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Alexander Filipović

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Alexander Filipović

Alexander Filipović (* 8. Januar 1975 in Bremen) ist ein deutscher Sozialethiker, Medienethiker und Theologe. Ab September 2013 hat er die Stiftungsprofessur für Medienethik an der Hochschule für Philosophie München inne.[1]

Biografie

Alexander Filipović studierte an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Katholische Theologie, Kommunikationswissenschaft und Germanistik.[2] Sein Magisterstudium schloss er 2000 mit einer Arbeit über Public Relations und Ethik ab. Seine Dissertation verfasste er zunächst mit einem Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes; ab 2002 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für „Christliche Soziallehre und Allgemeine Religionssoziologie“ an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Seine medienethische Dissertation mit dem Titel „Christliche Sozialethik und die öffentliche Kommunikation der Wissensgesellschaft“ (begutachtet von Marianne Heimbach-Steins und Rüdiger Funiok) wurde 2006 mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet. In den Wintersemestern 2007/2008 und 2008/2009 nahm er Lehraufträge in Medienethik an der Technischen Universität Ilmenau und in Philosophie an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg wahr. 2009 wechselte er nach Münster, wo er am Institut für Christliche Sozialwissenschaften der Westfälischen Wilhelms-Universität arbeitete. Dort war er Mitglied der Redaktion des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften.[3] In seiner Habilitation (abgeschlossen 2012), begutachtet durch Marianne Heimbach-Steins und Klaus Müller, beschäftigte er sich mit grundlegenden Fragen der Moralphilosophie bzw. der angewandten Ethik unter Rückgriff auf den philosophischen Pragmatismus. Seit Herbst 2011 ist er Berater der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz und Mitautor des medienethischen Impulspapiers “Virtualität und Inszenierung” der Deutschen Bischofskonferenz.[4]

Medienethik

Filipović ist seit 2002 in der Arbeitsgruppe Netzwerk Medienethik aktiv. Zwischen 2009 und 2014 war er Sprecher bzw. Co-Sprecher der Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK). Er nahm als Experte für Medienethik am 12. Petersburger Dialog in Moskau teil. In seinem Weblog und gelegentlich in der Presse erscheinen von ihm medienethische Stellungnahmen zur aktuellen medialen Berichterstattung, z.B. zur Wulff-Affäre[5] oder zu den Fotoaufnahmen von Alan Kurdi. [6] Er ist Mitherausgeber der medienethischen Zeitschrift Communicatio Socialis und der Schriftenreihe „Kommunikations- und Medienethik“[7]. Seit 2016 ist er zusammen mit Klaus-Dieter Altmeppen Leiter des neu gegründeten zem::dg - Zentrum für Ethik der Medien und der Digitalen Gesellschaft.[8]

Der Stiftungslehrstuhl für Medienethik an der Hochschule für Philosophie München, den Filipović seit September 2013 innehat, wird von den Stiftern zunächst über fünf Jahre finanziert.[9] Zu den Stiftern gehören neben den Institutionen Bayerischer Rundfunk, ZDF, Hubert Burda Media, Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, Deutsche Bischofskonferenz, Bayerische Landeszentrale für neue Medien und Verband Bayerischer Zeitungsverleger auch Einzelpersonen wie der Medienunternehmer Thomas Haffa,[10] dessen Wirken als Vorstandsvorsitzender der EM.TV AG Anlass zu Skandalmeldungen gab.[11]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Öffentliche Kommunikation in der Wissensgesellschaft. Sozialethische Analysen (Forum Bildungsethik, 2). Bielefeld: W. Bertelsmann Verlag 2007.
  • mit Michael Jaeckel und Christian Schicha (Hrsg.): Medien- und Zivilgesellschaft. (Kommunikations- und Medienethik, 1). Weinheim: Juventa 2012.
  • Ethik der Medienritualität jugendlicher Identitätsentwicklung. In: Petra Grimm und Oliver Zöllner (Hg.): Medien – Rituale – Jugend. Perspektiven auf Medienkommunikation im Alltag junger Menschen. (Medienethik, 9). Stuttgart: Franz Steiner 2011, S. 29–41.
  • Literacy und die Bedeutung gesellschaftlicher Beteiligung. Medien- und bildungsethische Überlegungen. In: Wimmer, Michael; Reichenbach, Roland, Pongratz, Ludwig (Hrsg.): Medien, Technik und Bildung. (Schriftenreihe der Kommission Bildungs- und Erziehungsphilosophie der DGfE). Paderborn: Schöningh 2009, S. 159-173.
  • Das demokratische Ethos als Praxis. Der philosophische Pragmatismus und die Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. In: Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften, Jg. 50, 2009, S. 133–164.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Pressemeldung der Hochschule für Philosophie München vom 2. Juli 2013. Website der Hochschule für Philosophie München. Abgerufen am 2. Juli 2013.
  2. Lebenslauf von Alexander Filipović auf seiner privaten Webseite. Abgerufen am 26. Oktober 2013.
  3. Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften - Website und EJournal. Website der Universitätsbibliothek Münster. Abgerufen am 2. Juli 2013.
  4. Virtualität und Inszenierung. Unterwegs in der digitalen Mediengesellschaft. Website der Deutschen Bischofskonferenz. Abgerufen am 2. Juli 2013
  5. Ethiker über Wulff: Nur als Staatsmann versagt. In: Focus. 8. Januar 2012, abgerufen am 1. Juli 2013.
  6. Peter Maxwill: "Solche Bilder brennen sich in die Netzhaut ein". In: Spiegel Online. 3. September 2015, abgerufen am 4. September 2015.
  7. Schriftenreihe „Kommunikations- und Medienethik“. Website des Netzwerks Medienethik. Abgerufen am 2. Juli 2013
  8. Vgl. Website des zem::dg In: zemdg.de, abgerufen am 23. Februar 2017.
  9. Sebastian Krass: Wissenschaftlich glotzen, Süddeutsche Zeitung, 30. Oktober 2013.
  10. Hochschule für Philosophie: Stifter, Kooperationen und Links Abgerufen am 6. November 2013
  11. Haffa-Brüder müssen zahlen. manager magazin online. 8. April 2003. Abgerufen am 27. Januar 2014.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Alexander Filipović aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.