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Alençon

Aus Jewiki
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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Alençon (Begriffsklärung) aufgeführt.
Alençon
Wappen von Alençon
Alençon (Frankreich)
Einwohner Zahlenformat
Alençon
Region Normandie
Département Orne (Präfektur)
Arrondissement Alençon
Kanton Alençon-1 (Hauptort)
Alençon-2 (Hauptort)
Gemeindeverband Alençon.
Koordinaten 48° 26′ N, 0° 6′ O48.4297222222220.091944444444437 Einwohner Zahlenformat Koordinaten: 48° 26′ N, 0° 6′ O
Höhe 127–152 m
Fläche {{{km²}}} km²
Einwohner Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl FR-61 (Fehler: Ungültige Zeitangabe)
Bevölkerungsdichte Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“ Einw./km²
Postleitzahl 61000
INSEE-Code
Website alencon.fr

Rathaus der Stadt
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Alençon ist die Hauptstadt und mit Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl FR-61 Einwohnern (Stand Vorlage:FormatDate: Ungültiger Wert ("0-0-0") für das Datum! Vorlage:FormatDate/Wartung/Error) auch die größte Stadt im Département Orne in der Region Normandie in Frankreich. Alençon ist eine mit dem Regionalen Naturpark Normandie-Maine assoziierte Zugangsgemeinde.[1]

Einige französische Könige trugen den Titel Herzog von Alençon, da dieser Titel nach 1549 dem drittgeborenen Sohn des Königs gegeben wurde.

Geografie

Die Briante in Alençon

Alençon liegt in Nordfrankreich am Südrand des Départements Orne in der nach der Stadt benannten Landschaft Campagne d’Alençon, etwa 90 Kilometer südöstlich von Caen, dem Hauptort der Region Basse-Normandie, und 48 Kilometer nördlich von Le Mans auf einer mittleren Höhe von 140 Metern über dem Meeresspiegel. Die Mairie steht auf einer Höhe von 136 Metern. Nachbargemeinden von Alençon sind Damigny im Nordwesten, Saint-Paterne - Le Chevain im Osten und Südosten sowie Saint-Germain-du-Corbéis im Südwesten. Das Gemeindegebiet hat eine Fläche von 1068 Hektar. Alençon liegt an der Sarthe und der Briante, einem Nebenfluss der Sarthe.[2]

Die Gemeinde ist einer Klimazone des Typs Cfb (nach Köppen und Geiger) zugeordnet: Warmgemäßigtes Regenklima (C), vollfeucht (f), wärmster Monat unter 22 °C, mindestens vier Monate über 10 °C (b). Es herrscht Seeklima mit gemäßigtem Sommer.[1]

Geschichte

Spitze aus Alençon aus dem 18. Jahrhundert, hier wurden die Techniken point d’Argentan und point d’Alençon gemischt.

In gallo-römischer Zeit war Alençon nur eine Furt über die Sarthe. Als befestigter Marktflecken wird Alençon im 11. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadt wuchs, wurde zur Grafschaft ernannt und zu Beginn des 15. Jahrhunderts zum Herzogtum. Im 16. Jahrhundert beeinflusste Margarete von Navarra das Leben der Stadt. Sie förderte die Reformation und einige Einwohner bekannten sich früh zum Calvinismus.

1665 wurde eine königliche Spitzenmanufaktur gegründet, deren point d’Alençon, wie die besondere Machart der Spitze genannt wurde, geheim gehalten wurde. Im Jahr 2010 wurde der point d’Alençon in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.[3]

1793 erhielt Alençon im Zuge der Französischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 durch die Verwaltungsreform in der Regierungszeit Napoleon Bonapartes (1769–1821) das Recht auf kommunale Selbstverwaltung.[4]

Im Zweiten Weltkrieg (1939–1945) war Alençon von der deutschen Wehrmacht besetzt (siehe auch Flugplatz Alençon-Valframbert). Am 12. August 1944 wurde die Stadt von der 2e division blindée unter Generalmajor Leclerc befreit.

