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Albert Samain

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Albert Victor Samain (geb. 4. April 1858 in Lille; gest. 18. August 1900 in Magny-les-Hameaux) war ein französischer Lyriker und Vertreter des Symbolismus.

Albert Samain, Porträt von Félix Vallotton (1896)

Nach dem Besuch des Gymnasiums arbeitete Samain in einer Bank seiner Heimatstadt. Um 1884 kam er nach Paris, wo er eine Anstellung in der Präfektur des Departements Seine fand, die er bis kurz vor seinem Tod innehatte.

1890 gehörte er zu den Begründern der literarischen Zeitschrift Mercure de France, wo seine ersten Gedichte veröffentlicht wurden. 1893 erschien in kleiner Auflage sein erster Gedichtband Au Jardin de l'infante, der den Beifall der Literaturkritik fand. Eine erweiterte Auflage des Werkes erschien 1897 unter dem Titel L' Urne penchee. Nachdem 1898 sein zweiter Gedichtband Aux flancs du vase erschien war, zog sich Samain wegen seiner angegriffenen Gesundheit auf das Land zurück, wo er 1900 starb.

Samains dritter Gedichtband Le Chariot d'or erschien 1901 posthum. Er enthielt auch das lyrische Drama Polyphéme. Dieses wurde 1904 am Théâtre de l'Œuvre uraufgeführt und bildete später die Vorlage für Jean Cras' gleichnamige Oper, deren Uraufführung 1922 an der Opéra-Comique stattfand.

Seine Gedichte wurden vielfach von zeitgenössischen Komponisten vertont, so von Amédée Dutacq, Paul Paray, Raymond de Pezzer, Philipp Jarnach, Alfredo Casella, Marguerite Canal, Agnès Humbert und Lili Boulanger.

Weblinks

 Commons: Albert Samain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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