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Andrei Broder

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Andrei Zary Broder (geb. 1953 in Rumänien) ist ein israelisch-US-amerikanischer Informatiker, der sich mit Suchmaschinen und dazu benötigten Algorithmen befasst. Er ist bei Google und Google Distinguished Scientist.

Broder studierte am Technion mit dem Bachelor-Abschluss summa cum laude und wurde 1985 bei Donald Knuth an der Stanford University promoviert.

Er war bei IBM Research, wo er Distinguished Engineer wurde und Chief Technical Officer (CTO) des Institute for Search and Text Analysis von IBM. Danach ging er zu AltaVista, wo er Vizepräsident für Forschung war, und danach (2005) als Research Fellow und Vizepräsident für Computational Advertising zu Yahoo, bevor er 2012 zu Google wechselte.

Bei dem Problem Webseiten mit ähnlichem Inhalt zu identifizieren (und allgemein eng verwandte Dokumente) führte er 1997/98 eine neue Hashing-Technik ein (Locality Sensitive Hashing, LSH) über Minhash-Funktionen[1][2]. Das wurde von Piotr Indyk und Rajeev Motwani mit weiteren Hash-Funktionen erweitert, wobei sie dafür Nearest-Neighbor-Suchalgorithmen mit sub-linearer Antwortzeit fanden, und Moses S. Charikar fand eine weitere Gruppe sehr effizienter LSH-Funktionen (Simhash-Funktionen). Die Methoden fanden weite Anwendung in der Informatik (Computer-Sehen, Data Mining, Datenbanken, Maschinenlernen, Signalverarbeitung).

Broder soll bei AltaVista einer der Ersten gewesen sein, der ein Captcha einführte.

Er veröffentlichte über 100 Arbeiten und hält 39 US Patente (2013).

2012 erhielt er mit Moses S. Charikar und Piotr Indyk den Paris-Kanellakis-Preis für LSH. 2007 wurde er Fellow der Association for Computing Machinery (ACM) und er ist Fellow der IEEE. Broder ist Mitglied der National Academy of Engineering.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Broder On the resemblance and containment of documents, Compression and Complexity of Sequences: Proceedings, Positano, Amalfitan Coast, Salerno, Italien, 11.-13. Juni, 1997, IEEE, S. 21–29
  2. A. Z. Broder, M. Charikar, A. M. Frieze, M. Mitzenmacher Min-wise independent permutations, Proceedings of the thirtieth annual ACM symposium on Theory of computing, 1998, S. 327–336


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