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Alfred Bergmann (KPD-O)

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Alfred Bergmann (geb. 21. Oktober 1910 in Berlin; gest. wahrscheinlich 20. April 1940, in Gestapohaft ermordet) war ein deutscher Kommunist, Mediziner und Opfer des Nationalsozialismus.

Bergmann war seit 1927 Mitglied des Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD) und des Sozialistischen Schülerbundes. Nach dem Abitur Ostern 1928 am humanistischen Mommsen-Gymnasium schloss er sich auch der Kommunistischen Partei-Opposition (KPD-O) an und wurde nach Aufnahme des Medizinstudiums an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin im selben Jahr Leiter der Studentengruppe der KPD-O in Berlin. 1930 bestand er das Physikum. Auf eine Verhaftung im März 1933 auf Grund von Widerstandstätigkeit gegen das NS-Regime folgte im April 1933 Haft im Moorlager Papenburg bzw. im KZ Esterwegen, aus dem er im Dezember 1933 - durch die Kontakte des Bruders Arthur - entlassen wurde. Als Alfred Bergmann Ende 1933 aus dem KZ entlassen wurde, waren der Vater, die Mutter und die jüngste Schwester, die noch allein in der Wohnung lebten, bereits im Aufbruch nach Palästina. Sie verließen Berlin im Januar 1934. Alfred Bergmann ging über Frankreich in die Schweiz, von wo aus er Kontakt mit der Stuttgarter KPD-O-Gruppe hielt. Nachdem er das Studium am Bürgerspital Basel mit einer Promotion bei Prof. Rudolf Staehelin beendet hatte, arbeitete er in einigen Schweizer Spitälern als Arzt, jeweils mit begrenzter Arbeitserlaubnis. Er durfte nur dort eine Arztstelle annehmen, wo sich kein Schweizer Arzt bewarb. An seiner letzten Arbeitsstelle wurde er 1940 von Dr. Siegrist, dem Direktor des Inneren und des Gesundheitswesens des Kantons Aargau, denunziert und auf Wunsch der deutschen Behörden über Koblenz-Waldshut an die Gestapo ausgeliefert, die ihn in der Haft ermordete. An der ehemaligen Wohnung in Berlin erinnert seit 2006 ein Stolperstein an ihn.

Alfred Bergmann ist einer der älteren Brüder von Josef und Theodor Bergmann.

Weblinks

 Commons: Alfred Bergmann (KPD-O) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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