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Airolo

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Airolo
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin
Bezirk: Bezirk Leventinaw
Kreis: Kreis Airolo
Gemeindenummer: 5061i1f3f4
Postleitzahl: 6780
UN/LOCODE: CH AIR
Koordinaten: (690373 / 154237)46.5333318.6166691175Koordinaten: 46° 32′ 0″ N, 8° 37′ 0″ O; CH1903: (690373 / 154237)
Höhe: 1'175 m ü. M.
Fläche: 94.5 km²
Einwohner: 1570 (Fehler: Ungültige Zeitangabe)[1]
Website: www.airolo.ch

Airolo mit der Kaserne Motto Bartola (Bildrand unten links)

Karte
Vorlage:Imagemap Bezirk Leventinaw

Airolo (in alpinlombardischer Mundart: Airö(u)/Aire(u) [ajˈrøː/ajˈrøw/ajˈreː/ajˈrew][2], deutsch Eriels oder Jerels, rätoromanisch Iriel) ist ein Dorf und eine politische Gemeinde im Kreis Airolo, Bezirk Leventina, im schweizerischen Kanton Tessin. Es ist Hauptort des gleichnamigen Kreises.

Geographie

Airolo ist eine Gemeinde am oberen Ende des Valle Leventina, 55 km nördlich von Bellinzona, am südlichen Fuss des Gotthardpasses. Westlich von Airolo erstreckt sich das Bedrettotal, von dem man über den Nufenenpass (Passstrasse) in den benachbarten Kanton Wallis oder über den San Giacomo-Pass (nur Wanderweg) ins italienische Val Formazza gelangt. Zur Gemeinde gehören auch die Dörfer Brugnasco, Fontana, Madrano[3], Nante und Valle (früher kamen auch das Dorf Albinasca und der Weiler Bedrina hinzu, welche heute unbewohnt sind).

Wirtschaft

Datei:Airolo strada.JPG
Hauptstrasse beim Bahnhof

Die Landwirtschaft spielte lange eine wichtige Rolle, heute schafft sie jedoch nur noch wenige Arbeitsplätze. Durch den Bau einer Schaukäserei (Caseificio dimostrativo del Gottardo) konnten die einheimischen Landwirtschaftprodukte besser vermarktet werden.

Im Industriesektor nimmt das Baugewerbe den ersten Platz ein. Die einzige wichtige Fabrik von Airolo ist eine Metallverarbeitungsfirma, welche etwa 100 Personen beschäftigt.

In Airolo befinden sich Dienstleistungsbetriebe für Bahn- und Strassenverkehr sowie ein grosser Waffenplatz, in der Sanitätstruppen der Schweizer Armee ausgebildet werden. Durch Sparmassnahmen beim Militär und den Bahnbetrieben gingen in Airolo zahlreiche Arbeitsplätze verloren, was zu einer sinkenden Bevölkerungszahl führte. Eine wichtige Rolle spielen darüber hinaus die Wasserkraftwerke.

Trotz der Belastungen durch den Transitverkehr ist Airolo ein vielbesuchter Ferienort. Airolo war der erste Skisportort im Tessin und ist heute der bedeutendste des Kantons. Im Sommer ist Airolo ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen (Strada Alta, Sentiero degli Alpi).

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Pneumatisch betriebene Tunnellokomotive bei Airolo während des Baus des Gotthard-Scheiteltunnels.[4]

Verkehr

Airolo ist eine wichtige Bahnstation an der Gotthardbahn-Linie. Der Ort liegt am Südportal des Eisenbahntunnels und des Strassentunnel der Autobahn A2.

Geschichte

Schon im 2./3. Jahrhundert n. Chr. hielten sich in Airolo Menschen auf, wie römische Gräber in Madrano belegen. Die Geschichte von Airolo war stets vom Verkehr über den Gotthard geprägt. Dadurch erlangten Gastgewerbe und Säumerei grosse wirtschaftliche Bedeutung.

Die ältesten urkundlichen Belege für den Ort als Oriolo, Ur(i)olo, Irorio stammen aus dem 13. Jahrhundert, im 14. Jahrhundert erscheint er als Oriollo, Oirolo, Yroll(i)o, Airol(l)o, Ayrolio. Der Ortsname gehet wahrscheinlich auf volkslateinisch *oriolu ‚schmaler Rand, Kante‘ zurück.[2]

Die katholische Pfarrkirche Santi Nazario e Celso wurde im 12. Jahrhundert errichtet und erstmals 1224 zusammen mit der Pfarrei erwähnt. Das heutige Gebäude wurde 1879 neu gebaut, nachdem es 1877 von einem Brand zerstört wurde, bei welchem auch ein grosser Teil des Dorfes niederbrannte. Der Kirchturm, der von doppelreihigen Zwillingsarkaden bekrönt ist, stammt aus der romanischen Zeit.

