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Aiman Obed

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Aiman Obed (* 4. Juni 1967 in Kfar Saba, Israel[1]) ist Facharzt für die Allgemeinchirurgie und Viszeralchirurgie mit Schwerpunkt im Bereich der Transplantationschirurgie.

Leben

Obed, palästinensischer Herkunft mit israelischem Pass[2], wuchs mit seinen Geschwistern (drei Schwestern, vier Brüder) in Taibeh auf. Die Eltern waren dort als Oberbürgermeister bzw. Grundschullehrerin berufstätig. Im Jahr 1985 beendete er seine Schulbesuche mit dem Abitur. Von 1987 bis 1993 studierte er Medizin an der Westfälische Wilhelms-Universität Münster und legte seine Examen ab. Von 1995 bis 1997 war er AIP an der Medizinischen Hochschule Hannover unter Rudolf Pichlmayr in der Abdominal- und Transplantationschirurgie. Von 1997 bis 2001 war er dort Assistenzarzt mit Rotation in den Bereichen Unfallchirurgie und HTG-Chirurgie. Seit Mai 2001 ist Obed Facharzt für Chirurgie. Von 2001 bis 2003 war er Assistenzarzt an der Klinik für hepatobiliäre und Tx-Chirurgie und der Klinik für Allgemeinchirurgie der Uniklinik, Georg-August-Universität Göttingen.

2003 wurde er vom damaligen Chef des Universitätsklinikum Regensburg, Günter Riegger, abgeworben und nahm eine Stelle als Oberarzt in der Transplantationschirurgie an.[3] 2005 wurde er mit der Arbeit Relevante Selektionsfaktoren bei Lebertransplantation wegen HCC promoviert. Gemeinsam mit Hans Schlitt führte Obed die bundesweit erste sogenannte Split-Leber-Transplantation durch, eine Leber-Lebendspende, bei der mit einem Organ zwei Patienten versorgt werden können.[2] Als leitender Oberarzt in Regensburg war er außerdem entscheidend an einer Kooperation mit dem Jordan-Hospital in Amman beteiligt, die damals mit Wissen und Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung zur Förderung des Standortes Bayern im Arabischen Raum durchgeführt wurde. Die Kooperation verfolgte das Ziel vor Ort ein Lebendspende-Lebertransplantationsprogramm aufzubauen und dies wissenschaftlich zu begleiten. Von 2004 bis 2008 konnten dabei insgesamt 34 Leberlebendspenden durchgeführt werden.[4]2008 habilitierte[5][6] Obed am Universitätsklinikum Regensburg und wurde im selben Jahr für sein Expertise auf dem Gebiet der Transplantationschirurgie durch den European Board of Surgery ausgezeichnet und erwarb den FEBS Titel.

2008 wurde Obed von der Leitung der Universitätsmedizin Göttingen aktiv aus Regensburg abgeworben und übernahm die Leitung der Transplantationschirurgie.[7] 2009 nahm er dort eine Professur für Transplantationschirurgie an[8] und war als leitender Oberarzt unter Heinz Becker tätig. Er konnte die Zahl an Lebertransplantationen, die nach der Auflösung der eigenständigen Abteilung Transplantationschirurgie 2002 und dem Weggang von Burckhardt Ringe auf etwa 20 pro Jahr abgefallen war, deutlich auf über 50 pro Jahr steigern[9] und war am Aufbau des Kompetenzzentrums für Organtransplantation Südniedersachsen beteiligt.[10] Das Arbeitsverhältnis zwischen Obed und der Universitätsmedizin Göttingen wurde im gegenseitigen Einvernehmen[11] zum Ende des Jahres 2011 beendet.

Obed ist verheiratet und hat drei Töchter[1].

Auszeichnungen

Bundesweite und internationale Fachmitgliedschaften

Buchbeiträge (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Lebenslauf in Aiman Obed: Relevante Selektionsfaktoren bei Lebertransplantation wegen HCC, Inauguraldissertation, Medizinische Fakultät Universität Regensburg, 2004
  2. 2,0 2,1 Der elitäre Kreis der Organ-Spezialisten.. Wolfgang Ziegler in: Mittelbayerische Zeitung. S. 1 f. 17. August 2012. Abgerufen am 19. August 2012.
  3. Minister beurlaubt Chef. Abgerufen am 12. August 2012.
  4. UKR. Abgerufen am 12. August 2012.
  5. Die Besten für die Allgemein- und Viszeralchirurgie 2009. Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V.. 2009. Abgerufen am 10. August 2012.
  6. Habilitationen im 2. Quartal 2008 (pdf) Deutsches Ärzteblatt, Jg. 105, Heft 40. 3. Oktober 2008. Abgerufen am 10. August 2012.
  7. Aktiv abgeworben. Abgerufen am 12. August 2012.
  8. Annahme des Rufs auf W2-Professur auf Zeit (Tenure Track) für Transplantationschirurgie. Georg-August-Universität Göttingen. 25. März 2010. Abgerufen am 9. August 2012.
  9. Steigerung der Lebertransplantationszahlen auf über 50/Jahr in : Presseinformation Nr. 105. Universitätsmedizin Göttingen (UMG). 28. Juli 2010. Abgerufen am 9. August 2012.
  10. Presseinformation Nr. 013: Neues "Kompetenzzentrum für Organtransplantation Südniedersachsen" gegründet. Universitätsmedizin Göttingen (UMG). 2. Februar 2010. Abgerufen am 10. August 2012.
  11. Auswertung manipulierter Patientendaten. Transplantationsskandal: 25 Verdachtsfälle. Jürgen Gückel in: Göttinger Tageblatt. S. 1 ff. 20. Juli 2012. Abgerufen am 11. August 2012.
  12. Fellows of the Division of Transplantation. European Board of Surgeons. 2008. Abgerufen am 11. August 2012.
  13. Boxplot uneinheitlich. Deutsches Aerzteblatt. 2010. Abgerufen am 11. August 2012.
  14. ILTS Awards. International Liver Transplantation Society. 2012. Abgerufen am 11. August 2012.
  15. Liver and Pancreatic Diseases Management. Springer. 2006. Abgerufen am 12. August 2012.
  16. Immunsuppression nach Nierentransplantation. UNI-MED. 2007. Abgerufen am 12. August 2012.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Aiman Obed aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.