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Adoni-Besek

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Adoni-Besek ist im Buch der Richter im Alten Testament ein kanaanäischer König. Er wird in Ri 1,5–7 EU erwähnt.

Etymologie

Der hebräische Name אֲדֹנִי־בֶזֶק Adoni-Besek bedeutet „Herr von Besek“. „Besek“ ist ein Ortsname, der neben Ri 1,4 EU auch noch in 1 Sam 11,8 EU vorkommt. Dieser Name lässt sich von der Wurzel בצק bzq ableiten und mit dem aramäischen Wort bizqā „Stein / Brocken / Scherbe“ in Verbindung bringen.[1] Ein Zusammenhang mit בָּזָק bāzāq „Blitz“ besteht wohl nicht. Es wäre grammatikalisch auch möglich, den Namen als Satznamen aufzufassen, sodass sich die Übersetzung „mein Herr ist Besek“ ergäbe, es ist aber keine Gottheit mit diesem Namen bekannt.

Ähnliche Namensbildungen im Alten Testament sind Adonija (2 Sam 3,4 EU, „mein Herr ist [der Gott] Jhwh“), Adoni-Zedek (Ri 1,5 EU, „mein Herr ist [der Gott] Zedek“), Adoniram (1 Kön 4,6 EU, „mein Herr ist erhaben“) und Adonikam (Esr 2,13 EU, „mein Herr richtet sich auf“).

In der Septuaginta bezeichnet Adoni-Besek Αδωνιβεζεκ Adonibesek auch den in Jos 10,1–3 EU genannten Adoni-Zedek.

Biblischer Bericht

Im Zuge der Landnahme ziehen nach dem Tod Josuas die Stämme Juda und Simeon gegen die Kanaaniter und die Perisiter in den Krieg. Sie schlagen sie, ein Heer von zehntausend Mann, bei Besek. Adoni-Besek ist am Kampf beteiligt. Er flieht, wird aber verfolgt und gefangen genommen und an Daumen und großen Zehen verstümmelt. Dies soll ihn kampfunfähig machen. Adoni-Besek deutet diese Behandlung anschließend als gerechte Vergeltung Gottes, da er ebenso an seinen eigenen Feinden gehandelt hat: „Siebzig Könige mit abgehackten Daumen und abgehackten großen Zehen haben unter meinem Tisch (den Abfall) aufgelesen. Wie ich gehandelt habe, so vergilt mir Gott“ (Ri 1,7 EU). Er wird nach Jerusalem gebracht und stirbt dort.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Erasmus Gaß: Besek. In: Michaela Bauks, Klaus Koenen (Hrsg.): Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart 2006 ff.


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