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Alexander Wallasch

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Alexander Wallasch (* 1964 in Braunschweig, Pseudonym: Alexander Wall) ist ein deutscher Schriftsteller, Journalist, Kolumnist und Texter.

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Alexander Wallasch

Leben

Wallasch studierte Theaterwissenschaft und veröffentlichte 2006 seinen Erstlingsroman Hotel Monopol. 2010 folgte Deutscher Sohn (mit Ingo Niermann) . Heute wird er der Popliteratur zugerechnet. [1] Wallasch war Gastronom verschiedener Szenediskotheken, Cafés und Bars in Braunschweig und arbeitet heute als Schriftsteller, Kolumnist und Werbetexter.

Seit 2008 ist Alexander Wallasch Kolumnist bei Subway (Magazin) und schreibt gelegentlich für Süddeutsche Zeitung[2],die tageszeitung[3], Braunschweiger Zeitung[4] und weitere Zeitungen und Magazine wie Prager Frühling (Zeitschrift) [5] Seit 2011 ist Wallasch ebenfalls Kolumnist des deutschen Musikmagazins "Headliner". In der Rubrik "Alexander Wallaschs BOOKSRING" stellt er regelmäßig Bücher junger Autoren vor. [6] Seit 2012 ist Wallasch außerdem Kolumnist bei The European.[7]

Wallasch und der Hamburger Filmemacher Fatih Akin führten Anfang 2010 einen Rechtstreit um von Wallasch behauptete „auffällige Ähnlichkeiten“ zwischen seinem Debütroman „Hotel Monopol“ und Akins Komödie Soul Kitchen. Wallasch unterlag im Rechtsstreit, sodass die einstweilige Verfügung, die Wallasch verbietet, zu behaupten, Soul Kitchen sei die Verfilmung seines Romans "Hotel Monopol", nicht aufgehoben wurde. Wallasch sprach allerdings nur von "auffälligen Ähnlichkeiten." Thomas Lindemann schrieb am 9. November 2009 in DIE WELT unter der Überschrift Streit um Fatih Akins neuen Film „Soul Kitchen“: „Das ist etwas abenteuerlich, denn auffällige Ähnlichkeiten gibt es nun einmal“.[8]

Alexander Wallasch sorgt seit September 2011 mit einer Anti-Facebook-Kampagne für Diskussion in zahlreichen Internet-Medien [9], Print-Medien [10], in Facebook selbst und bei politische Gruppierungen [11]. Das Logo der neuen Anti-Facebook-Bewegung hat das Facebook-Logo "weißes -f- auf blauem Grund" nur so weit entfremdet, dass aus dem –f– ein Kreuz wurde.

Rezeption

Deutscher Sohn wurde im Herbst 2010 kontrovers diskutiert. So fasst die Badische Zeitung am 23. November 2010 zusammen: „Selten hat wohl in der letzten Zeit ein Roman die Kritik so gespalten wie dieses Gemeinschaftswerk von Ingo Niermann und Alexander Wallasch, zwei Autoren aus dem Umfeld der Popliteratur. Die Süddeutsche schwärmte vom „ersten großen Roman über die Kriegsheimkehrer unserer Tage“, der, wenn wir „reif für die kalte Wahrheit seien“, wie eine Bombe einschlagen müsse; die FAZ bejubelte ein hybrides Meisterwerk, das zwei Jahrhunderte nach Goethe „das kosmopolitische Erbe der Klassik neu durchdenkt“. Andere Kritiker zeigten sich dagegen angewidert von einem rassistischen und frauenfeindlichen Trash-Machwerk: „Veteranen-Porno mit Germanen-Kitsch“.[12] Ingeborg Harms schreibt in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung über "Deutscher Sohn": »Das Ergebnis ist eine streng gefügte Prosa, die das kosmopolitische Erbe der Klassik neu durchdenkt. Ein glasklarer Antihysterisierungsroman, unterwegs im deutschen Verdrängten: Literatur auf Patrouille.«  [13]

