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Adolf Arnhold

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Adolf Arnhold (geboren am 5. September 1884 in Dresden, gestorben am 15. Dezember 1950 in Heidelberg) war ein deutsch-brasilianischer Bankier.

Adolf Arnhold wurde als erstes Kind des Dresdner Bankiers Georg Arnhold und seiner Frau Anna geb. Beyer (1860–1917) in Dresden geboren, besuchte in Dresden die Handelsschule und absolvierte eine praktische Ausbildung in Berlin, Brüssel, London und New York. Er trat anschließend in das Bankhaus seines Vaters, das Bankhaus Gebrüder Arnhold ein, welches 1864 von seinem Onkel Max Arnhold gegründet worden war und für das er, erst 22-jährig, bereits 1906 Prokura erhielt. 1908 wurde er Teilhaber.

Adolf Arnhold war u. a. Vorsitzender des Deutschen Börsenvereins. 1933 wurde er von den Nazis aus allen Ämtern gedrängt und verließ auch das Bankhaus Gebrüder Arnhold im Herbst 1933 im Rahmen des Prozesses der „Arisierung“ des Bankhauses. 49-jährig schied er zunächst gänzlich aus dem Berufsleben aus und zog sich auf das Rittergut Berreuth bei Dippoldiswalde zurück.[1]

1936 emigrierte er als einer der Ersten aus seiner Familie, und zwar nach São Paulo, Brasilien, wo er erneut ein Bankhaus aufbaute.

Adolf Arnhold verstarb nach dem Zweiten Weltkrieg auf einer Besuchsreise nach Deutschland in Heidelberg.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Zum Prozess selbst und die Auswirkung auf die Ausreise siehe Ingo Köhler: Die ‚Arisierung‘ der Privatbanken im Dritten Reich: Verdrängung, Ausschaltung und die Frage nach Wiedergutmachung. C.H.Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-53200-9, S. 207–239, eingeschränkte Buchvorschau bei books.google.de, abgerufen am 2. September 2018.


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