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Anbau (Landwirtschaft)

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Als Anbau bezeichnet man in der Landwirtschaft die Aussaat oder die Anpflanzung von Nutzpflanzen mit dem Ziel der Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte und der daraus zu erzielenden wirtschaftlichen Einnahmen.

Angebaut werden:

Untergliederung nach Anbaumethoden in:

Der Anbau landwirtschaftlicher Kulturen ist stark abhängig von Standortbedingungen wie Boden, Klima, Wasser und Oberfläche. Dies bewirkt mehr oder weniger eine Aufteilung des Landes in Anbaugebiete bzw. erfordert den Import von entsprechenden Produkten. In den Anbaugebieten ist eine (besonders) ökonomische Produktion gewährleistet. Auf ungünstigeren Standorten ist mit Mindererträgen zu rechnen, ggf. können zusätzliche Maßnahmen wie Beregnung oder Düngung zur Ertragssicherung oder -steigerung erforderlich werden.

Der Landwirt entscheidet nach eigenem Ermessen und Erfahrung, welche Pflanzen er anbaut und wie viel. Markttendenzen und Preise, z. B. bei Energiemais, fließen in die Entscheidung mit ein. Weiterhin muss er sich für eine grundlegende Anbaumethode entscheiden, hier spielt auch das Kaufverhalten des Absatzmarktes (Verbraucher) und die Aufkaufpreise eine Rolle. Eine Tendenz zur Direktvermarktung ist insbesondere bei Produkten des ökologischen Anbaues erkennbar. Beim Anbau von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen entstehen Kosten durch Materialverbrauch und Arbeitszeitaufwand. Kostenfaktoren des Anbaues sind der Einkauf des Saatgutes, die Bodenvorbereitung, die Aussaat, den kulturtypische Pflegemaßnahmen sowie die Ernte und ggf. für die Lagerung der Ernte. Risiken des Anbaues bestehen z. B. in Ernteausfällen durch Naturgewalten wie Dürre oder Überschwemmung aber auch durch Preisverfall infolge eines Überangebotes auf dem Absatzmarkt. Die Landtechnik und Gebäudebestand des Betriebes ist meistens auf seine Hauptkulturen und die Anbaumethode ausgerichtet. Staatliche und überstaatliche Lenkung des Anbaues wird indirekt über Subvention oder auch über Flächenstillegung vorgenommen. Als Beispiel derartiger Maßnahmen kann derzeit der Tabakanbau dienen.

Im Gegensatz zu führeren Jahrzehnten kann sich die verarbeitende Industrie heute auch in größerer Entfernung zum Anbaugebiet befinden, z. B. in der Zuckerindustrie. Der Absatzmarkt der Anbaugebiete ist ebenfalls nicht mehr lokal begrenzt.

In vielen Anbaugebieten ist die Hauptanbaukultur stark in der Tradition und Kultur der Bewohner verankert, als Beispiel seien Wein oder Spargel genannt. Hier verwendet man Begriffe wie traditionelles Anbaugebiet, die Produkte sind dann zum Teil mit warenrechtlich geschützten Bezeichnungen, wie z. B. die Spreewälder Gurken, versehen. Einige Anbaugebiete mit überregional bekanntem Brauchtum nutzen ihr Potential als Urlaubsregion.

Literatur

  • Stahr: „Bodenkunde und Standortlehre“, Ulmer- UTB, 2008

Weblinks


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