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Alte Synagoge (Potsdam)

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Datei:Potsdam-Synagoge-1.jpg
Die alte Synagoge Potsdam

Die Alte Synagoge in Potsdam wurde nach Plänen von Otto Kerwien errichtet. Nach dreijähriger Bauzeit wurde die Synagoge am 17. Juni 1903[1] eingeweiht.

Geschichte

Die jüdische Gemeinde Potsdam zählte 1801 32 Familien. 1802 wurde die erste Synagoge Potsdams aus dem Jahr 1768 am Wilhelmsplatz umgebaut, wobei der Dekorations- und Vedutenmaler Johann Friedrich Meyer die erste Synagoge in einem Gemälde aus dem Jahr 1773 dargestellt hat. Das Gemälde hängt in den Neuen Kammern in Sanssouci. 1895 zählte die Gemeinde bereits 489 Mitglieder, als man sich 1898 dazu entschloss, einen Neubau an Stelle der Vorgängerbauten zu erstellen. Der erste Entwurf für einen Neubau sah einen Sakralbau in romanischem Baustil vor, der jedoch von Kaiser Wilhelm II. abgelehnt worden war. So entstand der Neubau im Stil des Neobarock mit einer Fassade aus rotem Buntsandstein. 154 Männerplätze, 162 Frauenplätze und 6 Amtssitze zählte die Synagoge. 1925 zählte die Gemeinde 600 Mitglieder.

Die Inneneinrichtung der alten Synagoge in Potsdam wurde im Novemberpogrom 1938 zerstört, aber wegen des benachbarten Postgebäudes wurde die Synagoge nicht Opfer einer Brandstiftung. Die benachbarte Post übernahm das intakte Gebäude und benutzte die Synagoge als Posthörsaal bis zur schweren Beschädigung beim Luftangriff auf Potsdam am 14. April 1945. 1954 erfolgte der Abbruch der Ruine, und anschließend entstanden neue Wohnhäuser an der Nordseite des Platzes der Einheit. Heute leben in Potsdam wieder etwa 800 Bürger jüdischen Glaubens. Etwa 395 sind in der Gemeinde vertreten. Etwa 70 Prozent der Mitglieder der Gemeinde sind über 60 Jahre alt.

Es existiert eine Gedenktafel, die an das auf dem Synagogengelände befindliche Haus angebracht wurde:

„An dieser Stelle stand die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Potsdams. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 wurde sie von den Faschisten ausgeplündert und zerstört.“

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Zeugnisse jüdischer Kultur. Erfurt 1992, ISBN 3-350-00780-5, S. 105.
52.39805555555613.060277777778


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