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Jisrael Hager

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Jisrael Hager

Raw Jisrael Hager (geb. 1860; gest. 1936 / 2. Sivan 5696 in Großwardein), genannt Ahavas Yisroel, war Admor von Wishnitz von 1893 bis zu seinem Tod 1936. Er zeichnete sich in der Eigenschaft der Nächstenliebe ganz speziell aus. Seine Liebe zu jedem Jehudi kannte keine Grenzen. Er sagte einmal: "Als man mich zum Admor krönte, nahm ich auf mich, keinerlei Fehler bei einem Jehudi zu sehen."

Leben

Er kam im Jahr 5620 (1860) zur Welt und wurde im Alter von nur fünfundzwanzig Jahren zum Raw der Stadt Bedewlija, Marmarosch (Rumänien, heute Ukraine), gewählt. Als sein Vater Boruch Hager im Jahr 5653 (1893) niftar wurde, wurde er Rebbe an Stelle seines Vaters. Er war damals dreiunddreissig Jahre alt.

Zwölf Jahre später gründete er die Jeschiwa in Wischnitz. Das Chassidut Wischnitz wuchs in seiner Zeit enorm.

Seine Bescheidenheit war unbeschreiblich. Als er einmal gefragt wurde, wie es sein konnte, dass er selbst solche Jehudim umarmte, die den Schabat entweihen und die Tora und Mitzwot nicht beachten, entgegnete er: "Was soll ich tun? Es ist mir unmöglich, einen Jehudi zu hassen!" So drückte er sich auch ein anderes Mal aus: "Hätte ich die Möglichkeit, anderen Jehudim durch Schreiben einen Gefallen zu tun, dann hätte ich mich Tag und Nacht mit Schreiben beschäftigt!"

Bei seinem letzten Besuch in Wischnitz, bevor er aufgrund der Ereignisse des Ersten Weltkriegs gezwungen war, nach Grosswardein zu gehen (wo er bis zu seinem Tod blieb), verabschiedete sich Reb Jisrael von jedem einzelnen der Bne Jeschiwa. Sein Sohn, Reb Baruch aus Seret-Wischnitz, schreibt: "Mein Vater wiederholte immer wieder den Passuk: 'Sodass er seine Söhne und sein Haus nach sich befiehlt'. Er erklärte, dass wir alle verpflichtet sind, bei den jungen Leuten Tora zu verbreiten, damit das Ende des Passuks in Erfüllung geht: 'sodass sie den Weg G'ttes hüten, Zedaka und Mischpat zu tun.'

Reb Jisrael starb am zweiten Sivan 5696. Er hinterliess vier Söhne, die alle Gedolei Tora waren, und jeder von ihnen führte ein ganzes Chassidut weiter (er hatte auch sechs Töchter, ein Sohn verstarb jung).

Als man seinen Aron nach Erez Jisrael bringen wollte, gab es eine Meinungsverschiedenheit der Familienmitglieder darüber, wo er begraben werden sollte. Es gab vier Optionen: Jeruschalajim, Bne Brak, Twerja und Zfat. Twerja und Zfat wurden aber bald nicht mehr in Erwägung gezogen, da dort der Minhag war, dass man kein Dach über den Kwarim baut. Letztendlich beschloss man, den Gadol Hador, den Chason Isch, um seine Meinung zu fragen und seinen Entscheid anzunehmen. Der Chason Isch entschied, dass er in Bne Brak begraben werden sollte, und begründete das wie folgt: "Sicher ist es besser, ihn hier in der Stadt zu begraben. Wir finden auch bei Chiskijahu Hamelech, dass man eine Jeschiwa bei seiner Grabstätte aufgestellt hat. Nachdem man hier momentan daran ist, eine Jeschiwa zu bauen, wird er für uns ein guter Nachbar sein."

Als der Aron am 13. Adar 5710 (im Jahr 1950) nach Erez Jisrael kam, hörte man, dass der Körper von Reb Jisrael vollständig vorgefunden wurde, obwohl inzwischen schon vierzehn Jahre vergangen waren. Während des Transports zerbrach ein Brett des Aron und so konnten alle sehen, dass er noch unverändert im Aron lag.

Die Lewaja fand am Ta'anit Esther statt und führte auch beim Haus des Chason Isch vorbei. Der Chason Isch kam dann heraus und begleitete ihn bis zum Bet Hakwarot, wo er auch blieb, bis der Niftar vollständig zugedeckt war.

Weblinks

Hinweis

Der Artikeltext beruht in weiten Teilen auf einem Nachruf in der Jüdischen Zeitung, Zürich, Ausgabe vom 6. Dezember 2013, Seite 20.


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