Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Adam Grünbaum

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Adam Barthold Gustav Grünbaum (geb. 1. Novemberjul./ 14. November 1904greg. in Tiflis, Gouvernement Tiflis, Russisches Kaiserreich; gest. 10. Mai 1979 in München) war ein deutsch-estländischer Jurist.

Leben

Adam Grünbaum wurde in Tiflis geboren. Er studierte von 1923 bis 1927 Rechtswissenschaft an der Universität Tartu in der Republik Estland. Grünbaum schloss sein Studium mit der Auszeichnung cum laude ab.

Von 1927 bis 1932 arbeitete Grünbaum in der Anwaltskanzlei des estnischen Juristen und Politikers Mihkel Pung (1876-1941). Von 1932 bis 1936 war er in der Kanzlei seiner Studienkollegin, der estnisch-jüdischen Anwältin Malka Schliefstein (1903-1941) beschäftigt, die vorher ebenfalls für Pung tätig gewesen war.

Von 1935 bis zur sowjetischen Besetzung Estlands 1940 war Grünbaum Direktor der Tallinner Aktiengesellschaft Laferme, einer der größten Tabak- und Zigarettenfabriken des Landes.

1940 begann Grünbaum eine kurze Tätigkeit für die deutsche Gesandtschaft in Tallinn. Die Gesandtschaft wurde im August 1940 geschlossen.[1] 1941 ging er nach Deutschland. Er wurde zunächst als Wirtschaftsreferent in Posen im besetzten Polen („Reichsgau Wartheland“) beschäftigt. Später war Grünbaum für das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete in Tallinn, Riga und Berlin tätig. Von 1943 bis 1945 diente er in der deutschen Armee

Grünbaum überlebte den Zweiten Weltkrieg. Von 1947 bis 1950 war er Leiter des wirtschaftlichen Hilfskomitees in Augsburg. Ab 1951 war er für die us-amerikanischen Streitkräfte in Deutschland tätig.

Grünbaum engagierte sich in der Bundesrepublik weiter für die Deutsch-Balten. Er war Vorsitzender des Landesverbandes der Deutsch-Baltischen Landsmannschaft in Bayern und später langjähriger Generalsekretär der Baltischen Gesellschaft in Deutschland e.V. Daneben war Grünbaum Redakteur der Zeitschrift Mitteilungen aus dem baltischen Leben.

Ehrungen

Literatur

  • „Adam Grünbaum †.“ In: Baltische Briefe 32 (1979), Nr. 6 (368), S. 9

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.tallinn.diplo.de/Vertretung/tallinn/de/02/Geschichte-der-deutschen-diplomatischen-Vertretung-in-Tallinn/Geschichte-der-deutschen-diplomatischen-Vertretung-in-Tallinn.html
  2. Bekanntgabe von Verleihungen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In: Bundesanzeiger. Jg. 31, Nr. 5, 9. Januar 1979.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Adam Grünbaum aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.