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Ahron Rosenfeld

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Reb Ahron Rosenfeld

Reb Ahron Rosenfeld (geb. 1927; gest. 2001 / 28. Nissan 5761) war von 1991 bis zu seinem Tod Admor von Pinsk-Karlin.

Leben

Reb Ahron kam 1927 zur Welt. Sein Vater nannte ihn Ahron nach Ahron Hakohen, nachdem sein Brit am Jom Kippur jenes Jahres stattfand. In seiner Jugend lernte er in den Jeschiwot "Chaje Olam" und "Karlin" in Jeruschalajim.

Viele Jahre widmete er sich dem Chinuch und war Maggid Schiur an der Jeschiwat "Etz Chajim" und der Belser Jeschiwa in Jeruschalajim und in Belgien. Reb Ahron erwarb sich für dieses Amt einen sehr guten Namen und war dafür bekannt, seinen Talmidim Tora und Jir'at Schamajim einprägen zu können. Speziellen Wert legte er auf den Begriff von "Zeit" und liess die Bachurim unter keinen Umständen ihre Zeit vergeuden und Tora-Lernen versäumen.

1957 verlor er seine Gattin und blieb mit fünf jungen Waisen zurück. Reb Ahron raffte sich aber auf, besiegte alle Schwierigkeiten und akzeptierte die Jissurim mit Freude. Später heiratete er ein zweites Mal, und zwar die Witwe von Raw Zwi Halbestamm.

Reb Jochanan Perlow (1900-1955), der Admor von Karlin, der den Weltkrieg überlebt hatte, hatte den jungen Awrech, Raw Ahron Rosenfeld, auserwählt, um als Führer der Karliner Chassidim in Erez Jisrael zu amtieren. Alle Briefe, die zwischen dem Admor in New York und den Chassidim in Erez Jisrael gewechselt wurden und sich auf Chinuch-Fragen bezogen, liefen über Reb Ahron.

Am Pessach des Jahres 5757 (1991) wurde Reb Ahron von den Chassidim von Pinsk-Karlin als Admor gekrönt (als Nachfolger von Schimon von Lelov, der, nachdem er einen Herzinfarkt hatte erleiden müssen, die Führerschaft der Karliner Chassidim aufgegeben hatte). Ab diesem Zeitpunkt widmete er sich voll und ganz seinen Chassidim, wie ein Vater seinen Söhnen. Das Thema Chinuch nahm bei ihm eine besondere Dimension an, und auch als Admor testete er stets persönlich die Bachurim. Immer wieder veranstaltete er Versammlungen aller Lehrer und Maggidei Schiur, um sie zu stärken und ihnen Anweisungen zu erteilen. Er hielt auch bei vielen Gelegenheiten und Veranstaltungen sowie in den Jeschiwot und anderen Institutionen Ansprachen zum Thema Chinuch.

Zu seinen Chassidim pflegte er einen engen Kontakt und wurde deshalb auch von seinen Anhängern sehr geschätzt. Während seiner Amtszeit wuchs das Chassidut, wobei er noch einige weitere Institutionen aufbauen konnte.

Am 28. Nissan des Jahres 5761, es war ein Schabbat-Abend, hielt er wie gewöhnlich seinen "Tisch" ab. Während der folgenden Nacht starb er plötzlich.

Hinweis

Der Artikeltext beruht in weiten Teilen auf einem Nachruf in der Jüdischen Zeitung, Zürich, Ausgabe vom 5. April 2013, Seite 14.


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