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André Dosé

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André Dosé (* 10. Mai 1957 in Bolligen[1]; heimatberechtigt in Horgen und Bolligen[2]) ist ein Schweizer Manager. Er ist ehemaliger Chief Executive Officer (CEO) der Fluggesellschaften Crossair, Swiss und Gulf Air. Von 2012 bis Dezember 2013 war er Verwaltungsratspräsident des Fussballclubs Grasshoppers.[3][4]

Karriere

André Dosé ist in Bolligen aufgewachsen. Nach der Verkehrsschule in Biel absolvierte er bei der Swissair eine Ausbildung zum Luftverkehrsangestellten. Mit 17 Jahren machte er das Flugzeugbrevet. Nach sechs Jahren Tätigkeit bei der Swissair ging er in die Vereinigten Staaten, wo er sich zum Berufspiloten ausbilden liess und sechs Jahre lang als Pilot tätig war.[5] Er flog auch Sprühflüge in Louisiana.[4]

Crossair

Von 1986 bis 2002 arbeitete Dosé in unterschiedlichen Funktionen für die Crossair. Dosé hatte im Gegensatz zum als impulsiv bekannten Moritz Suter den Ruf sehr ausgeglichen zu sein.[4]

Flugzeugabstürze

Wegen des Absturzes des Crossair-Flugs 498 mit zehn Toten vom 10. Januar 2000 bei Nassenwil erhob die schweizerische Bundesanwaltschaft im Oktober 2007 Anklage gegen sechs frühere Crossair-Verantwortliche, darunter Moritz Suter und CEO André Dosé. Sie warf Suter und Dosé unter anderem vor, für eine «Angstkultur» bei der Airline verantwortlich gewesen zu sein, die zur bewussten Missachtung von Vorschriften geführt habe. Das Verfahren wurde von der Bundesanwaltschaft wegen Verjährung und wegen nicht nachgewiesener Sorgfaltspflichtverletzungen eingestellt.[6]

Suter, Dosé und vier weitere Mitarbeiter wurden wegen des Absturzes von Crossair-Flug 3597 mit 24 Toten bei Bassersdorf vom 24. November 2001 wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger schwerer Körperverletzung angeklagt und am 16. Mai 2008 vollumfänglich freigesprochen. Das Gericht sprach den sechs Freigesprochenen Entschädigungen von insgesamt 851'000 Franken zu.[6] Das Bundesstrafgericht in Bellinzona befand für den Absturz keinen ursächlichen Zusammenhang auch im Vorwurf der «aggressiven Expansionspolitik» Suters.[7]

Swiss

Dosé war von März 2002 bis 2004 erster CEO der Swiss, trat aber unter Druck des Strafverfahrens wegen der Crossair-Abstürze in Bassersdorf und Nassenwil zurück.[4]

Gulf Air

Dosé übernahm das Amt des CEO der Gulf Air zum 1. April 2007, und gab am 23. Juli 2007 seinen Rücktritt bekannt. Konflikte zwischen dem Management und dem Verwaltungsrat sollen den Schweizer zu diesem Schritt bewogen haben.[8] Sein Nachfolger wurde Björn Näf, ebenfalls ehemaliger Swiss-Manager.

André Dosé wohnt in Münchwilen im Kanton Aargau.[2]

Werke

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. André Dosé im Munzinger-Archiv, abgerufen am 1. April 2012
  2. 2,0 2,1 Moneyhouse, Handelsregister Schweiz, abgerufen am 1. April 2012
  3. André Dosé: «Von A bis Z alles genau anschauen», sf.tv, 29. März 2012
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Späte Rückkehr des früheren Swiss-Konzernchefs, Neue Zürcher Zeitung, 30. März 2012
  5. André Dosé: «Lufthansa-Fusion wäre nicht machbar gewesen». In: Der Bund. 27. September 2001.
  6. 6,0 6,1 Bundesanwaltschaft akzeptiert Crossair-Urteil in: NZZ Online vom 26. Januar 2009
  7. Durchwegs Freisprüche im Crossair-Prozess in: NZZ Online vom 16. Mai 2008
  8. www.aerosecure.de: Krise der Gulf Air setzt sich fort
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel André Dosé aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.