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Aharon Harlap

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Aharon Harlap

Aharon Harlap (* 1941 in Chatham in Ontario, Kanada) ist ein jüdischer Komponist, Musiktheoretiker und Dirigent.

Vita

  • Harlap, der ursprünglich Aaron Charloff hieß, wurde in eine musikalische Familie geboren. Sein Vater war Chasan und seine Mutter sang über Jahrzehnte hinweg in einem Chor liturgische Musik.
  • Im Jahr 1964 migrierte er nach Israel. Dort lebte er einige Jahre im Kibbuz Ein Hashofet, wo er erstmalig ernsthaft komponierte.

Ehrungen

  • Sein Oratorium The Fire and the Mountains über den Holocaust wurde im Jahr 1979 ausgezeichnet.
  • Im Jahr 1993 erhielt er den Mark Lavry Prize for composition für sein Werk For dust you are, and to dust you shall return.
  • Auch seine Oper Therese Raquin, basierend auf einer Novelle von Emile Zola, wurde im Jahr 1997 prämiert.

Ausbildung

  • Ab dem fünften Lebensjahr wurde er bei verschiedenen Lehrern am Klavier unterrichtet.
  • In Kanada begann er eine Karriere als Pianist.
  • Bis 1963 studierte er Musik und Mathematik an der University of Manitoba.
  • Er studierte auch am London Royal College of Music, und bei Oedoen Partos an der Tel Aviv Academy of Music.
  • Bei Adrian Boult in London und Hans Swarowsky in Wien hat er das Dirigieren erlernt.

Beruflicher Werdegang

  • Als Dirigent und Chorleiter ist er u.a. in Kanada, den USA, Europa und Südafrika aufgetreten.
  • In Israel war er Gastdirigent bei fast allen namhaften Orchestern.
  • Er lehrte u.a. an der Jerusalem Academy of Music.
  • Er hat u.a. zwei Symphonien, Konzerte für Klarinette, Klavier und Fagott und Chorwerke komponiert.
  • Gedichte des Holocaust-Überlebenden Yaakov Barzilai hat er in drei Liederzyklen umgesetzt.
  • Seine Oper Wings aus dem Jahr 2005 basiert auf Texten von Khalil Gibran.
  • Im Jahr 2007 wurde ein Viola-Konzert von ihm uraufgeführt.
  • Seine Musiksprache ist nach seinen eigenen Worten sehr modal (allerdings nicht speziell nahöstlich), sowie auch vom Jazz beeinflusst. Dazu schreibt er selber u.a.:
"I do use a lot of modes, my music is very modal in many ways, but not specifically Middle Eastern modes. And I write very much in a serial style also, and based on motives, on all kinds of variations. But that`s technical. I can`t pinpoint it - I know I`m influenced by jazz, and by jazz rhythm. I know, I`m influenced by Bernstein and Gershwin and Mahler, and it`s all one big mumbo jumbo." [1]
  • Obwohl er nicht religiös ist, fühlt er sich der jüdischen Tradition auch in der Musik verbunden. Dazu meinte er u.a.:
"As far as being an Israeli composer, I think I´m a Jewish composer, not only because I use Hebrew texts - you can be a Gentile and use Hebrew texts, it`s not that - but I have a feeling for it. My father was a cantor, my mother untilo today still sings in a choir at the age of eighty, and her whole life is devoted to music. (...) The songs, and the liturgy - all that has influenced me, and I feel very much Jewish in a sense that every Friday I go to the synagogue and I enjoy the customs of beeing a Jew. I`m not particulary religious, but I feel closeness as far as tradition." [2]

Weblinks

Videos

Literatur

  • Robert Jay Fleisher: Twenty Israeli Composers - Voices of a Culture, Wayne State University, 1997, S. 171 bis 181

Einzelnachweise

  1. Robert Jay Fleisher: Twenty Israeli Composers - Voices of a Culture, Wayne State University, 1997, S. 174
  2. Robert Jay Fleisher: Twenty Israeli Composers - Voices of a Culture, Wayne State University, 1997, S. 172 und 173



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