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Adolph Hertz

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Adolph Jacob Hertz (geb. 16. Juni 1800 in Hamburg; gest. 6. November 1866 ebenda) war ein deutscher Überseekaufmann und Reeder jüdisch-lutherischer Konfession.

Leben

Adolph Hertz wurde 1800 als Sohn des Privatbankiers Jacob Hertz (1752–1833) in Hamburg geboren.

Nachdem er eine Zeit lang in Lehre in der I. Messe in Hamburg war, tätigte er mehrere Jahre im Hause J. H. & G. F. Baur. Schließlich begann er ab 1826 seine eigenen Geschäfte mit Warenverkäufen nach Skandinavien zu tätigen. 1837 erwarb Hertz eine kleine Flotte von Segelschiffen, welche er zum Transport seiner eigenen Waren nach Skandinavien nutzte, jedoch stellte er sie auch für andere Geschäftsmänner zur Verfügung. Aufgrund von Reiseberichten, geographischen und nautischen Studien plante er Geschäfte in für Deutschland noch unerschlossenen Regionen. Zuerst betrieb er nur Handel mit der China und dem Osten Indiens, seit 1844 auch mit Ländern in Afrika, der Arabische Welt und den Malediven. Er exportierte Metalle, Stoffe aus Baumwolle, Waffen, Glasperlen und Maria-Theresien-Taler. Waren, die er nach Deutschland importierte, waren Kaffee, Häute, Naturkautschuk, Copal, Elfenbein, Ebenholz, Perlmutt, Kokosöl, Datteln und Myrrhe.

Grabplatte “Adolph Jacob Hertz”, Familiengrabstätte Friedhof Ohlsdorf

Seinen Sohn Adolph schickte er von 1850 bis 1854 nach Ostafrika, in die Arabische Welt und nach Ostindien. Seinen zweiten Sohn John schickte er in die 1851 errichtete Faktorei in Sansibar. Die beiden Söhne traten 1856 in das Unternehmen des Vaters ein, welches ab dem Zeitpunkt unter dem Namen „A. J. H. & Söhne“ und später unter dem Namen „A. J. H. Söhne“ firmierte.

Als die Konkurrenz in das Handelsgeschäft eintrat, wurde der Palmöltransport mangels der eigenen Faktorei in Palma in Nigeria schwieriger. Durch die wachsende Konkurrenz gab Hertz 1858 die Importe, abgesehen vom Reis, aus Afrika auf. In einer 1871 aufgetretenen Periode der Knappheit an Lebensmitteln nahmen seine Söhne den Großimport von Reis aus Afrika wieder auf. Seine Segelschiffflotte vergrößerte sich nach seinem Tod 1866 auf 20 Schiffe, die vornehmlich nach Amerika und Asien fuhren.

Im Bereich der Familiengrabstätte Adolph Hertz, Friedhof Ohlsdorf in Hamburg, Planquadrat Y 11 (südlich Nordteich), befindet sich eine senkrechte weiße Marmor-Grabplatte für “Adoph Jacob Hertz”.

Quellen


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Adolph Hertz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.