Jan Süselbeck in die tageszeitung: „Junge NPD-Wähler dürften diesen Text mindestens genauso genießen können wie unbelehrbare Popliteraturdandys.“[14] Nach Protest des Verlages Blumenbar und der Autoren über diesen Teil der Rezension einigte man sich, die Vorwürfe im Rahmen einer Diskussionsrunde im tazcafé neu zu besprechen. Teilnehmer waren im November 2010 Peter Unfried (TAZ-Chefreporter), Jan Süselbeck (Autor der Rezension), Ingo Niermann (einer der Romanautoren) und Moritz Baßler (Professor für Neuere deutsche Literatur an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster). Letzterer kritisierte die Rezension und befand: "Es gibt zahlreiche Literatur-Titel, die mit „American“ anfangen, wie beispielsweise „American Psycho“, „American Pie“ oder „American Beauty“. Warum sollte ein Roman also nicht „Deutscher Sohn“ heißen?“ Jan Süselbeck schwächte im Gesprächsverlauf seine Rezension ab, befand aber weiterhin: "Porno und deutsch-religiöse Verflechtungen bestimmen den Roman. Im Verlauf des Romans baut sich ein Netz aus germanisch-mythologischer Familiengeschichte auf." [15]

Januar 2012 formuliert Wallasch mit einer „Deutschland-Trilogie“ in seinem Blog „Alexander Wallasch“ eine Haltung, die, so Matthias Matussek in einem Kommentar, zwar „Brillant“ sei, aber „völlig quer zum Haufen.“ [16] Matussek weiter: „Wer Deutschland thematisiert, heute, braucht Mut - und den hat der Kommentator.“ Die lose Trilogie setzt sich zusammen aus „Warum die Affäre Wulff so wichtig für Deutschland ist“, einer harschen „Erwiderung“ zu Jonathan Widders „Deutsch in Kaltland“ in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung [17] und „Wo gehen wir denn hin?“ – „Immer nach Haus!“, einem Essay, der der Frage nachgeht, „welches Deutschland wir uns eigentlich wünschen.“ [18] Der Autor der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung versteht die ganze Aufregung nicht und kommentiert: „Es geht mir auch nicht um eine „Sehnsucht nach Heimat in Deutschland“ oder nach „Deutschlandgefühlen“. Beides habe ich (Heimatgefühl / Deutschlandgefühl), es geht darum, das Gefühl davon ein bisschen zu ändern – und zwar rückwirkend, über ein paar Änderungen der Alltagskultur.“

Werke

Einzelnachweise

  1. DeBug
  2. Rezension zu Matthias Matussek "Das katholische Abenteuer"
  3. Alltag auf der Palme
  4. Das Haus der Schmerzen
  5. An der Basis gibt es Hausgemachtes
  6. Headliner Magazin
  7. Kolumne bei TheEuropean
  8. Streit um Fatih Akins neuen Film Soul KItchen
  9. Wallaschs Anti-Facebook-Manifest im Blog von Hubertus von Lobenstein"
  10. Manifest zu Anti-Facebook"
  11. Im Prager Frühling-Magazin – Artikel zur Anti-Facebook-Kampagne mit Vorstellung des Logos der Gruppe
  12. Der Amfortas in der Adidashose
  13. Gesammelte Rezensionsnotizen
  14. Jan Süselbeck: Wälsungenblut, deutschreligiös. In: die tageszeitung vom 9. Oktober 2010.
  15. Diskussionsrunde im tazcafé [1].
  16. Warum die Affäre Wulff so wichtig für Deutschland ist
  17. Erwiderung“ zu Jonathan Widders „Deutsch in Kaltland“
  18. „Wo gehen wir denn hin?“ – „Immer nach Haus!“

Weblinks



Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Alexander Wallasch aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.