Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

Alexander Pflaum

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Alexander Pflaum

Alexander Pflaum, ab 1881 von Pflaum (geb. 4. Juni 1839 in Pflaumloch; gest. 15. Dezember 1911 in Berlin), war ein deutscher Bankier und Mäzen.

Leben

Alexander Pflaum wurde als ältester Sohn des jüdischen Getreidehändlers Elias Pflaum in Pflaumloch geboren. Elias Pflaum gründete 1855 in Stuttgart das Bankhaus Pflaum. Sein Sohn Alexander absolvierte eine Bankausbildung in Frankfurt am Main, Berlin, Brüssel und in Darmstadt. 1861 wurde er in der Loge Zu den 3 Cedern in Stuttgart zum Freimaurer aufgenommen.[1] Im Jahr 1865 wurde Alexander Pflaum zusammen mit seinem Bruder Moritz Mitgesellschafter im Bankhaus seines Vaters, das 1881 in Württembergische Bankanstalt umfirmiert und mit der Württembergischen Vereinsbank zusammengeschlossen wurde. Alexander Pflaum, ein Förderer der württembergischen Industrie, wurde 1881 vom König geadelt und zum Geheimen Kommerzienrat ernannt. Pflaum war von 1880 bis 1903 Aufsichtsratsvorsitzender des Stuttgarter Immobilien- und Baugeschäfts, das zahlreiche Cementwerke im Land betrieb.[2] Im Jahr 1907 wurde Pflaum Ehrenbürger der Gemeinde Pflaumloch. Dort stiftete er eine Synagoge, die später als Gemeindehaus genutzt wurde.

Der kinderlose Kommerzienrat Pflaum, der mit Marie Clementine geb. Emden verheiratet war, hinterließ bei seinem Tod im Jahr 1911 einen beträchtlichen Aktienbesitz und eine große Kunstsammlung, die teilweise der Staatsgalerie Stuttgart vermacht wurde. Einen Teil seines Vermögens stiftete er für den Bau eines Altenheimes in Stuttgart und der Zentralleitung für Wohltätigkeit in Württemberg. Seine 1877 erworbene Villa an der Stuttgarter Falkertstraße wurde 1914 abgerissen und ein Schulgebäude auf dem Grundstück errichtet.

Auszeichnungen

Rezeption

Die Ellwanger Gymnasiallehrerin Inge Barth-Grözinger verfasste nach der Biographie von Alexander Pflaum einen Roman für Jugendliche mit dem Titel Alexander, der 2009 erschien.[6]

Literatur

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise

  1. Matrikelbuch, Matrikel Nr. 215, Archiv der Loge Zu den 3 Cedern in Stuttgart
  2. Die Geschichte des Zementwerks Schelklingen. Vom Stuttgarter Immobilien- und Baugeschäft zu HeidelbergCement. 2016, S. 18, 48, abgerufen am 12. Dezember 2020.
  3. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg 1894, S. 34.
  4. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg 1901, S. 32.
  5. Die Geschichte des Cementwerks Schelklingen. Vom Stuttgarter Immobilien- und Baugeschäft zu HeidelbergCement. HeidelbergCement AG, 2016, S. 76, abgerufen am 12. Dezember 2020.
  6. Inge Barth-Grözinger: Alexander. Thienemann, Stuttgart / Wien 2009, ISBN 978-3-522-20042-4.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Alexander Pflaum aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Hauptautor des Artikels (siehe Autorenliste) war Reinhardhauke. Weitere Artikel, an denen dieser Autor maßgeblich beteiligt war: 4.135 Artikel (davon 0 in Jewiki angelegt und 4.135 aus Wikipedia übernommen). Bitte beachten Sie die Hinweise auf der Seite Jewiki:Statistik.