Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Aharon Abuchazira

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Aharon Abuchazira (hebr. ‏אהרן אבוחצירא‎‎, * 28. Oktober 1938 in Tafilalet) ist ein ehemaliger israelischer Politiker, der von 1974 bis 1992 Mitglied der Knesset war und in den Jahren 1977 bis 1982 verschiedenen Ministerposten innehatte.

Der Spross einer hoch angesehenen jüdischen Familie[1] aus Marokko kam 1949 nach Israel, als sein Vater, der bekannte Rabbiner Yisrael Abuhatzeira, auch bekannt als Baba Sali, nach der Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel mit seiner Familie Marokko verließ. Sein Vater wurde später Oberrabbiner von Ramla, wo Aharon Abuchazira aufwuchs. Er besuchte eine Jeschiwa und studierte anschließend an der Bar-Ilan-Universität Geschichte und hebräische Literatur. Danach arbeitete er als Lehrer.

Politische Karriere

1969 begann seine politische Karriere in der Nationalreligiösen Partei (NRP oder Mafdal)[2] und Aharon Abuchazira wurde erstmals in den Stadtrat von Ramla gewählt, wo er von 1972 bis 1977 das Amt des Bürgermeisters innehatte. Bei den am 31. Dezember 1973 veranstalteten Wahlen zur 8. Knesset, die vom 21. Januar 1974 bis zum 13. Juni 1977 dauerte, kandidierte er für die Nationalreligiöse Partei, der mit 10 Sitzen drittstärksten Fraktion. In der darauffolgenden 9. Knesset (13. Juni 1977 bis zum 20. Juli 1981) beteiligte sich die NRP an der Koalitionsregierung unter Menahem Begin (Likud) und erhielt zwei Ministerien: das Ministerium für Innere Angelegenheiten, das Josef Burg bereits in der vorherigen Regierung innegehabt hatte, und das Ministerium für Religion, dessen neuer Leiter Aharon Abuchazira wurde. Seine Amtszeit dauerte vom 20. Juni 1977 bis zum 5. August 1981. Im Sommer 1980 gab es Zeitungsberichte in Israel, dass es im Ministerium finanzelle Unregelmäßigkeiten gegeben haben solle, am 28. September wurde Abuchazira dazu vernommen[3], und am 2. Dezember 1980 wurde förmlich Anklage gegen ihn erhoben.[2] Anklagepunkte waren die Annahme von Bestechungsgeldern und der Missbrauch von Geldern zu privaten Zwecken und denen seiner Partei. Der israelische Generalstaatsanwalt Yitzhak Zamir beantragte dazu bei der Knesset die Aufhebung der parlamentarischen Immunität, der das Parlament am 16. Januar 1981[2] stattgab.

Im Laufe seiner Parlamentslaufbahn war Abuchazira Mitglied in mehreren Ausschüssen, darunter dem für Erziehung und Kultur (8. Knesset), Finanzen (10. bis 12. Knesset) und Verfassung, Gesetzgebung und Justiz (12. Knesset). In der 9. Knesset gehörte er keinem Ausschuss an.

Von 1977 bis 1981 war er Minister für Religionen und von 1981 bis 1982 war er Minister für die Aufnahme von Einwanderern sowie von 1981 bis 1982 war er Minister für Arbeit und Wohlfahrt.

Parteivorsitzender/Bürgermeister

Des Weiteren war er Parteivorsitzender der Tnu'at Masoret Jisra'el und ehemaliger Bürgermeister von Ramla.[4][5][6][7]

Knessetabgeordneter

Knesset
Knessetabgeordnete
Israel. Wahlen 1981
(3)
Aharon Abuchazira zusammen mit Ben-Zion Rubin und Aharon Uzan
Israel. Wahlen 1984
(1)
Aharon Abuchazira

Weblinks

Einzelnachweise

  1. American Yewish Yearbook, 1982, S. 256
  2. 2,0 2,1 2,2 Nachman Ben-Yehuda: The politics and morality of deviance. Moral panics, drug abuse, deviant science, and reversed stigmatization. State University of New York Press, Albany 1990. ISBN 0-7914-0123-5, S. 227
  3. American Jewish Yearbook, 1982, S. 256
  4. American Jewish Yearbook 1984 (PDF; 5,9 MB) p66
  5. Unholy Ministry Time, 15 December 1980
  6. The Ninth Knesset Knesset website
  7. Knesset Profil von Aharon Abuhatssira


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Aharon Abuchazira aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.