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Ahron Rothe

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Ahron Rothe

Reb Ahron Roth(e) (genannt Schomer Emunim und Reb Arele; geb. 1893[1] in Ungwar, Ungarn; gest. 1947[2] in Israel) war ein charedischer Rabbiner von aussergewöhnlicher G'ttesfürchtigkeit und Askese.

Er stammte nicht aus einer Admor-Familie, wuchs aber im Umfeld des Belser Rebben auf. Schon in jungen Jahren konnte er das Buch Tanja Wort für Wort auswendig. Im Alter von sechzehn Jahren wechselte er zu weiteren Studien an die Jeschiwa in Weizen in der Nähe von Budapest.

Im Jahr 1920 übersiedelte Raw Aharon in die Stadt Satmar, wo er sich niederliess, ein Bet Midrasch eröffnete und mit einer Gruppe Avrechim die Gemeinde Jire Haschem gründete (später umbenannt in Schomer Emunim, da die Gemeinde Wert auf ein lautes "Omen" legte), die nichts anderes auf der Welt kannte als Tora und Tefila. Schon bald sammelten sich weitere Menschen um ihn, die ihn als ihren Rebben und Führer ansahen.

Zu dieser Zeit begann er mit der Niederschrift seines Sefers Schulchan Hatahor, das 1941 anonym in Polen erschien. 1925 übersiedelte Reb Aharon nach Erez Jisrael und lebte u. a. in Jerusalem, bevor ihn seine Gesundheit zwang, nach Europa zurückzukehren.

Kurz vor seinem Tod ging er wieder nach Jerusalem, diesmal in Begleitung seines Schwiegersohnes, Reb Awraham Jitzchak Kahan. In Jerusalem schrieb Raw Aharon seine beiden bekannten Werke: Schomer Emunim (1942) und Taharat Hakodesch (1947).

Sein Leben lang litt er unter einer sehr angeschlagenen Gesundheit und soll angeblich weniger als 40 kg gewogen haben. Die Anfänge seines Lernens musste er gegen grösste Widerstände und Schmerzen mit eiserner Selbstdisziplin sich selbst gegenüber erkämpfen und erzwingen, um dann sagen zu können:

"Nachdem ich das Lernen dieses Sefers mit grossem Messirut Nefesch beendete, verlieh Haschem mir plötzlich ein angenehmes und süsses Licht und ich verwandelte mich in eine andere Person. Eine Lust für das Tora-Lernen erfüllte mich wieder, so weit, dass ich später auch in einem Zimmer lernen konnte, das voller Menschen war, die sich unterhielten. All das störte mich in keiner Weise. Ich schreibe das, um die Herzen derjenigen zu stärken, die Haschem suchen. Denn es existiert wirklich keinerlei Dunkelheit auf dieser Welt, sondern alle Dunkelheit wurde nur geschaffen, um sie zu durchbrechen!"

Obwohl Reb Ahrele von Natur aus ein kranker und schwacher Mann war, stärkte er sich wie ein Löwe, sobald es zum Dawenen oder zum Erfüllen von Mitzwot kam. Mit übermenschlichen Kräften erfüllte er die Mitzwot voller Elan und Schwung. Er starb in relativ jungem Alter, als er anfangs Nissan mit dem Mahlen des Weizen für die Matzot beschäftigt war ...

Nachfolger in der Führung des Chassidut wurde sein Sohn Avraham Chaim Roth.

Einzelnachweise

  1. Im Jahr 5654
  2. Niftar am 6. Nissan 5707

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