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Alter Jüdischer Friedhof (Kolín)

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Datei:Jewish Cemetery Kolin 1.jpg
Der Alte Jüdische Friedhof

Der Alte Jüdische Friedhof in Kolín wurde von etwa der Mitte des 15. Jahrhunderts bis 1887 von der jüdischen Gemeinde Kolíns genutzt. Er gehört zu den ältesten jüdischen Friedhöfen in Tschechien und ist ein Teil des alten jüdischen Ghettos der Stadt.

Geschichte

Der Friedhof wird zu den bedeutendsten Relikten jüdischer Gemeinden in Böhmen gezählt; die ersten Erwähnungen der Gemeinde in Kolín datieren aus den 70er Jahren des 14. Jahrhunderts. Der Friedhof, am Westrand der Altstadt am linken Elbufer gelegen, wird seit 1418 benutzt.[1] Er ist relativ groß (etwa 1 Hektar Fläche) und beherbergt ca. 2500 Grabsteine (Mazewot), die meisten aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, die ältesten erhaltenen Grabsteine stammen aus dem Jahre 1492.[2]

Datei:Jewish Cemetery Kolin 4.jpg
Der Grabstein von Elijah von 1621

Die Grabsteine, meist aus Sandstein (jedoch auch aus rotem Marmor) gefertigt, erinnern an die Grabsteine auf dem Alten jüdischen Friedhof in Prag. Gleich am Eingang befindet sich beispielsweise ein Marmorgrabstein von Elijah (gestorben 1621). Zu den bekannten Gräbern gehört die Ruhestätte des Rabbis Chajim ben Sinaj aus dem Jahre 1624, der Ähnlichkeiten zum Grab seines Onkels Rabbi Löw in Prag aufweist.[2]

Wie aus der Tafel am Eingang zum Friedhof hervorgeht, wurde der Friedhof von 1418 bis 1888 genutzt, danach war der Neue Jüdische Friedhof auf dem rechten Elbufer in Kolín-Zálabí im Gebrauch.

Nach dem Alten Jüdischen Friedhof in Prag wird der Friedhof in Kolín als zweitwichtigstes Denkmal seiner Art in Tschechien betrachtet und befindet sich auf der Liste der Kulturdenkmäler unter der Nummer 20505/2–786.[2]

Einzelnachweise

  1. www.hrady.cz, tschechisch, abgerufen am 6. Juni 2010
  2. 2,0 2,1 2,2 www.cestyapamatky.cz/hrbitov-zidovsky-stary, Kolín - hřbitov židovský starý (Kolín, der Alte Jüdische Friedhof), tschechisch, abgerufen am 6. Juni 2010

Weblinks

50.02966115.195149


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