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Al Franken

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Datei:Al Franken Official Senate Portrait.jpg
Al Franken
(offizielles Senatsfoto)
Datei:AlFranken.JPG
Al Franken beim Senatswahlkampf in Rochester.

Alan Stuart „Al“ Franken[1] (* 21. Mai 1951 in New York City) ist ein US-amerikanischer Autor, Komiker, Radiomoderator und Politiker (Demokraten). Auch seine Auftritte in Saturday Night Live machten ihn populär. Er ist eine Hälfte des Comedy-Duos Franken and Davis und moderierte The Al Franken Show auf Air America Radio. Seit dem 7. Juli 2009 ist er Mitglied des US-Senats für den Bundesstaat Minnesota.

Leben

Al Franken wuchs in einem Vorort von Minneapolis auf und graduierte an der Harvard University.

Autor und Journalist

Der Titel seines Buches Lies And the Lying Liars who tell them - a fair and balanced look at the right ist an den Slogan fair and balanced des Fernsehsenders Fox News Channel angelehnt. Der Sender möchte mit diesem Slogan unterstreichen, dass seine Berichterstattung fair und ausgewogen sei. Wie auch viele andere Kritiker, die Fox als sehr konservativen und republikanerfreundlichen Nachrichtensender sehen, wirft Franken Fox vor, genau das Gegenteil einer fairen und ausgewogenen Berichterstattung zu betreiben. Das Hauptziel seiner Kritik sind hierbei die Moderatoren Bill O’Reilly und Sean Hannity sowie die Autorin Ann Coulter. Wegen dieses Titels wurde auch ein Prozess geführt, der aber von Franken gewonnen wurde.

Politik

Am 14. Februar 2007 kündigte Franken an, dass er in Minnesota für einen Sitz im US-Senat kandidieren werde. Im Juni 2008 wurde er zum offiziellen Kandidaten der Demokraten in Minnesota (DFL) gekürt.[2] Nach einem erbitterten Wahlkampf trennten Franken und den republikanischen Amtsinhaber Norm Coleman bei der Wahl nur wenige hundert Stimmen, was nach den Bestimmungen in Minnesota eine langwierige Neuauszählung der Stimmen notwendig machte. Diese ergab einen Vorsprung Frankens von 225 Stimmen gegenüber Coleman. Coleman legte daraufhin Rechtsmittel ein. Die Überprüfung durch ein Bezirksgericht und die Wertung zusätzlicher Briefwählerstimmen ergaben einen Vorsprung Frankens von 312 Stimmen. Nachdem dieses Ergebnis am 30. Juni 2009 auch vom Obersten Gerichtshof Minnesotas bestätigt wurde, erklärte Coleman den Verzicht auf weitere Rechtsmittel und gratulierte Franken zu seinem Wahlsieg.[3] Nach der Unterzeichnung des Beglaubigungsschreiben durch Gouverneur Tim Pawlenty wurde Franken am 7. Juli 2009 vereidigt.[4]

Im Senat gehört Al Franken dem Gesundheits-, Bildungs- und Arbeitsausschuss, dem Justizausschuss sowie dem Committee on Indian Affairs an.

Am 5. August 2010 sorgte Franken für einen kleinen Eklat, als er während der Rede von Mitch McConnell, dem Minderheitsführer der Republikaner, zur Nominierung von Elena Kagan für den Supreme Court dessen Ausführungen mit Gesten und Grimassen kommentierte; Franken leitete zu diesem Zeitpunkt die Senatssitzung. McConnell erklärte ihm gegenüber später: „Das hier ist nicht Saturday Night Live, Al.“ Franken setzte daraufhin eine handgeschriebene Entschuldigung auf, worin er ausführte, McConnell habe das Recht, dass ein der Sitzung vorstehender Senator seiner Rede respektvoll zuhöre.[5]

Air America Radio

Al Franken gehörte zu den Gründungsmitgliedern des US-Radionetzwerkes Air America Radio (AAR). Hier lief u.a. die The Al Franken Show. AAR war das bisher bedeutendste Radionetzwerk für liberale und progressive Radio-Talkshows in den sonst von konservativen Talkradios geprägten Vereinigten Staaten.[6] Über den Syndikation-Dienst wurden die Sendungen der wichtigsten liberalen Talk-Hosts, neben Al Franken auch Jon Elliott, Rachel Maddow, Montel Williams, Nicole Sandler, Jack Rice, Ron Reagan, Marc Maron, Sam Seder und anderen verbreitet. Über 100 Sender in den ganzen USA waren Affilates von Air America. Das Netzwerk bestand von 2003 bis zum Konkurs 2010.[7]

Werke

  • Lies and the Lying Liars Who Tell Them: A Fair and Balanced Look at the Right (ISBN 0-452-28521-6), auf deutsch erhältlich unter dem Titel „Kapitale Lügner“ (ISBN 3-570-50054-3)
  • I'm Good Enough, I'm Smart Enough, and Doggone It, People Like Me!: Daily Affirmations with Stuart Smalley (Dell Books, 1992) ISBN 0-440-50470-8
  • Rush Limbaugh Is a Big Fat Idiot and Other Observations (Delacorte Press, 1996) ISBN 0-385-31474-4
  • Why Not Me? (Delacorte Press, 1999) a parody-journal of the fictional “Franken campaign” for President ISBN 0-385-31809-X
  • Oh, the Things I Know! A Guide to Success, or Failing That, Happiness (Plume Books, 2003) ISBN 0-452-28450-3
  • The Truth (With Jokes) (Dutton Books, 2005) ISBN 0-525-94906-2

Weblinks

 Commons: Al Franken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Internet Movie Database: Biography for Al Franken
  2. Al Franken's Senate Bid No Laughing Matter
  3. Urteil des Minnesota Supreme Court (Memento vom 1. Januar 2010 im Internet Archive)
  4. Pat Doylen (Star Tribune): At last, a second senator for Minnesota (1. Juli 2009)
  5. CBS News: McConnell to Franken: "This Isn't SNL" (6. August 2010)
  6. Richard Corliss: Why Air America Will Be Missed. In: Time. 2010-01-21 ISSN 0040-781X (http://content.time.com/time/nation/article/0,8599,1955848,00.html).
  7. Brian Stelter: Liberal Radio, Even Without Air America. In: The New York Times. 2010-01-25 ISSN 0362-4331 (http://www.nytimes.com/2010/01/25/arts/25radio.html).

Vorlage:Navigationsleiste US-Senatoren aus Minnesota


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