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Albert Weiler (Kinderarzt)

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Albert Weiler (geb. 2. Oktober 1863 in Winnweiler/Pfalz; gest. 25. Dezember 1917 in Würzburg) war ein deutscher Humanmediziner und erster niedergelassener Kinderarzt in Würzburg.

Leben und Wirken

1883 begann Weiler ein Medizinstudium an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. In diesem Jahr wurde er auch in das Corps Moenania Würzburg (xx) recipiert. Im Jahre 1887 schloss er sein Studium mit dem Staatsexamen ab und heiratete die ein Jahr jüngere Mathilde Schwabacher, eine gute Partie, stammte seine Gattin doch aus einer einflussreichen und wohlhabenden jüdischen Familie.

Nach der Promotion 1888 ließ sich das junge Paar zunächst in seinem Geburtsort nieder, wo dieser eine Allgemeinpraxis eröffnete, die er 1891 in den Nachbarort Obermoschel verlegte. In dieser Tätigkeit fand er mutmaßlich nicht die gewünschte Betätigung, wechselte als Assistenzarzt an das renommierte Kaiserin-Auguste-Viktoria-Kinderkrankenhaus in Berlin, wo damals viele jüdische Ärzte tätig waren, und erwarb fundierte pädiatrische Kenntnisse.

Albert Weiler - Niederlassungsannonce im „Generalanzeiger“

Erster Kinderarzt Würzburgs

Nachdem das Juliusspital Mitte des 19. Jahrhunderts eine eigene Kinderklinik gegründet hatte, eröffnete Weiler am 12. Juli 1895 die erste allgemein- und kinderärztliche Praxis in der Haugerpfarrgasse. Um Kinder aus dem Proletariat kümmerten sich damals die Armenärzte in der Medizinischen Poliklinik; stationäre Patienten wurden in der Kinderklinik des Juliusspitals behandelt. Wohlhabendere Familien ließen sich dagegen einen Arzt ins Haus kommen.

1911 erhielt er das Würzburger Heimat- und Bürgerrecht.

Ehrenamt

Des Weiteren war er Vorsitzender des jüdischen Geselligkeitsvereins „Casino“.

Letzte Ruhestätte

Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem neuen Jüdischen Friedhof in Würzburg. Die Beerdigung fand unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit statt:[1] Vertreter des Roten Kreuzes und des Säuglings-Fürsorgevereins, des Israelitischen Krankenhauses, des ärztlichen Bezirksvereins und des Corps Moenania legten Kränze nieder. Weilers Grab auf dem 1882 errichteten neuen jüdischen Friedhof besteht noch heute. Seine Gattin Mathilde starb 1923.

Ehrungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. General-Anzeiger vom 29. Dezember 1917


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