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Adoni-Zedek

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Adoni-Zedek ist im Buch Josua im Alten Testament Amoriterkönig von Jerusalem. Er wird in Jos 10,1 EU und 3 EU erwähnt.

Etymologie

Der hebräische Name אֲדֹנִי־צֶדֶק Adoni-Zedek ist ein Satzname und ist übersetzt „Mein Herr ist Gerechtigkeit“. Zedek ist jedoch auch Eigenname und bezeichnet eine Gottheit, weshalb die Bedeutung „Mein Herr ist [der Gott] Zedek“ wohl ursprünglicher ist. Der Name ist auch im Ugaritischen belegt. Herennios Philon erwähnt einen ugaritischen Gott namens Suduk.

Ähnliche Namensbildungen im Alten Testament sind Adonija (2 Sam 3,4 EU, „mein Herr ist [der Gott] Jhwh“), Adoni-Besek (Ri 1,5 EU, „mein Herr ist Besek“), Adoniram (1 Kön 4,6 EU, „mein Herr ist erhaben“) und Adonikam (Esr 2,13 EU, „mein Herr richtet sich auf“). Ferner lässt sich eine Parallele ziehen zu Melchisedek (Gen 14,18 EU, „mein König ist [der Gott] Zedek“), der als „König von Salem“ bezeichnet wird, was ebenfalls mit Jerusalem identifiziert wird.

In der Septuaginta wird Adoni-Zedek Αδωνιβεζεκ Adonibesek genannt und so mit dem in Ri 1,5 EU genannten Adoni-Besek identifiziert.

Biblischer Bericht

Adoni-Zedek war der König von Jerusalem vor der Landnahme durch die Israeliten. Er hörte von der Eroberung und Zerstörung Ais durch Josua und dessen Friedensschluss mit Gibeon. Da bekam er aufgrund der militärischen Stärke Ais und Gibeons Angst und sandte Boten an die vier anderen Könige der Amoriter Hoham von Hebron, Piram von Jarmut, Jafia von Lachisch und Debir von Eglon mit der Bitte, mit ihm gegen Gibeon zu ziehen, da es sich mit den Israeliten verbündet hatte. Daraufhin zogen die fünf Könige gegen Gibeon und belagerten es. Die Männer Gibeons baten Josua um militärische Unterstützung, woraufhin dieser mit seinem Heer aus Gilgal anrückte. Den Heeren der Amoriterkönige brachte das Heer Josuas mit Jhwhs Hilfe eine schwere Niederlage bei. Die Könige flohen und versteckten sich in der Höhle bei Makkeda. Von den Israeliten gefunden, ließ Josua den Eingang der Höhle mit großen Steinen verschließen und die Könige bewachen. Später wurden sie erschlagen und an fünf Bäumen aufgehängt. Sie wurden in der Höhle bei Makkeda begraben.

Literatur


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