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Allan Jones

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Allan Jones (* 14. Oktober 1907 in Old Forge, Pennsylvania als Theodore Allen Jones; † 27. Juni 1992 in New York City, New York) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Tenor-Sänger, der insbesondere in den 1930er- und 1940er-Jahren größere Bekanntheit erlangte.

Leben und Karriere

Allan Jones, der Vorfahren aus Wales hatte, arbeitete zunächst als Minenarbeiter in seinem Heimatort Old Forge. Dann studierte er jedoch Musik an der New York University und trat Ende der 1920er-Jahre zum ersten Mal am Broadway mit dem Drama Gambling auf. 1933 war er am Broadway im Musical Roberta von Jerome Kern und Otto Harbach neben Bob Hope zu sehen. Mitte der 1930er-Jahre kam der aufstrebende Schauspieler nach Hollywood, wo er wegen seiner guten Stimme vor allem für Musicalfilme und Gesangsparts prädestiniert war. Schnell erhielt er Hauptrollen in hochklassigen Filmen, darunter sein Auftritt als Gaylord Ravenal in James Whales Show Boat, die Verfilmung des Romanes von Edna Ferber. Hier sang er unter anderem das bekannte Lied The Donkey Serenade.[1] Im folgenden Jahr spielte Jones gemeinsam mit Jeanette MacDonald die Hauptrollen in Robert Z. Leonards Filmoperette Tarantella. Nennenswert sind außerdem seine Auftritte als romantischer Held in den Marx-Brothers-Komödien Skandal in der Oper (1936) und Ein Tag beim Rennen (1937). Dabei wurde er als „Straight Man“ zum exzentrischen Komikerduo eingesetzt.

In den folgenden Jahren übernahm Jones weitere Hauptrollen, etwa in Dreivierteltakt am Broadway (1939), der Verfilmung des Lebens von Victor Herbert, sowie der Musikkomödie The Boys from Syracuse (1940), in der Jones zur Musik von Richard Rodgers und Lorenz Hart sang. Neben seinen Filmauftritten veröffentlichte er auch diverse Schallplatten. Unter Vertrag bei MGM stand er jedoch in direkter Konkurrenz zum noch bekannteren Nelson Eddy, sodass er 1940 zu Universal Studios wechselte.[2] Dort nahm die Qualität seiner Filme jedoch merklich ab. Als einer der ersten Filmstars war er ebenfalls in die Truppenunterhaltung in Übersee involviert. Mitte der 1940er-Jahre verließ Jones Hollywood und tourte für zwei Jahre durch Großbritannien. Während er in den nächsten Jahrzehnten vor allem als Sänger in Nachtclubs oder Shows sowie als Schauspieler in diversen Theaterstücken spielte, kam er nur noch gelegentlich zu Nebenrollen in Film und Fernsehen. 1982 nahm Jones mit 75 Jahren eine Schallplatte auf, und noch bis wenige Wochen vor seinem Tod tourte er in Australien.

1929 heiratete er Marjorie Annette Bull, sie hatten einen Sohn. 1936, noch im Jahr seiner ersten Scheidung, heiratete Jones die Schauspielerin Irene Hervey, ihr gemeinsamer Sohn Jack Jones (* 1938) war später als Popsänger erfolgreich. Die Ehe mit Harvey endete 1957 in Scheidung, ebenso die dritte Ehe mit Mary Florsheim Picking zwischen 1958 und 1964. In vierter Ehe war er mit Esther Marie Villavincie von 1967 bis zu seinem Tod verheiratet. Allan Jones verstarb 1992 im Alter von 84 Jahren an Lungenkrebs.

Filmografie

  • 1935: Die öffentliche Meinung (Reckless)
  • 1935: Skandal in der Oper (A Night at the Opera)
  • 1936: Rose-Marie
  • 1936: Show Boat
  • 1937: Ein Tag beim Rennen (A Day at the Races)
  • 1937: Tarantella
  • 1938: Vorhang auf für Judy (Everbody Sing)
  • 1939: Honeymoon in Bali
  • 1939: Dreivierteltakt am Broadway (The Great Victor Herbert)
  • 1940: The Boys from Syracuse
  • 1940: One Night in the Tropics
  • 1941: Zauber der Musik (The Hard-Boiled Canary)
  • 1942: True to the Army
  • 1942: Moonlight in Havana
  • 1942: When Johnny Comes Marching Home
  • 1943: Rhythm of the Islands
  • 1943: Larceny with Music
  • 1943: Crazy House
  • 1943: You're a Lucky Fellow, Mr. Smith
  • 1944: Sing a Jingle
  • 1945: Honeymoon Ahead
  • 1945: Senorita from the West
  • 1963: 77 Sunset Strip (Fernsehserie, eine Folge)
  • 1964: Postkutsche nach Thunder Rock (Stage to Thunder Rock)
  • 1965: A Swingin' Summer
  • 1970: Der Einsame aus dem Westen (Sledge)
  • 1980: Love Boat (Fernsehserie, eine Folge)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Allan Jones Nachruf im Independent
  2. Allan Jones Nachruf im Independent


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Allan Jones aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.