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Aqarquf

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Aqarquf (Erde)
Aqarquf
Aqarquf
Erde
Die Zikkurat von Aqarquf

Aquarquf (oder Agarquf, Aqar Quf, Tell-'Abyad) liegt etwa 30 km westlich von Bagdad. Hier befand sich das Mitte des zweiten Jahrtausends v. Chr. während der Periode der Kassiten von Kurigalzu I. gegründete Dur Kurigalzu (KUR-TI). Es war die Hauptstadt der kassitischen Könige von Babylonien.

Ausgrabungen

Die Stadt wurde in den 1940er Jahren durch das Directorate General of Antiquities unter Leitung von Tahar Baqir ausgegraben.

Ausgegraben wurde eine große Sammlung von Schrifttafeln, ein Tempelbezirk und ein Palastkomplex. Neben zahlreichen Objekten aus Metall und Tonwaren entdeckte man eine Sammlung gebrannter Lehmstatuen. Diese zeigen nackte weibliche Figuren, die vermutlich mit dem Kult von Ištar in Verbindung stehen, Köpfe von Männern, unter diesen einen gut modellierten bärtigen Kopf, der verschiedenfarbig bemalt ist, Figuren kniender Beter, Figuren von ihren Welpen säugenden Hunden, einige mit Inschriften mit Beschwörungen von Gula, der Göttin der Heilkunst. Steinerne Ornamenten, aber auch solche mit Gold, Silber und Lapislazuli wurden gefunden. Drei Fresken aus dem 14. Jahrhundert v. Chr., die menschliche Figuren zeigen, fand man an einer Wand des Enlil-Tempels. Der Palast H enthielt Wandmalereien, die in roten, kobaltblauen, preußischblauen, gelben, weißen und schwarzen Pigmenten ausgeführt waren. Die Malereien haben Parallelen in Nuzi (15. Jahrhundert) und in Kar-Tukulti-Ninurta (13. Jahrhundert.). An den Türdurchgängen durch die außerordentlich dicken Wände befanden sich Prozessionsdarstellungen. Reste dieser Malereien wurden im Irak-Museum in Bagdad aufbewahrt.

Die Zikkurat ist heute noch ca. 57 Meter hoch und teilweise rekonstruiert.

Verwaltung

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Enlil-bānī, Nachfahre des Amilatum, šandabakku von Nippur war raba'num von KUR-TI. Auf einem tönernen Kudurru (Grenzstein mit Inschrift) des Kuri-galzu I. wird er ebenfalls als nešakku genannt. Vermutlich war er unter diesem Herrscher auch šandabakku von Nippur und raba'num von KUR-TI. Sein Nachfolger unter Burna-buriaš II. wurde Ninurta-nadin-ahhe, den die meisten Forscher für seinen Sohn halten. Dessen Nachfolger war Enlil-kidinni, der auch unter den drei folgenden Herrschern belegt ist.

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Literatur

  • Directorate General of Antiquities, Ministry of Information: Guide-Book to the Iraq Museum. 3. Auflage. Baghdad, Republic of Iraq 1976.
  • A. Poebel: The city of Esa (Dur-Kurigalzu). In: Assyriological Studies. Band 14, 1947, S. 1–22.
  • Yoko Tomabechi: Wall paintings from Dur Kurigalzu. In: Journal of Near Eastern Studies. Band 42, Nr. 2, 1983, S. 123–131.
  • Tahar Baqir: Iraq Government Excavations at 'Aqar Quf: Second Interim Report, 1943–1944. Iraq Supplement 1945.
  • Tahar Baqir: Iraq Government Excavations at 'Aqar Quf: Third Interim Report, 1944–45. Iraq 8, 1946.

Weblinks

  • Aqarquf und einige Bilder auf den folgenden Seiten.
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