In der Nähe des Bahnhofs steht das Denkmal für die Opfer des Gotthardtunnelbaus, ein von Vincenzo Vela (1820–1891) geschaffenes bronzenes Flachrelief.

1882 wurde der Eisenbahntunnel mit dem Südportal Airolo eingeweiht. Zum militärischen Schutz der Gotthardstrasse und des Gotthardtunnels wurden auf dem Gebiet von Airolo die Gotthardfestungen Motto Bartola (1890), Forte Airolo (1890) und Fort Hospiz (1894) gebaut.

Am 28. Dezember 1898 zerstörte ein Bergsturz einen Teil des Dorfes und forderte drei Tote. Zum Schutz des Dorfes wurde die grosse Schutzmauer oberhalb der Häuser errichtet. Eine riesige Lawine forderte am 12. Februar 1951 zehn Tote. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden zahlreiche Lawinenverbauungen errichtet; eine Arbeit, welche in neuerer Zeit fortgesetzt wird.

Bereits 1890 erhielt Airolo eine elektrische Strassenbeleuchtung. Airolo war die erste Gemeinde des Kantons Tessin, die eine Kläranlage baute (1969).

Im Zweiten Weltkrieg wurden auf dem Gemeindegebiet als Teil des Reduit die neuen Artilleriewerke San Carlo (1938), Foppa Grande (1940) und Festung Sasso da Pigna (1941) erstellt.

1980 wurde der Gotthard-Strassentunnel mit dem Südportal Airolo eröffnet.

Persönlichkeiten

Sehenswürdigkeiten

Militärbauten

Veranstaltungen

  • Stiftung Pro Sankt Gotthard[43]

Bilder

Weblinks

 Commons: Airolo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ungültiger Metadaten-Schlüssel Quelle
  2. 2,0 2,1 Barbara Meroni: Airolo TI (Leventina). In: Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG). Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, S. 80.
  3. Madrano
  4. Braun, Adolphe: Photographische Ansichten der Gotthardbahn. Dornach im Elsass, ca. 1875
  5. Rodolfo Huber: Emilio Motta im Historischen Lexikon der Schweiz
  6. Arnoldo Borelli auf www.sikart.ch
  7. Willi Borelli auf www.sikart.ch
  8. Franz Felix Betschon
  9. Mauro Aquilini auf www.sikart.ch
  10. Mauro Aquilini
  11. 11,00 11,01 11,02 11,03 11,04 11,05 11,06 11,07 11,08 11,09 11,10 11,11 11,12 11,13 11,14 11,15 11,16 11,17 11,18 11,19 11,20 11,21 11,22 11,23 11,24 11,25 11,26 11,27 11,28 11,29 11,30 11,31 11,32 11,33 11,34 11,35 11,36 11,37 11,38 11,39 Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 143–147.
  12. Pfarrkirche Santi Nazario e Celso
  13. Pfarrkirche Santi Nazario e Celso (Foto)
  14. Grabkapelle (Foto)
  15. Denkmal für die Opfer des Gotthardtunnelbaus (Foto)
  16. Tremolastrasse (Foto)
  17. Gotthardpass, Hospiz
  18. Adrien Guex Denkmal (Foto)
  19. Staue Madonna di Fatima (Foto)
  20. Suworow-Denkmal
  21. Suworow-Denkmal (Foto)
  22. Prähistorische Siedlung auf dem Gotthardpass
  23. Oratorium San Gottardo
  24. Ospizio vecchio (Foto)
  25. Betkapelle dei Morti (Foto)
  26. Oratorium Sant’Antonio Abate (Foto)
  27. Oratorium Santi Gervasio und Protasio (Foto)
  28. Prähistorische Siedlung und römische Nekropole bei Madrano
  29. Oratorium San Barnaba (Foto)
  30. Oratorium Santa Maria Vergine (Foto)
  31. Oratorium Santa Maria Assunta (Foto)
  32. Autobahnportal Sud (Foto)
  33. Oratorium Santa Maria Maddalena (Foto)
  34. Oratorium Sant'Anna (Foto)
  35. Forte Airolo (Foto)
  36. Festung Foppa Grande (Foto)
  37. Arsenale alto (Foto)
  38. Arsenale basso (Foto)
  39. Caserma (Foto)
  40. Festung Fieud (Foto)
  41. Festung Sasso da Pigna
  42. Forte San Gottardo (Foto)
  43. Stiftung Pro Sankt Gotthard

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