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Prix Goncourt

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Datei:Félix Nadar 1820-1910 portraits Edmond et Jules Goncourt.jpg
Die Brüder Edmond (links) und Jules (rechts) Goncourt

Der Prix Goncourt (frz. Le prix Goncourt, [lə pʁi ɡɔ̃'kuʁ]) ist der bekannteste französische Literaturpreis.

Er wird seit 1903 jeweils im Spätherbst von der 1900 gegründeten Académie Goncourt vergeben und soll das beste erzählerische Werk auszeichnen, das im laufenden Jahr in französischer Sprache erschienen ist.

Obwohl nur mit symbolischen 10 € dotiert, ist er bei Autoren überaus begehrt, weil er starken Einfluss auf den Verkaufserfolg eines Werkes hat.

Benannt wurde der Preis nach den Schriftsteller-Brüdern Edmond und Jules de Goncourt. Edmond de Goncourt legte in seinem Testament 1896 die Gründung der Académie Goncourt und die Stiftung des Prix Goncourt fest.

Die Jury besteht aus zehn Schriftstellern, Die Zehn genannt, die nicht auch Mitglieder der Académie française sein dürfen. Zurzeit sind die Zehn drei Frauen und sechs Männer, unter ihnen Robert Sabatier, Régis Debray, Didier Decoin und Tahar Ben Jelloun. Naturgemäß gibt es immer wieder Verschwörungstheorien, wonach Jurymitglieder sich verbünden, um reihum ihre eigenen Verlage zu begünstigen. So gab es das böse Wort von einem Kartell „Galligrasseuil“ (Gallimard, Grasset, Seuil).

Der Preis wird für Romane vergeben; es gibt daneben auch Goncourt-Preise für Lyriker, Roman-Erstlinge, Kurzgeschichten sowie für Biografien.

Versammlungsort der Jury ist seit 1914 ein Salon im ersten Stock des Pariser Restaurants Drouant in der Rue Gaillon nahe der Opéra Garnier. Der französische Meisterkoch Auguste Escoffier war verantwortlich für das Menü beim ersten Zusammentreffen der Jury am 26. Februar 1903.[1]

Erfolgreichster Verlag ist Éditions Gallimard mit bisher 37 Preisträgern.

1988 kam es zu einer Neuerung im Sinne der Leseförderung, der Prix Goncourt des lycéens (dt. etwa Goncourt-Preis der Oberstufenschüler) : Die Zehn schlagen 12 Romane vor und 2000 Schüler zwischen 15 und 18 wählen einen davon aus.

Preisträger

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Timothy Shaw: Die Welt des Auguste Escoffier. aus dem Engl. von Eva L. Wahser, Heyne, München 1994, ISBN 3-465-08036-X, S. 58


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