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Achisch (Ekron)

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Achisch, Sohn des Padi (zur Namensbedeutung und Herkunft siehe Achisch) ist ein inschriftlich belegter König von Ekron im 7. Jahrhundert vor Christus.

Bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts war dieser König aus keilschriftlichen Quellen bekannt als Ikausu. Er wird als Herrscher von Ekron erwähnt in einer "Liste der zwölf Könige von der Meeresküste", die Asarhaddon als Vasallen mit Baumaterial beliefern (ca. 673 v. Chr.). Eine "aktualisierte" Fassung dieser Liste nennt ihn erneut als Gefolgsmann Assurbanipals bei der Eroberung Ägyptens (v. 667 v. Chr.).

Im Juli 1996 wurde auf dem Tell Miqne eine Bauinschrift gefunden, die Achisch als Herrscher von Ekron nennt. [1] Damit wurde zum einen die Identität von Tell Miqne mit Ekron belegt, zum anderen der sprachliche Zusammenhang von akkadischem Ikausu mit der biblisch bekannten Namensform Achisch (dort allerdings Achisch von Gat). Interessant ist weiterhin, dass Achisch in der inschriftlich bezeugten Liste der Könige von Gat der erste mit einem nicht-semitischen Namen ist. Möglicherweise ist die Namenswahl ein Zeugnis "nationaler" Rückbesinnung auf die (griechische) Herkunft der Philister.

Einzelnachweise

  1. Redaktion (Seymour Gitin): Royal Temple Inscription Found at Philistine Ekron. In: The Biblical Archaeologist 59 (1996), S. 181-182.

Literatur

  • E. Frahm: Ikausu. In: H. D. Baker (ed.): The Prosopography of the Neo-Assyrian Empire 2:I. Helsinki 2000, 508–509.
  • R.G. Lehmann: Studien zur Formgeschichte der Eqron-Inschrift des 'Akish und den phönizischen Dedikationstexten aus Byblos. In: Ugarit-Forschungen 31 (1999), S. 255-306.


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