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Adolf Schmidt (USPD)

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Adolf Schmidt (geb. 12. September 1886 in Neunkirchen (Saar); gest. 28. April 1980 in Penzberg) war USPD/KPD-Abgeordneter des Bayerischen Landtags von 1920-1924, Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und KZ-Häftling.

Leben

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Geboren am 12. September 1886 in Neunkirchen als Sohn eines Bergmanns. Erlernt den Beruf eines Schriftsetzers. Wird 1907 Mitglied der SPD. Nach der Wanderschaft lässt er sich 1913 in Kempten nieder. Nach einer Kriegsverwundung wird er 1917 Mitglied der USPD. Im Februar 1919 fordert er an der Spitze des Arbeiterrats in Kempten die Übergabe der Exekutive. Neben Jakob Deffner als erstem wird er zweiter Vorsitzender und Geschäftsführer des Arbeiter- und Soldatenrats in Kempten, sowie Schriftleiter der „Allgäuer Volkswacht“. Nach Niederschlagung und Auflösung des Arbeiter- und Soldatenrats im Juni 1919 Verurteilung von einem Standgericht wegen Hochverrats zu zweieinhalb Jahren Festungshaft in Niederschönenfeld (wo er zusammen mit Ernst Toller, Ernst Niekisch, Erich Mühsam und Anderen einsaß). 1920 wird er dennoch zum Abgeordneten in den Bayerischen Landtag gewählt, kann aber das Mandat erst ab 1922 wahrnehmen, nachdem er nach seiner Freilassung am Kemptener Bahnhof begeistert empfangen und im Demonstrationszug zum Bürgersaal geleitet wurde. Nach schwerer Erkrankung zog er sich 1924 von der politischen Arbeit zurück und tritt auch aus der KPD (die inzwischen aus VKPD und USPD entstanden war) aus. 1928 wird er jedoch wieder Politischer Leiter des Unterbezirks der KPD im Allgäu. 1933 folgen Schutzhaft und im Dezember Verurteilung vom OLG München wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu 22 Monaten Gefängnis. Danach bleibt er bis 1937 im KZ Dachau. Nach Freilassung Setzer und Korrektor in Kempten. 1944 nach dem Stauffenbergattentat erneute Festnahme und Einlieferung ins KZ Dachau, erlebt aber das Kriegsende als freier Mann in Kempten. An der Spitze freigelassener Häftlinge der KZ-Außenlager im Allgäu fordert er von der Besatzungsmacht Mitwirkungsrechte bei der Neuordnung und nimmt auf eigene Faust Verhaftungen vor. Wird aber dennoch von der US-Militärverwaltung als stellvertretender Bürgermeister in Kempten und dann von Mai 1945 bis Mai 1946 als Landrat des Kreises Kempten eingesetzt. Danach wird er Leiter der Betreuungsstelle für politisch Verfolgte in Kempten und unter unklaren Umständen aus der KPD ausgeschlossen. Nach dem Tod seiner langjährigen ersten Frau heiratete er Betty März, die Witwe des in der Penzberger Mordnacht erschossenen Ludwig März und stirbt 1980 in Penzberg.

Weblinks



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