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Alfred Graetzer

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Alfred Graetzer (geb. 28. Dezember 1875 in Großstrelitz/Oberschlesien; gest. 11. August 1911 in Berlin) war ein deutscher Graphiker und Maler jüdischer Herkunft.

Graetzer studierte von 1895 bis 1898 an den Akademien in Berlin und München. Danach bildete er sich bei Simon Hollósy im damals ungarischen Nagybánya (Baia Mare/Rumänien) und bei Luc-Olivier Merson in Paris weiter. Um 1903 ließ er sich in Dresden nieder und war dort Schüler von Richard Müller, Karl Bantzer und Walther Witting. Später lebte er vorwiegend in Berlin, wo er sich mit dem Maler Hermann Struck anfreundete.

In Breslau (Wroclaw) hatte er Kontakte zur kunstsinnigen Familie Albert und Toni Neisser, deren Portraits er mehrfach lithographierte. Reisen führten ihn nach Galizien. Als Maler schuf Graetzer unter anderem flächig- und breitmodellierte Studienköpfe auf stark farbigem Hintergrund sowie Landschaftsskizzen, die vor allem auf dem harmonischen Zusammenklang der Farbe aufgebaut sind. Bedeutsamer sind jedoch seine an den von ihm sehr geschätzten altholländischen Radierungen (Rembrandt, Hercules Pietersz. Seghers) orientierten Bleistiftzeichnungen und Kreidelithographien, z.B. Figurendarstellungen in der Landschaft, in denen weiche Licht- und Schattenabstufungen zu einer melancholischen Stimmung führen. In der letzten Schaffensperiode zeichnete er ausdrucksvolle Charakterköpfe polnischer und russischer Juden. [1]

Einzelnachweise

  1. Allgemeines Künstlerlexikon

Literatur (Auswahl)

  • Wininger II, 1927
  • M.Semrau, Breslauer Ztg 1905(373)
  • Ost und West 1909, 599, 602 (Abb.)
  • Menorah 1926, 295 (Abb.)

Weblink


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