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Andreas Herczog

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Andreas Herczog am Rednerpult des Nationalrats (1986)

Andreas Herczog (geboren am 11. Februar 1947 in Budapest;[1] gestorben am 12. September 2021;[2] heimatberechtigt in Liestal[1]) war ein Schweizer Politiker (POCH, SP) und Städteplaner ungarisch-jüdischer Herkunft. Er war von 1979 bis 1999 für den Kanton Zürich Mitglied des Nationalrats.

Leben

Herczog kam 1956 im Kindesalter als Flüchtling nach dem ungarischen Volksaufstand in die Schweiz. Er studierte an der ETH Zürich Architektur.[3]

Herczog begann seine politische Karriere 1968 in der SP, trat aber im selben Jahr in die POCH über.[4] Er wurde 1974 in den Gemeinderat der Stadt Zürich gewählt; 1978 trat er daraus zurück. 1975 wurde er in den Kantonsrat des Kantons Zürich gewählt; 1979 wurde er nicht wiedergewählt.[5] 1979 wurde er in den Nationalrat gewählt, wo er für zwanzig Jahre Mitglied blieb. Nach der Auflösung der POCH kehrte er 1991 zur SP zurück. 1999 trat er nicht mehr an.[4]

1976 unterzeichneten Schweizer Linke um Andreas Herczog und SP-Nationalrat Jean Ziegler einen internationalen Appell, der eine Wiedervereinigung Koreas nach den «Prinzipien» Kim Il-sungs verlangte.[6]

Als Pionier des Städtebaus wirkte Herczog anlässlich der Überbauung West-Side auf dem einstigen Steinfels-Areal im Zürcher Stadtkreis 5, wo er mit seinem Architekturbüro einen Prototyp für die Umnutzung der ehemalige Fabrikareale entwickelte. 2002 wurde der Wohnkomplex einschliesslich Mischnutzung mit Büros und Gastronomiebetrieben eröffnet.[7]

Herczog erlag im September 2021 im Alter von 74 Jahren einer Corona-Infektion.[8][7]

Er gehörte, ebenso wie Daniel Vischer und Niklaus Scherr, zu denjenigen Schweizer Linken ihrer Zeit, die in Basel gelebt hatten, bevor sie sich definitiv in Zürich niederliessen.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Andreas Herczog auf der Website der Bundesversammlung, abgerufen am 16. September 2021.
  2. Monira Djurdjevic: Zürcher Alt-Nationalrat stirbt trotz Impfung an Corona. In: 20min.ch. 16. September 2021, abgerufen am 16. September 2021.
  3. Frank A. Meyer: Kopf des Tages: Andreas Herczog. In: Basler Zeitung. 1980-10-09
  4. 4,0 4,1 Rücktritt von Herczog. In: Freiburger Nachrichten. 20. März 1999, S. 17, abgerufen am 16. September 2021 (wiedergegeben auf e-newspaperarchives.ch).
  5. Synes Ernst: Der Zürcher POCH-Nationalrat Andreas Herczog: Linke Alternative zur SP. In: Tages-Anzeiger. 1979-12-10
  6. Lucien Scherrer: Kim Il Sungs Schweizer Freunde. In: NZZ.ch. 7. November 2017, abgerufen am 16. September 2021.
  7. 7,0 7,1 Jann Lienhart, Stefan Hotz: Alt Nationalrat Andreas Herczog an Covid-19 gestorben. In: Neue Zürcher Zeitung. 16. September 2021, abgerufen am 16. September 2021.
  8. Goldbach Publishing AG: Andi Herczog. In: tagesanzeiger.sich-erinnern.ch. 16. September 2021, abgerufen am 19. September 2021.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Andreas Herczog aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.