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Amanda Gorman

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Amanda Gorman bei der Amtseinführung von Joe Biden (2021)

Amanda Gorman (* 7. März 1998 in Los Angeles, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin, Lyrikerin und Aktivistin. Sie setzt sich mit Themen wie Unterdrückung, Feminismus und Rassismus auseinander.[1]

Leben

Gorman ist Afroamerikanerin[2] und wuchs in Los Angeles bei ihrer alleinerziehenden Mutter, einer Lehrerin, auf,[3] ihre Zwillingsschwester ist ebenfalls Aktivistin.[4] Als Kind litt Gorman nach eigenen Angaben an einem Sprachfehler und drückte sich daher durch das Schreiben aus.[5]

Gormans erster Gedichtband The One for Whom Food is Not Enough erschien 2015 im Verlag Penmanship Books. Gorman gründete das Programm „One Pen One Page“, das Jugendlichen kostenfreie Programme für kreatives Schreiben anbietet.[6]

2017 wurde Gorman von der Poetenvereinigung Urban Word und der Library of Congress zur ersten National Youth Poet Laureate der USA erkoren. Am 20. September 2017 rezitierte sie ihr Gedicht In This Place (An American Lyric) in der Library of Congress.[7] Im Jahr 2020 führten 16 Lyriker aus Massachusetts das Protest-Gedicht in einem Video von Paula Champagne anlässlich des Nationalen Monats der Poesie (National Poetry Month) erneut auf.

Gorman studierte Soziologie an der Harvard University[8] und schreibt für den Studenten-Newsletter The Edit der New York Times.[6]

Amtseinführung von Joe Biden

Bei der Amtseinführung von Joe Biden am 20. Januar 2021 trug Gorman im Rahmen der Zeremonie ihr Gedicht The Hill We Climb vor,[9] das sie nach dem Sturm auf das Kapitol in Washington am 6. Januar 2021 angepasst und fertiggestellt hatte.[10] Sie war mit 22 Jahren die jüngste Dichterin, die bisher bei der Amtseinführung eines US-Präsidenten auftrat.[11][12] Im Interview mit dem CNN-Journalisten Anderson Cooper erläuterte Gorman den kreativen Prozess der Arbeit an dem Gedicht, für das sie historische Reden u. a. von Abraham Lincoln recherchierte und Ereignisse wie den Sturm auf das Kapitol verarbeitete.[13] Den Song Aaron Burr, Sir aus dem Musical Hamilton[14] nannte sie als eine Form der Selbsttherapie gegen einen Sprachfehler, an dem sie noch vor wenigen Jahren gelitten habe. Sie erzählte, wie sie sich vor öffentlichen Auftritten vorbereitet, indem sie ein Mantra rezitiert:

„I’m the daughter of Black writers who are descended from Freedom Fighters broke their chains and changed the world. They call me.“

„Ich bin die Tochter von schwarzen Schriftstellern, die von Freiheitskämpfern abstammen, die ihre Ketten durchbrochen und die Welt verändert haben. Sie rufen mich.“[15]

Zwei Wochen nach der Amtseinführung trug Gorman bei den Eröffnungsfeierlichkeiten zum Super Bowl LV ein eigenes Gedicht vor, in dem sie die drei Ehrengäste beim Münzwurf für ihre unentbehrliche Arbeit würdigte, einen Veteran der Marines, einen Lehrer und eine Krankenschwester.[16][17]

Auszeichnungen

  • Glamour Magazin 2018: College Women of the Year-Award[18]
  • National Youth Poet Laureate in the United States, 2017, verliehen durch Urban Word und die Library of Congress[19]

Werke

Weblinks

 Commons: Amanda Gorman – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Matt Petronzio: Watch the first-ever U.S. youth poet laureate perform a stunning poem about social change. 17. September 2017, abgerufen am 20. Januar 2021 (en-US).
  2. The Root Staff: 2019 Young Futurists: For These 25 Game Changers, the Future Is Now. Abgerufen am 9. Februar 2021 (en-us).
  3. Adeel Hassan: A Young Poet’s Inspiration. In: New York Times. 28. Februar 2018, abgerufen am 15. Januar 2021 (en-US).
  4. Kyli Rodriguez-Cayro: These Twin Sisters Have A Powerful Message About Making Sure Your Resistance Includes All Women. In: bustle.com. 18. Januar 2018, abgerufen am 20. Januar 2021 (en-US).
  5. Amanda Gorman. Poet. In: The Project For Women. 4. Oktober 2017, abgerufen am 20. Januar 2021 (en-US).
  6. 6,0 6,1 Poetry Coalition 2020 In This Place: Poetry & Protest. In: Mass Poetry. 2020, abgerufen am 20. Januar 2021 (en-US).
  7. Video auf YouTube
  8. Wordsmith. Change-maker. In: theamandagorman.com. Abgerufen am 20. Januar 2021 (en-US).
  9. Presidential Inaugural Committee Announces Participants in the 59th Inaugural Ceremonies. (Nicht mehr online verfügbar.) In: bideninaugural.org. 14. Januar 2021, archiviert vom Original am 14. Januar 2021; abgerufen am 15. Januar 2021 (en-US).
  10. ‚History Has Its Eyes On Us‘. Poet Amanda Gorman Seeks Right Words For Inauguration. In: npr.org. Abgerufen am 20. Januar 2021 (en-US).
  11. dpa/AFP/AP/mre: Poetin bei Amtseinführung: Der bewegende Auftritt der Amanda Gorman. In: Die Welt. 20. Januar 2021, abgerufen am 21. Januar 2021.
  12. Adam Gabbatt: ‚An inspiration to us all‘: Amanda Gorman’s inaugural poem stirs hope and awe. In: The Guardian. 20. Januar 2021, abgerufen am 21. Januar 2021 (en-US).
  13. Armanda Gorman: Die Frau, die allen die Show stahl. CNN-Interview (Video von Andreas Evelt mit deutschen Untertiteln, ab Minute 03:03). In: SPON. 21. Januar 2021, abgerufen am 21. Januar 2021.
  14. Text: Aaron Burr, Sir. In: genius.com, abgerufen am 8. Februar 2021.
  15. Michelle Obama: ‘Unity With Purpose.’ Amanda Gorman and Michelle Obama Discuss Art, Identity and Optimism. In: Time Magazine. 15. Februar 2021, abgerufen am 6. Februar 2021 (en-US).
  16. Nneka McGuire: Amanda Gorman clearly has talent. But there’s more to her meteoric rise. In: Washington Post. 2021-02-08 (washingtonpost.com).
  17. Danielle Garrand: Inaugural poet Amanda Gorman to perform original piece at Super Bowl. In: CBS News. 28. Januar 2021, abgerufen am 8. Februar 2021 (en-US).
  18. America’s First Youth Poet Laureate Amanda Gorman on the Power of Young Women. In: Glamour. College Women of the Year. Glamour, 4. Juni 2018, abgerufen am 21. Januar 2021 (en-US).
  19. Amanda Gorman. In: theamandagorman.com. Abgerufen am 20. Januar 2021 (en-US).
  20. Amanda Gorman. In: Penguin Random House Canada. Abgerufen am 20. Januar 2021 (en-US).


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Amanda Gorman aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.