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Adolf Abter

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Moritz Adolf Abter (geb. 1. Dezember 1887 in Hannover; gest. 5. Juli 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau) war ein deutscher Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent der Stummfilmzeit.

Leben

Abter, der als Sohn eines Bankiers zur Welt kam, besuchte das Gymnasium und absolvierte zunächst eine kaufmännische Lehre. Nach Ende seiner Ausbildung war er als freier Schriftsteller tätig und schrieb für das Hamburger Mittagsblatt und den Filmkurier. Im Januar 1913 heiratete er die Operettensängerin Cilly Lasary.

Sein erster Film wurde 1919 die Lessing-Verfilmung Miß Sarah Sampson mit Ethel Orff, Grit Hegesa, Rudolf Hofbauer und Robert Scholz in den Hauptrollen. Abter gründete seine eigene Produktionsfirma Abter-Film-Co. GmbH, mit der er 1920 den Film Die Nacht und der Leichnam realisierte. Weitere Filme, darunter Zwei schwarze Laternen und Die Elexiere des Teufels, folgten. Für einige der von ihm gedrehten und produzierten Filme verfasste Abter auch das Drehbuch.

Während der Zeit des Nationalsozialismus musste Abter den Vornamen „Israel“ annehmen (Namensänderungsverordnung).[1] Er floh nach Frankreich, wo er verhaftet wurde und in das Sammellager Drancy kam. Von dort wurde er im Juni 1944 in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert, wo er im Folgemonat ermordet wurde.[2]

Filmografie

  • 1919: Miß Sarah Sampson
  • 1920: Die Nacht und der Leichnam
  • 1921: Der goldene Skorpion
  • 1921: Die große Sensation
  • 1921: Zwei schwarze Laternen
  • 1922: Elixiere des Teufels
  • 1923: Maud, die große Sensation
  • 1925: Breitensträter – Paolino. Des deutschen Meisters schwerster Kampf

Literatur

  • Abter, Moritz Adolf. In: Kurt Mühsam, Egon Jacobsohn: Lexikon des Films. Verlag der Lichtbildbühne, Berlin 1926, S. 5.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Michael Hepp (Hrsg.): Die Ausbürgerung deutscher Staatsangehöriger 1933–45 nach den im Reichsanzeiger veröffentlichten Listen. Band 2: Namensregister. Walter de Gruyter, 1985, S. 4.
  2. Vgl. Eintrag zu Adolf Abter auf db.yadvashem.org


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