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Aquitanium

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System Serie Stufe ≈ Alter (mya)
höher höher höher jünger
Neogen Pliozän Piacenzium 3,6–2,588
Zancleum 5,333–3,6
Miozän Messinium 7,246–5,333
Tortonium 11,62–7,246
Serravallium 13,82–11,62
Langhium 15,97–13,82
Burdigalium 20,44–15,97
Aquitanium 23,03–20,44
tiefer tiefer tiefer älter

Das Aquitanium (im deutschen Sprachgebrauch meist zu Aquitan verkürzt oder als Aquitan-Stufe bezeichnet) ist in der Erdgeschichte die unterste chronostratigraphische Stufe des Miozäns (Neogen). Die Stufe umfasst in absoluten Zahlen (geochronologisch) den Zeitraum von etwa 23,03 bis etwa 20,44 Millionen Jahren. Die Stufe kommt nach dem Chattium und wird vom Burdigalium gefolgt.

Namensgebung und Geschichte

Der Name der Stufe leitet sich vom lateinischen Namen der Aquitaine (Frankreich) her. Stufe und Name wurde vom schweizerischen Geologen und Paläontologen Karl Mayer-Eymar 1853 in die wissenschaftliche Literatur eingeführt.

Definition und GSSP

Die untere Grenze der Stufe wird durch mehrere Ereignisse charakterisiert: Basis der magnetischen Polaritäts-Chronozone C6Cn.2n, Erstauftreten der Foraminiferen-Art Paragloborotalia kugleri und durch das Aussterben der kalkigen Nannoplankton-Art Reticulofenestra bisecta (Basis der Nannoplankton-Zone NN1). Das Ende wird durch das Erstauftreten der Foraminiferen-Art Globigerinoides altiaperturus bzw. die obere Grenze der magnetischen Polaritäts-Chronozone C6An definiert. Das von der Internationalen Kommission für Stratigraphie festgelegte Referenzprofil (GSSP = Global Stratotype Section and Point) ist das Lemme-Carrosio-Profil in der Nähe von Carrosio, nördlich von Genua in Italien.

Literatur

  • Felix Gradstein, Jim Ogg, Jim & Alan Smith: A Geologic timescale. Cambridge University Press 2004 ISBN 978-0-521-78673-7
  • Karl Mayer-Eymar: Versuch einer neuen Klassifikation der Tertiär-Gebilde Europa’s. Verhandlungen der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft . (Jahresversammlung in Trogen, 17.–19. August 1857), S. 70–71 et 165–199, Tabelle Basel 1858.
  • Hans Murawski & Wilhelm Meyer: Geologisches Wörterbuch. 10., neu bearb. u. erw. Aufl., 278 S., Enke Verlag, Stuttgart 1998 ISBN 3-432-84100-0.
  • F. F. Steininger, M. P. Aubry, W. A. Berggren, M. Biolzi, A. M. Borsetti, J. E. Cartlidge, F. Cati, R. Corfield, R. Gelati, S. Iaccarino, C. Napoleone, F. Ottner, F. Rogl, R. Roetzel, S. Spezzaferri, F. Tateo, G. Villa und D. Zevenboom: The Global Stratotype Section and Point (GSSP) for the base of the Neogene. Episodes, 20(1): 23-28 Beijing 1997 ISSN 0705-3797 .

Weblinks

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Aquitanium aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.