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Alte Synagoge Einbeck

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Datei:AlteSynagogeEinbeck 1206.jpg
Alte Synagoge Einbeck, Bauzustand 2012

Die Alte Synagoge Einbeck ist ein um 1800 erichtetes Fachwerkbauwerk im Stile einer schlichten Landsynagoge. Sie befindet sich in typischer Hinterhoflage in zweiter Reihe in der Baustraße 15a in Einbeck. Nach dem Bau einer neuen Synagoge in der Bismarckstraße 1896 wurde das Gebäude entwidmet und in Privathand verkauft; dies hat ihren Ursprung in Vergessenheit geraten lassen und verschonte das Gebäude vor der Zerstörung 1938. Erst Anfang der 1990er Jahre wurde die Alte Synagoge wieder entdeckt und unter Denkmalschutz gestellt.

Baugeschichte

Im Jahr 1798 wurde Elias Meyer, einem in Einbeck ansässigen Juden, der Kauf und Umbau eines Hauses in der Baustraße genehmigt. Hier wurde dann aber ein Neubau errichtet, welcher etwa 100 Jahre als Synagoge diente. Es handelt sich bei dem Haus um einen schlichten, einstöckigen Saalbau mit ursprünglich 4,65m hohen Wänden, hohen Fenstern mit Stichbögen und einer Grundfläche von etwa 80 m². Im Fachwerkgerüst erhaltene Zapflöcher weisen auf eine nicht mehr vorhandene Außentreppe an der Westseite hin, über welche die Frauenempore erreicht werden konnte. Nachdem das Haus 1906 verkauft wurde, ist es zu Wohnzwecken umgebaut worden, u.a. wurde 1933 ein bewohnbares Obergeschoss geschaffen, indem die Traufhöhe an der Südseite aufgestockt wurde.[1]

Förderverein

Im Jahr 2004 gründeten engagierte Bürger den Förderverein Alte Synagoge in Einbeck e.V. (heute rund 55 Mitglieder) und erwarben das Gebäude, um es zu erhalten, zu sanieren und mit neuer Nutzung zu beleben. Im Sinne des Gedenkens und der Erinnerung an jüdisches Leben in Einbeck finden regelmäßig Veranstaltungen statt: Im Mai Lesungen zum Tag der Bücherverbrennung 1933, im November Gedenkveranstaltungen zur Pogromnacht 1938.

Ziel des Vereins

Die Alte Synagoge in Einbeck soll ein Ort der Begegnung und des offenen des Dialogs werden – über religiöse und kulturelle Unterschiede hinweg im Sinne der Versöhnung. Ein Ort als Treffpunkt für Gespräche, Versammlungen, Fortbildungen, Bildungsveranstaltungen für Kinder und Jugendliche, Vorträge, Lesungen, Konzerte und andere öffentliche Veranstaltungen. Im Inneren wird dauerhaft auf die Funktion und Geschichte des Gebäudes sowie auf die Bedeutung jüdischen Lebens und jüdischer Kultur in Einbeck hingewiesen.

2008 wurde, angeregt durch einen Einbecker Bürger, in enger Zusammenarbeit des Fördervereins mit der Stadt eine Gedenktafel für die verfolgten und ermordeten Einbecker Juden zwischen 1933 und 1944 realisiert, die am 9. November am Alten Rathaus enthüllt wurde. Dazu erstellte der Verein ein Faltblatt.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. [1], Baugeschichte auf der Seite des Fördervereins, abgerufen am 20. Mai 2013
51.8155539.867428


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