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Anna Wintour

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Anna Wintour (2009)

Anna Wintour, OBE (* 3. November 1949 in London) ist seit dem Jahr 1988 Chefredakteurin der US-amerikanischen Ausgabe der Vogue und somit die wohl einflussreichste Frau in der Modebranche. Ihre Karriere begann sie 1970 bei der Zeitschrift Harper’s Bazaar. 1986 wurde sie Redakteurin der britischen Vogue, 1987 der House and Garden.

Familie und Kindheit

Anna Wintour ist die Tochter von Charles Vere Wintour, dem ehemaligen Herausgeber des Evening Standard und Eleanor („Nonie“) Trego Baker, der Tochter eines Harvard-Jura-Professors. Das Paar war von 1940 bis 1979 verheiratet. Aus der Ehe stammen vier weitere Geschwister: James Charles, Generaldirektor des Gravesham Borough Council, Nora Hilary, Direktorin der Public Services International in Genf und Patrick Walter, Politikjournalist und politischer Herausgeber der britischen Tageszeitung The Guardian. Anna Wintours ältester Bruder, Gerald Jackson Wintour, starb als Kind.

Anna Wintours Stiefmutter ist die Journalistin Audrey Slaughter, Gründerin der Zeitschriften Honey und Petticoat.

Im Herbst 2007

Karriere

Anna Wintour besuchte die North London Collegiate School, die sie mit 16 Jahren verließ. Sie entschied sich, nicht aufs College zu gehen, sondern machte eine Ausbildung bei Harrods in London.

Ihre Karriere als Mode-Journalistin begann sie 1970, als „Harper’s Bazaar“ kurzzeitig mit „Queen“ zu „Harpers & Queen“ fusionierte. Dort baute sie neue, innovative Locations für Aufnahmen auf. Beispielsweise stellte sie Werke Renoirs und Monets mit Models in Go-Go-Stiefeln nach. Nach einer kurzen Zeit bei einem Magazin namens „Savvy“ beschloss Wintour 1975 eine Nachwuchs-Moderedakteurin bei „Harper’s Bazaar“ in New York zu werden.

1986 wurde sie Redakteurin der britischen Vogue und von „House & Garden“ im folgenden Jahr.

Unter ihrer Führung konzentrierte sich die amerikanische Vogue wieder ausschließlich auf Mode. Die Septemberausgabe 2007 hatte einen Umfang von 832 Seiten und war damit das seitenstärkste monatlich veröffentlichte Magazin, das bis dahin erschienen ist.

Wintour ist auch verantwortlich für die Einführung der drei Schwester-Magazine: „Teen Vogue“, „Vogue Living“ und „Men's Vogue“. Ihr Engagement, das maßgeblich für den Erfolg des Magazines verantwortlich war, verhalf ihr zum Titel „Editor of the Year“.

Einfluss auf die Modebranche

Anna Wintour wird oftmals als die einflussreichste Frau der Mode-Branche bezeichnet[1], sie setzt Trends und fördert neue Designer. Sie entscheidet, welche Designer in der Vogue erscheinen. „The Guardian“ nannte sie „unofficial mayoress of New York City“ - also „die inoffizielle Bürgermeisterin New Yorks“. Sie hat großen Anteil am Erfolg von Designern wie John Galliano (Christian Dior) oder Michael Kors.

Privatleben

Im Jahr 1984 heiratete sie den Kinder-Psychologen David Shaffer und bekam mit ihm zwei Kinder. Das Paar ließ sich 1999 scheiden.

Wintour ist Kuratorin des „Metropolitan Museum of Art“ in New York. Sie gründete außerdem den „CFDA/Vogue Fund“, um unbekannte Designer zu fördern.

Trivia

Der Bestseller „The Devil wears Prada“ (dt. 'Der Teufel trägt Prada') von Lauren Weisberger soll auf den Erfahrungen der Autorin als persönliche Assistentin von Anna Wintour basieren. Das Buch wurde 2006 mit Meryl Streep als Miranda Priestly, die Wintour verkörpern soll, und Anne Hathaway in der Position von Lauren Weisberger verfilmt.

Der Dokumentarfilm „The September Issue“ von R.J. Cutler (Premiere: 2009) beschäftigt sich mit der Entstehung der Vogue-Ausgabe September 2007 – mit einem Gewicht von fast fünf Pfund die größte Einzelausgabe eines Magazins, die je veröffentlicht wurde. Der Film zeigt neben Einblicken in den hektischen Berufsalltag der Modewelt auch persönliche, stille Momente im Leben von Anna Wintour und ihrer langjährigen Kreativ-Chefin Grace Coddington.

Zitate

„Never wear tights! Never! (Tragen Sie niemals Strumpfhosen! Niemals!)“

Anna Wintour: Chefredakteurin Vogue USA

„Who would ever say never? That would be ridiculous. (Wer würde jemals nie sagen? Das wäre lächerlich.)“

Anna Wintour: Chefredakteurin Vogue USA

Literatur

  • Jerry Oppenheimer: Front Row: Anna Wintour. The Cool Life and Hot Times of Vogue's Editor in Chief. St. Martin's Press, New York 2005, ISBN 0-312-32310-7

Weblinks

 Commons: Anna Wintour – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Anna Wintour aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.