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Altkirchen (Sauerlach)

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Altkirchen
Gemeinde Sauerlach
Koordinaten: 47° 58′ N, 11° 36′ O47.960642211.5918833660Koordinaten: 47° 57′ 38″ N, 11° 35′ 31″ O
Einwohner: 298 (31. Dez. 2019)[1]
Eingemeindung: Mai 1978
Bild von Altkirchen
Kirche St. Margaret

Altkirchen ist ein Ortsteil der Gemeinde Sauerlach im oberbayerischen Landkreis München.

Das Pfarrdorf liegt etwa 20 Kilometer südlich von München und hat 298 Einwohner (31. Dezember 2019).

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Altkirchen – Altkiriha – erfolgte den Traditionen des Hochstifts Freising zufolge zwischen 994 und 1005, als der unfreie Kleriker Simon mit dem Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau einige Liegenschaften tauschte:[2]

„Tradidit namque idem presbyter iam dictus cum manu sui advocati Adalhardi in manus episcopi et eius advocati Erchankeri arabilis terrae iugera XXXI in locis his Attinheim, Ennilhusa, Ichanhusa, Altkiriha, Keruuenteleshusa ad altare sanctae Mariae sanctique Corbiniani perpetualiter existendum.“

Liber Traditionum, B. f. 215.

„Denn derselbe schon genannte Priester hat durch die Hand seines Anwalts Adalhard 31 Iugera pflügbaren Boden in Attinheim (Attenham), Ennilhusa (Endlhausen), Ichanhusa (Eichenhausen, bzw. Großeichenhausen und Kleineichenhausen), Altkiriha (Altkirchen) und Keruuenteleshusa (Gerblinghausen) zum ewigen Altar der heiligen Maria und des heiligen Korbinian in die Hände des Bischofs und dessen Anwalt Erchanker übereignet.“

Liber Traditionum, B. f. 215.

In den Urbaren, den Besitzverzeichnissen der Benediktinerabtei Schäftlarn, ist im Jahre 1327 erstmals von der Dorfkirche St. Margaret die Rede.

Während des Dreißigjährigen Krieges, im Jahr 1632, plünderten Schweden das Dorf. Zwischen 1634 und 1635 forderte die Pest zahlreiche Todesopfer, die Pestsäule am Argeter Weg erinnert noch heute daran.[3]

Zusammen mit Groß- und Kleineichenhausen sowie Gumpertshausen bildete Altkirchen ab Anfang des 19. Jahrhunderts eine eigenständige politische Gemeinde. Bei der Gemeindegebietsreform 1978 wurde die Gemeinde Eichenhausen Sauerlach zugeschlagen. Trotzdem konnte Altkirchen bis heute insbesondere seine kulturelle Eigenständigkeit bewahren. Nach wie vor wird Altkirchen von der Landwirtschaft geprägt. Die alten, heute noch gebräuchlichen Hofnamen gehen bis ins 16. Jahrhundert zurück.

Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Baudenkmäler in Altkirchen

  • Kirche St. Margaret, spätgotische Chorturmkirche, gilt als das älteste Gebäude in der Gemeinde Sauerlach. Der romanische Vorgängerbau, den Fachleute ins 12. Jahrhundert. datieren, ist heute noch im östlichen Langhaus erhalten.

Weblinks

 Commons: Altkirchen (Sauerlach) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. Gemeindedaten - Einwohnerstand zum 31.12.2019. Gemeinde Sauerlach, abgerufen am 17. Juli 2020.
  2. Heimatbuchverlag H. Aigner (Hrsg.): Landkreis Wolfratshausen in Geschichte und Gegenwart. Ein Heimatbuch. München 1965, S. 210.
  3. Reinhold Löschinger: Ortsgeschichte Altkirchen. In: Sauerlach.de. Gemeinde Sauerlach, abgerufen am 25. August 2019.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Altkirchen (Sauerlach) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Hauptautor des Artikels (siehe Autorenliste) war Reinhardhauke. Weitere Artikel, an denen dieser Autor maßgeblich beteiligt war: 4.552 Artikel (davon 0 in Jewiki angelegt und 4.552 aus Wikipedia übernommen). Bitte beachten Sie die Hinweise auf der Seite Jewiki:Statistik.