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Anne Wizorek

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Anne Wizorek (* 1981 in Rüdersdorf)[1] ist eine deutsche Medienberaterin und Netzfeministin,[2][3] die durch ihre Twitter-Aktion #aufschrei (sprich: „Hashtag Aufschrei“) im Jahr 2013 bekannt wurde.

Leben

Anne Wizorek ist Tochter einer Maschinenbauingenieurin.[4] Sie studierte Neuere deutsche Literatur und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin und Skandinavistik an der Humboldt-Universität zu Berlin,[5] beendete das Studium aber nicht.

Wizorek im Netz und auf Twitter

Wizorek ist seit 2008 unter dem Account „@marthadear“ auf Twitter aktiv, seit 2013 betreibt sie den Blog „kleinerdrei“.[6]

In der Nacht vom 24. auf den 25. Januar 2013 initiierte sie zusammen mit anderen Feministinnen den Hashtag #aufschrei, um unter diesem Schlagwort Erfahrungen mit Sexismus und sexueller Gewalt gegen Frauen zu sammeln und sichtbar zu machen. Die Hashtag-Aktion wird fälschlicherweise oft als Reaktion auf den am selben Tag im Stern erschienenen Artikel Der Herrenwitz der Journalistin Laura Himmelreich verstanden. Hierbei handelt es sich jedoch um einen zeitlichen Zufall,[7] der wiederum die mediale Debatte um Alltagssexismus vorantrieb. Am 21. Juni 2013 wurde #aufschrei als erster Hashtag mit dem Grimme Online Award in der Kategorie „Spezial“ ausgezeichnet.[8]

Neben Begeisterung[9][10] hat die Aktion auch Kritik[11] hervorgerufen. Unter anderem bezeichnete Bundespräsident Joachim Gauck die Debatte als „Tugendfuror“.[12] Dafür wurde er von Wizorek und anderen Aktivistinnen in einem offenen Brief[13] kritisiert.

Buchveröffentlichung und Kontroverse

Im Oktober 2014 veröffentliche Wizorek das Buch Weil ein Aufschrei nicht reicht: Für einen Feminismus von heute.[14] Das Buch löste eine medial geführte Kontroverse aus.[15][10] Wizorek forderte ihre Anhängerschaft auf Twitter dazu auf, ihr Buch auf Amazon positiv zu rezensieren und kritische Rezensionen, für die sie „Maskus“ (Maskulisten) verantwortlich machte, als nicht hilfreich zu bewerten.[16]

Weblinks

 Commons: Anne Wizorek – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Mein Feminismus ist ostdeutsch. In: Zeit Magazin, 7. September 2014
  2. Biographie, private Homepage
  3. Hannah Beitzer: Männer, ihr habt doch ein Gehirn! Süddeutsche Zeitung vom 11. Februar 2013. Abgerufen am 3. März 2015.
  4. Sabin Rennefanz: Die Frau hinter dem Twitter-Aufschrei In: Frankfurter Rundschau vom 30. Januar 2013.
  5. Anne Wizorek, hart aber fair, Website DasErste.de, abgerufen am 6. März 2015.
  6. kleinerdrei.org – Was uns am Herzen liegt
  7. Anne Wizorek: Was ihr schon immer über #aufschrei wissen wolltet und bisher auch zu fragen wagtet – Ein FAQ-Versuch Auf: kleinerdrei.org.
  8. Hannah Beitzer: Eine Aktion, an der Trolle verzweifeln In: Süddeutsche.de vom 22. Juni 2013. Abgerufen am 19. Oktober 2014.
  9. Gabriela M. Keller: Die stille Aufrührerin In: taz.de vom 13. Februar 2013. Abgerufen am 19. Oktober 2014.
  10. 10,0 10,1 Knallhart-Auftritt bei Jauch In: Bild.de vom 28. Januar 2013. Abgerufen am 19. Oktober 2014.
  11. Birgit Kelle: Dirndlgate und was Voltaire dazu sagt In: TheEuropean.de vom 7. Februar 2013. Abgerufen am 19. Oktober 2014.
  12. Georg Mascolo, Konstantin von Hammerstein: „Ich übe noch“, Interview mit Joachim Gauck, in: Der Spiegel. 10/2013 (4. März 2013), abgerufen am 6. März 2015.
  13. Offener Brief anlässlich der Sexismus-DebatteOffener Brief anlässlich der Sexismus-Debatte vom 3. März 2013.
  14. Heide Oestreich: Feminismus? Fuck, yeah! In: taz.de vom 3. Oktober 2014.
  15. Kester Schlenz: Die Erkenntnis aus #aufschrei? "Sexismus existiert" In: stern.de vom 25. September 2014.
  16. Franziska Mozart: Anne Wizorek bettelt auf Twitter um positive Buch-Rezensionen In: wuv.de vom 6. Oktober 2014.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Anne Wizorek aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.