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Aisch (Adelsdorf)

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Aisch
Gemeinde Adelsdorf
Koordinaten: 49° 43′ N, 10° 53′ O49.7210.888611111111272Koordinaten: 49° 43′ 12″ N, 10° 53′ 19″ O
Höhe: 272 m ü. NHN
Einwohner: 1.472 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Jul. 1971
Postleitzahl: 91325
Vorwahl: 09195
Ansicht von Aisch

Ansicht von Aisch

Aisch ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Adelsdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern).

Geographie

Das Pfarrdorf Aisch liegt am linken Hochufer der Aisch. Im Norden grenzt ein Waldgebiet an. Dort erhebt sich der Uttsberg (305 m ü. NHN). Ansonsten ist der Ort von Acker- und Grünland umgeben. Im Nordwesten wird die Flur Klemm genannt, im Südwesten Mühlfelder und Kühanger.

Die Kreisstraße ERH 16 verläuft nach Adelsdorf zur Bundesstraße 470 (2,1 km südlich) bzw. zur Staatsstraße 2254 (4 km nördlich) zwischen Bösenbechhofen im Südwesten und Zentbechhofen im Nordosten. Die Kreisstraße ERH 36 verläuft nach Medbach (2,7 km südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Lauf (2,6 km nordöstlich).[2]

Geschichte

Im Jahr 1123 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt, in der Gotefrid von Eische Zeuge einer Schenkung war. Die für das Bamberger Hochstift tätigen Ministerialen von Aisch sind seit 1116 nachweisbar. Im 13. Jahrhundert nannten sie sich nach ihrer Besitzung Nainsdorf. Anfang des 15. Jahrhunderts waren die Ritter Cratz Lehensträger, danach die Haut in Aisch, die um diese Zeit auch Adelsdorf besaßen. 1420 sind die Stiebar als Besitzer bezeugt. Eine Hälfte des Ortes erwarben um 1466 die Truchsesse von Pommersfelden. Im 17. Jahrhundert kauften die Stiebar diese Hälfte zurück. 1738 verkaufte Johann Georg Christoph Wilhelm von Stiebar für 94317 Gulden seine Ansprüche an die Grafen von Schönborn.[3]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Aisch 62 Anwesen. Das Hochgericht übte die Schönborn’sche Herrschaft Pommersfelden aus. Es hatte ggf. an das bambergische Centamt Bechhofen auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Herrschaft Pommersfelden inne. Grundherren waren das bambergische Domkapitel (1 Hof, 2 Güter, 1 Sölde, 1 Tropfhaus) und die Herrschaft Pommersfelden (Schloss, 5 Güter, 28 Sölden, 14 Tropfhäuser, 3 Häuser, Mühle, Schmiede, Wirtshaus, Jägerhaus). Ein Haus und ein Hirtenhaus waren gemeindlich genutzte Gebäude.[4]

1802 kamen die bambergischen Güter von Aisch an Bayern, 1806 schließlich auch die des Rittergutes. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Adelsdorf zugeordnet. 1819 entstand die Ruralgemeinde Aisch, zu der Nainsdorf gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Höchstadt zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Höchstadt. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit und der Ortspolizei unterstanden 72 Anwesen dem Patrimonialgericht Pommersfelden (bis 1848). Am 8. September 1854 wurde Uttstadt nach Aisch eingemeindet.[5] Ab 1862 gehörte Aisch zum Bezirksamt Höchstadt an der Aisch (1938 in Landkreis Höchstadt an der Aisch umbenannt) und weiterhin zum Rentamt Höchstadt (1920–1929: Finanzamt Höchstadt, 1929–1972: Finanzamt Forchheim, seit 1972: Finanzamt Erlangen). Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Höchstadt, von 1880 bis 1959 war das Amtsgericht Höchstadt an der Aisch zuständig, von 1959 bis 1973 das Amtsgericht Forchheim, seitdem ist es das Amtsgericht Erlangen. Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 8,302 km².[6]

1968 wurde Nainsdorf nach Adelsdorf umgemeindet. Am 1. Juli 1971 wurden im Zuge der Gebietsreform Aisch und Uttstadt in die Gemeinde Adelsdorf eingegliedert.[7]

Baudenkmäler

  • Aischer Hauptstraße 9: Ehemaliger Gutshof
  • Aischer Hauptstraße 10: Katholische Pfarrkirche St. Laurentius
  • Marienplatz 1: Ehemalige Mühle mit Scheune
  • Pfarrweg 2: Pfarrhaus


Einwohnerentwicklung

Gemeinde Aisch

Jahr 1827 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 463 529 529 599 583 557 552 565 592 585 568 595 576 541 557 602 628 634 627 951 906 878 797 1024
Häuser[8] 101 99 111 113 115 130 46
Quelle [9] [10] [10] [10] [11] [10] [12] [10] [10] [13] [10] [10] [14] [10] [10] [10] [15] [10] [10] [10] [16] [10] [6] [17]

Ort Aisch

Jahr 001827 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 385 441 425 443 447 490 696 650 875 1472
Häuser[8] 78 86 91 92 106 361
Quelle [9] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [6] [17] [1]

Religion

Die katholische Pfarrkirche St. Laurentius

Der Ort ist bis heute überwiegend katholisch und gehörte zur Kirchengemeinde St. Laurentius (Aisch), die bis in den 1950er eine Filiale von St. Stephanus (Adelsdorf) war, danach selbst zur Pfarrei erhoben wurde. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Matthäus (Neuhaus) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

 Commons: Aisch (Adelsdorf) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1991-11, S. 334, DNB 94240937X (Digitalisat).
  2. Aisch im BayernAtlas
  3. F. Krug (Hrsg.), S. 79f. = G. Daßler (Hrsg.), S. 51f.
  4. Vorlage:Hofmann Höchstadt-Herzogenaurach 1951
  5. Vorlage:Hofmann Höchstadt-Herzogenaurach 1951
  6. 6,0 6,1 6,2 Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 677, DNB 453660959 (Digitalisat).
  7. Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München, ISBN 3-406-09669-7, S. 484.
  8. 8,0 8,1 Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden sie als Wohngebäude bezeichnet.
  9. 9,0 9,1 Vorlage:Ober-Mainkreis 1827 Für die Gemeinde Aisch zuzüglich der Einwohner von Nainsdorf (S. 133).
  10. 10,00 10,01 10,02 10,03 10,04 10,05 10,06 10,07 10,08 10,09 10,10 10,11 10,12 10,13 10,14 Vorlage:Historisches Gemeindeverzeichnis 1953
  11. 11,0 11,1 Vorlage:Topographisches Verzeichnis Bayern 1867
  12. 12,0 12,1 Vorlage:Ortsverzeichnis Bayern 1875
  13. 13,0 13,1 Vorlage:Ortsverzeichnis Bayern 1885
  14. 14,0 14,1 Vorlage:Ortsverzeichnis Bayern 1900
  15. 15,0 15,1 Vorlage:Ortsverzeichnis Bayern 1925
  16. 16,0 16,1 Vorlage:Ortsverzeichnis Bayern 1950
  17. 17,0 17,1 Vorlage:Ortsverzeichnis Bayern 1970


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Aisch (Adelsdorf) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Hauptautor des Artikels (siehe Autorenliste) war Reinhardhauke. Weitere Artikel, an denen dieser Autor maßgeblich beteiligt war: 2.713 Artikel (davon 0 in Jewiki angelegt und 2.713 aus Wikipedia übernommen). Bitte beachten Sie die Hinweise auf der Seite Jewiki:Statistik.