Von enormer wirtschaftlicher Bedeutung für die Stadt wurde die Gründung (1955) und das Wachstum des weltweit exportierenden Unternehmens Moulinex in Alençon.

Bevölkerungsentwicklung[4]
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009 2018
Einwohner 25.584 31.656 33.680 31.608 29.988 28.935 27.325 25.775

Die höchste Bevölkerungszahl hatte die Stadt im Jahr 1975.

Politik

Alençon ist Sitz des Kommunalverbands Communauté urbaine d’Alençon,[5] der Präfektur des Départements, der Unterpräfektur des Arrondissements sowie Hauptort von drei Kantonen.

Partnerstädte

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die gotische Basilika Notre-Dame d’Alençon steht im Stadtzentrum. Honoré Balzac siedelt seinen Roman „Die alte Jungfer“ aus dem Werkzyklus „Nebenbuhler“ in Alençon an und vermittelt damit einen Eindruck von einer französischen Provinzstadt um 1830, einer Zeit, in der sich Republikaner und Royalisten verfeindet gegenüberstehen.


Im ehemaligen Jesuitenkolleg ist heute das Musée des Beaux-Arts et de la Dentelle untergebracht.

Wirtschaft und Infrastruktur

Bahnhof von Alençon

Alençon ist ein Standort von Textil- und Elektroindustrie.

Es gibt drei Lycées, sechs Berufsschulen, sechs Collèges sowie mehrere private und öffentliche Grundschulen in Alençon. Die Stadt verfügt über einen Bahnhof und einen touristisch und sportlich genutzten Flugplatz Alençon-Valframbert.[1]

Lokale Produkte

Auf dem Gemeindegebiet gelten kontrollierte Herkunftsbezeichnungen (AOC) für Maine Anjou-Rindfleisch sowie geschützte geographische Angaben (IGP) für Rindfleisch der Bezeichnung Bœuf du Maine, Schweinefleisch (Porc de Normandie), Geflügel (Volailles du Maine, de Loué und de Normandie), Hühnereier (Œufs de Loué) und Cidre de Normandie oder normand.[1]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Geburtshaus der Therese von Lisieux

Persönlichkeiten, die hier gewirkt haben

  • Pierre Caroli (um 1480–um 1550), Theologieprofessor und Reformator, war 1530–1534 Pfarrer in Alençon
  • Margarete von Navarra (1492–1549), die ältere Schwester des französischen Königs Franz I. heiratete den Herzog von Alençon Karl IV. und wohnte von 1509 bis 1514 und 1519 bis 1525 in Alençon.[8]

Weblinks

 Commons: Alençon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 La ville d’Alençon. In: Annuaire-Mairie.fr. Abgerufen am 5. März 2013 (français).
  2. la Sarthe auf sandre.eaufrance.fr (französisch)
  3. Craftsmanship of Alençon needle lace-making. In: unesco.org. UNESCO, abgerufen am 5. März 2013 (english).
  4. 4,0 4,1 Alençon – notice communal. In: cassini.ehess.fr. Abgerufen am 5. März 2013 (français).
  5. Communauté urbaine d’Alençon. In: communaute-urbaine-alencon.fr. Joaquin Pueyo, Catherine Bescond, abgerufen am 5. März 2013 (français).
  6. Louise Hervieu. In: Base Joconde. Ministère de la culture, abgerufen am 9. August 2010 (français).
  7. Isabelle Cernetic, Marie-Sophie de Sairigné, Collectif, Charlotte Rousselle, Céline Dutheil: Le Petit Futé Normandie. 12 Auflage. Petit Futé, 2009, ISBN 978-2-7469-2391-1, S. 358 (in Google Books). (französisch)
  8. Yves Lecouturier: Célèbres de Normandie. Orep Editions, 2007, ISBN 978-2-915762-13-6, S. 45. (französisch)

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