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Andreas Zick

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Andreas Zick (* 27. Februar 1962 in Essen) ist ein deutscher Sozialpsychologe. Er ist Professor für Sozialisation und Konfliktforschung und leitet das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld.

Leben

Zick studierte nach dem Abitur 1984 Psychologie und evangelische Theologie an der Ruhr-Universität Bochum (Diplom-Psychologe 1988). Von 1990 bis 2003 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Assistent am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Bergischen Universität Wuppertal und leitete von 2004 bis 2006 das Projekt „Group‐focused Enmity in Europe“. 1996 wurde er an der Fakultät für Psychologie der Philipps-Universität Marburg mit der Dissertation Vorurteile und Rassismus. Eine sozialpsychologische Analyse zum Dr. rer. nat. promoviert.

2006–2007 vertrat er die Professur für Sozialpsychologie an der Technischen Universität Dresden und 2007–08 eine Professur an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 2009 habilitierte er sich in Psychologie an der Philosophischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit der Arbeit Sozialpsychologie der Akkulturation. Neufassung eines Forschungsbereiches.

Nachdem er 2008 eine W3-Professur für Sozialisation und Konfliktforschung an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld erhalten hatte, wurde er 2013 Direktor des dortigen Instituts für Interdisziplinäre Konflikt‐ und Gewaltforschung (IKG). Zick forscht intensiv zu Diskriminierung, Gewalt, Menschenfeindlichkeit und Vorurteilen. Er war in diesem Bereich für zahlreiche Projekte u. a. des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, der Fachhochschule Köln, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Amadeu Antonio Stiftung verantwortlich.

Gemeinsam mit Ulrich Wagner leitet er das Graduiertenkolleg Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Er ist Stiftungsrat der Amadeu Antonio Stiftung (Vorsitzender) und der Freudenberg Stiftung sowie wissenschaftlicher Beirat für „Konflikte und Gewalt im Fußball“ des Ligaverbandes, Kuratoriumsmitglied der Civis Medienstiftung und Mitglied des Rates für Migration. Darüber hinaus gehört(e) er den Expertenräten der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention und des „Dialogs über Deutschland“ (Bundeskanzleramt) an.

Zick ist ferner Mitglied der Editorial Boards u. a. der Zeitschrift für Sozialpsychologie, des Journals Terrorism Research, des Journals Drustvena istrazivanja, des Journal for the Study of Antisemitism und des International Journal of Conflict and Violence. Er ist Reihenherausgeber von „Jugend und Gewalt“ im Juventa Verlag und von „Politische Psychologie/Political Psychology“ im VS Verlag.

Er ist Autor von Büchern (in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung), steuerte Beiträge zur Studie „Deutsche Zustände“ von Wilhelm Heitmeyer bei und veröffentlichte u. a. in Journal of Social Issues und Journal of Personality and Social Psychology.

Schriften (Auswahl)

Weblinks


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Andreas Zick aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.