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Anton Yelchin

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Anton Yelchin (2011)
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Anton Yelchin (2008)

Anton Viktorovich Yelchin (russisch Антон Викторович Ельчин, Anton Wiktorowitsch Jeltschin; geb. 11. März 1989 in Leningrad, Sowjetunion; gest. 19. Juni 2016 in Los Angeles, Kalifornien[1]) war ein US-amerikanischer Filmschauspieler russisch-jüdischer Herkunft.

Leben

Yelchin war das einzige Kind von Irina, geb. Korina, und Viktor Yelchin, die in die Vereinigten Staaten auswanderten, als Anton sechs Monate alt war. Seine Eltern sind ein ehemaliges professionelles Eiskunstlaufpaar.[2]

Sein Filmdebüt gab Yelchin 2000 im Alter von elf Jahren in dem Independent-Film A Man Is Mostly Water von Fred Parnes und sein Seriendebüt in einer Episode von Emergency Room – Die Notaufnahme. Für seine Rolle in Hearts in Atlantis gewann er 2002 den Young Artist Award. Von da an stand Yelchin, zu dessen Hobbys Schachspielen zählte, in zahlreichen Spielfilmen und Fernsehserien vor der Kamera.

Seine erste Hauptrolle übernahm er 2007 in Charlie Bartlett an der Seite von Robert Downey junior, Hope Davis und Kat Dennings. 2009 spielte Yelchin in Star Trek die Rolle des Navigationsoffiziers Pavel Chekov, im Original verkörpert von Walter Koenig. Im selben Jahr folgte die Rolle als Kyle Reese in der Fortsetzung der Terminator-Reihe Terminator: Die Erlösung. 2013 war er erneut als Pavel Chekov in Star Trek Into Darkness zu sehen.

Yelchin starb am 19. Juni 2016 im Alter von 27 Jahren an den Folgen eines Unfalls. Er wurde auf seinem Grundstück in Studio City (ein Stadtteil von Los Angeles im San Fernando Valley) von seinem eigenen zurückrollenden Auto am Tor der Garageneinfahrt erdrückt.[3]

Posthumes

Die Premiere von Star Trek Beyond soll im Juli 2016 gefeiert werden. Yelchin hatte in diesem Film zum dritten mal Pavel Chekov gespielt. Sein Schauspielkollege John Cho äußerte sich nach seinem Tod so: „Ich habe Anton Yelchin so sehr geliebt. Er war ein wahrer Künstler – neugierig, schön, mutig. Ein großartiger Freund und Sohn. Ich bin zerstört.“ Seine Kollegin Anna Kendrick meinte: „Das ist unwirklich. Anton Yelchin war so ein Talent. So ein großer Verlust.“[4]

Jeremy Saulnier, der Regisseur des Films Green Room, in dem Yelchin die Hauptrolle übernommen hatte und der der letzte Film war, der zu seinen Lebzeiten veröffentlicht wurde, sagte nach seinem Tod: „Er legte nicht nur eine feine Balance zwischen einer tragischen Verletzlichkeit und einer starken Körperlichkeit in die Rolle, sondern zeigte auch abseits der Dreharbeiten seine unendliche Großzügigkeit und Geduld.“[5]

Yelchin hinterließ eine Reihe von fertig gedrehten, noch nicht veröffentlichten Filmen und Serien. In der Netflix-Zeichentrickserie Trollhunters von Guillermo del Toro, die ab Dezember 2016 ausgestrahlt werden soll, hatte er die Synchronsprecherrolle der Hauptfigur Jim übernommen. Beendet hatte er auch die Dreharbeiten zu dem Psychothriller Thoroughbred, zu dem Science-Fiction-Film Rememory, zu dem Familiendrama We Don’t Belong Here und zu dem romantischen Filmdrama Porto.[6] Nur Wochen vor seinem Tod war bekannt geworden, dass Yelchin auch für eine Hauptrolle in der Serie Mr. Mercedes, die ab 2018 ausgestrahlt werden sollte, vorgesehen war.[7] Dabei handelt es sich um eine Adaption des gleichnamigen Romans von Stephen King. Yelchin sollte darin die Rolle des psychisch kranken Mercedes-Fahrers Brady Hartsfield übernehmen.

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen

Nominiert für drei Young Artist Awards, gewann Yelchin 2002 eine der Auszeichnungen für seine Performance in Hearts in Atlantis. Als Mitglied des Star-Trek-Ensembles wurde er 2009 mit dem BSFC-Award und dem DFCS-Award ausgezeichnet. 2011 erhielt er im Rahmen der Hollywood Film Awards den Spotlight Award für seine Darstellung des Jacob in Like Crazy (2011). Für denselben Film wurde er ebenfalls 2011 beim Hamptons International Film Festival ausgezeichnet. Als bester Schauspieler gewann Yelchin 2014 beim Chicago International Film Festival den Silver Hugo für die Verkörperung von Quentin in Rudderless (2014).

Weblinks

 Commons: Anton Yelchin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ‘Star Trek’ Star Anton Yelchin Dead After Freak Accident. tmz.com, 19. Juni 2016 (englisch).
  2. Libby Slate: Former Soviet Skate Stars Top Bill at Knott’s. Los Angeles Times, 22. Dezember 1989, abgerufen am 20. Juni 2016: „Then too there was religious and political oppression. In 1972, as the nationally third-ranked pair team, they qualified for the Olympics but were not permitted to go because of their religion.“
  3. Kate Mather, Cindy Chang, Matt Hamilton: Anton Yelchin, actor in ‘Star Trek’ films, dies in freak car accident at age 27. Los Angeles Times, 19. Juni 2016, abgerufen am 19. Juni 2016 (englisch).
    „Star Trek“-Star: Schauspieler Anton Yelchin stirbt bei Autounfall. Spiegel Online, 20. Juni 2016.
  4. Chekov tot. Vom eigenen Auto zerquetscht: 'Star Trek'-Star Anton Yelchin stirbt mit 27 Jahren In: Focus Online, 19. Juni 2016.
  5. 'Green Room' Director Remembers Anton Yelchin In: indiewire.com, 20. Juni 2016.
  6. Dave McNary: Anton Yelchin Leaves Behind Several Unreleased Films, TV Series In: Variety, 19. Juni 2016.
  7. 'Mr. Mercedes' Series, Starring Brendan Gleeson, Anton Yelchin, Lands at Audience Network In: The Hollywood Reporter, 25. Mai 2016.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Anton Yelchin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.