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Anita Müller-Cohen

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Anita Müller-Cohen (auch Anitta, geb. Rosenzweig; geb. 6. Juni 1890 in Wien; gest. 29. Juni 1962 in Tel Aviv) war Sozialarbeiterin und Politikerin.

Sie organisierte im Ersten Weltkrieg wesentliche Teile der sozialen Fürsorge in Wien (Wöchnerinnen-, Kinder-, Mittelstands-, Gefährdetenhilfe), später in der Bukowina und in Galizien das jüdische Hilfswerk. Danach sorgte sie für unterernährte Kinder in Europa, engagierte sich für die Adoption russischer Pogromopfer und Erholungsreisen für 12.000 Kinder.

1919 in den Wiener Gemeinderat gewählt, schuf sie 1926 ein Jüdisches Zentrum mit Rechtsberatung und Jugendclubs.

1936 ging sie nach Palästina, wo sie unter anderem als Vorsitzende der religiös-zionistischen Misrachi-Frauenbewegung und als Vorsitzende der Hitachdut Olej Austria (HOA, Verein der Österreichischen Einwanderer) wirkte.

Nach ihr benannt ist das 1966 eröffnete Anita-Müller-Cohen Elternheim in Tel Aviv (Ramat Chen).

Sie schrieb u. a.: 10 Jahre Arbeit (1924).

Literatur

  • Meir Marcell Faerber: Anitta Müller-Cohen (1890-1962). In: ders., Österreichische Juden, Aspekto-Verlag, Klagenfurt 1996 (= Edition Mnemosyne, 3), S. 95-96
  • Dieter J. Hecht: Zwischen Feminismus und Zionismus: die Biografie einer Wiener Jüdin. Anitta Müller-Cohen (1890 - 1962). Böhlau, Wien / Köln / Weimar 2008 (= L'homme: Schriften, 15), Buch und CD mit Tonaufzeichnung einer Rede über den Keren Kajemet le-Israel im Jahr 1925

Andere Wikis


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