/staedte/essen/kaufmannsfamilie-grundmann-flucht-mit-fertighaus-id3418060.html
  68. 68,0 68,1 68,2 68,3 68,4 68,5 68,6 Krüssmann, S. 42.
  69. Krüssmann, S. 42.
  70. Krüssmann, S. 42.
  71. Ute Reuschenberg: Peter Friedrich Schneider (1901–1981). Architekt der Rüstung und des Wiederaufbaus an Rhein und Ruhr. Eine Annäherung. In: Denkmalpflege im Rheinland, 30. Jahrgang 2013, Nr. 1, S. 15.
  72. vgl. Krüssmann, S. 42.
  73. Sofern nicht anders ausgewiesen, folgt der folgende Abschnitt dem Kapitel Reparationen, Inflation, Ruhrkampf von Krüssmann auf S. 23f.
  74. Krüssmann, S. 24.
  75. Krüssmann, S. 24.
  76. Krüssmann, S. 38.
  77. Krüssmann, S. 38.
  78. Krüssmann, S. 38.
  79. Krüssmann, S. 39-40.
  80. Ehemaliges Gau-Ehrenmal, Essen, Emil Fahrenkamp auf bildindex.de
  81. Ehemaliges Gau-Ehrenmal auf deutsche-digitale-Bibliothek.de
  82. Krüssmann, S. 40.
  83. Krüssmann auf S. 43
  84. 84,0 84,1 Krüssmann, S. 47.
  85. Krüssmann, S. 143, Nr. 86 [Amerikahaus (Europahaus), Architekt: Hermann Gehring, Baujahr 1952, Ort: Zentrum, Kennedyplatz 7]
  86. Deutsches Architektur-Forum > Architektur, Städtebau und Bauwesen: Regionale Themen > Essen: damals und heute : „1951-1952 Amerika-Haus Ruhr – Europahaus - Kennedyhaus (Hermann Gehring)“
  87. Krüssmann, S. 142, Nr. 85 [Grillo-Theater, Architekt: Heinrich Seeling, Baujahr 1892, Ort: Zentrum, Theaterplatz 11]
  88. Krüssmann, S. 39-40.
  89. Krüssmann, S. 39.
  90. Krüssmann, S. 33.
  91. https://gdit.essen.de/webdaten/sta61/Denkmaeler/Foto_Htm_und_pdf/D885.htm
  92. Krüssmann, S. 107, Nr. 50. [Hauptpost, Architekt: Wilhelm Hoeltz, Baujahr 1924, Ort: Zentrum, Hachestraße 2.]
  93. Krüssmann, S. 110 Nr. 53 [Südwestfriedhof, Architekt Ernst Bode, Baujahr 1926, Ort: Fulerum, Fulerumer Straße 15.]
  94. Krüssmann, S. 108 [Kirche Heilige Schutzengel, Architekt: Edmund Körner, Baujahr 1925, Ort: Frillendorf, Auf der Litten 67.]
  95. Krüssmann, S. 102, Nr. 45. [Wasserturm Frillendorf, Architekt: Edmund Kröner, Baujahr 1925, Ort: Frillendorf, Ernestinenstraße 253.]
  96. https://gdit.essen.de/webdaten/sta61/Denkmaeler/Foto_Htm_und_pdf/AK1_Lfd_Nr_224.pdf
  97. Krüssmann, S. 107, Nr. 50. [Haus der Technik (HdT), Architekt: Edmund Körner, Baujahr 1925, Ort: Zentrum, Hollestraße 1.]
  98. http://kg.ikb.kit.edu/bilder/rings_3gross.jpg
  99. http://kg.ikb.kit.edu/arch-exil/438.php
  100. 100,0 100,1 https://gdit.essen.de/webdaten/sta61/Denkmaeler/Foto_Htm_und_pdf/D3354.htm
  101. Sofern nicht anders ausgewiesen, folgt das Kapitel Neues Bauen / Neue Sachlichkeit dem Kapitel Heimliche Architekturhauptstadt Essen von Krüssmann auf S. 33f.
  102. 102,0 102,1 102,2 102,3 Krüssmann, S. 33 [Heimliche Architekturhauptstadt Essen].
  103. Krüssmann, S. 34 [Jüdisches Jugendhaus (Erich Mendelsohn) […].].
  104. Krüssmann, S. 641.
  105. Krüssmann, S. 122, Nr. 65 [Deutschlandhaus, Architekt: Jacob Koerfer, Baujahr 1929, Ort:Zentrum, Lindenallee 10]
  106. Krüssmann, S. 119, Nr. 62 [Allbauhaus I, Architekt: Ernst Knoblauch, Baujahr 1928, Ort: Zentrum, Pferdemarkt 5.]
  107. Mit dem Allbau zog die Einheitspreis AG ein, 12. Juli 2013 auf lokalfieber.de
  108. http://lokalfieber.de/wp-content/uploads/2014/02/Allbauhaus.jpg
  109. Günter Streich:Die Börse der schwarzen Diamanten. Ruhrkohle in Essen - Geschichte und Geschichten, Essen 1996, S. 69.
  110. Günter Streich:Die Börse der schwarzen Diamanten. Ruhrkohle in Essen - Geschichte und Geschichten, Essen 1996, S. 86.
  111. Zeichnung - Ruhrkohlehaus Essen auf www.auberg.de
  112. Krüssmann, S. 119, Nr. 62 [Krankenhaus Lazarettstraße, Architekt: Emil Jung, Baujahr 1937, Ort: Zentrum, Lazarettstraße 7.]
  113. Krüssmann, S. 125, Nr. 68 [Krankenhaus Lazarettstraße, Architekt: Alfred Fischer, Baujahr 1929, Ort: Südviertel, Kronprinzenstraße 35.]
  114. https://gdit.essen.de/berichte/denkmaeler_bericht.php?denkid=1582
  115. Krüssmann, S. 22
  116. Krüssmann, S. 129 Nr. 72 [Gemarhaus, Architekt: Hans Schäfer, Baujahr 1930, Ort: Holsterhausen, Gemarkenstraße 35]
  117. GEMAR-Haus Bild auf duven.de
  118. Gemar-Haus Bild auf derwesten.de
  119. „Ein Glücksfall, dass dieses Gebäude noch steht“, 29.03.2014
  120. Sofern nicht anders ausgewiesen, folgt der folgende Abschnitt dem Kapitel Verlorene Architektur-Preziosen von Krüssmann auf S. 34f.
  121. Krüssmann, S. 34f.
  122. I. Wittig: Otto-Bartning-Werkdatenbank. - Melanchthonkirche (umgesetzte Stahlkirche) auf http://www.otto-bartning.de
  123. Essen-Holsterhausen: ehem. Melanchthonkirche (1928)
  124. Krüssmann, S. 113 [Privathaus und Atelier Körner, Architekt Edmund Körner, Baujahr 1928, Ort Huttrop, Moltkestraße 50]
  125. Krüssmann, S. 119, Nr. 62 [Stadtbad Altenessen, Architekt: Ernst Bode, Baujahr 1930, Ort: Altenessen, Altenessener Straße 393.]
  126. https://gdit.essen.de/berichte/denkmaeler_bericht.php?denkid=36
  127. https://gdit.essen.de/webdaten/sta61/Denkmaeler/Foto_Htm_und_pdf/D36.htm
  128. https://gdit.essen.de/webdaten/sta61/Denkmaeler/Foto_Htm_und_pdf/AK1_Lfd_Nr_223.pdf
  129. Krüssmann, S. 131 [Jüdische Trauerhalle Parkfriedhof]


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