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Paulos (Patriarch)

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Abune Paulos (geb. 3. November 1935 in Adowa, Tigray (Nord-Äthiopien) als Gebre Igziabiher Wolde Yohannes; gest. 16. August 2012 in Addis Abeba, Äthiopien[1]) war von 1992 bis zu seinem Tod Patriarch der Äthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Kirche. Sein voller Titel ist Seine Heiligkeit Abune Paulos, Fünfter Patriarch und Katholikos von Äthiopien, Echege des Stuhls St. Takla Haymanot und Erzbischof von Axum.

Leben

Seine Familie stand dem Kloster Abune Gerima, welches in der Nachbarschaft von Adowa liegt, nahe. Er trat als Junge in das Kloster als Diakonschüler ein, um in den Orden aufgenommen zu werden und zum Priester geweiht zu werden. Er setzte seine Ausbildung in der Theologischen Schule zur Heiligen Trinität in Addis Ababa unter der Leitung des Patriarch Abune Tewophilos fort. Zu weiteren Studien wurde er in das Orthodoxe Seminar St. Vladimir in die USA geschickt, danach verfolgte er das Graduiertenprogramm an dem Princeton Theologischem Seminar mit dem Ziel der Promotion.

Seine Studien wurden unterbrochen, da der Patriarch ihn nach der dortigen Revolution bat zurückzukommen. Nach dem Sturz von Kaiser Haile Selassie wurde er mit vier anderen Priestern zum Bischof ernannt, wobei er den Bischofsbeinamen Abune annahm. Abune Paulos wurde die Ökumene als Aufgabe anvertraut. Da der Patriarch die neuen Bischöfe ohne die Erlaubnis des neuen Derg Regimes ernannte, wurden alle 5 Bischöfe festgenommen und der Patriarch exekutiert. Die jungen Bischöfe wurden bis 1983 festgehalten. Abune setzte nach seiner Freilassung seine Studien in Princeton fort und lebte fortan im Exil. Im Jahre 1986 wurde er von dem Patriarch Abune Takla Haymanot zum Erzbischof ernannt.

Ernennung zum Patriarchen

Nach dem Kanon der äthiopisch-orthodoxen Kirche ist seine Ernennung zum Patriarchen illegal, weil sein Vorgänger, Abune Merqorios noch lebt. Die rein politisch motivierte Entmachtung des alten Patriarchen, der darauf in die USA geflüchtet ist, hat dort zu einer Spaltung der Kirche geführt. Wegen seiner Treue zum EPRDF-Regime, welches ihm zu seiner Position verholfen hatte, wurde der Patriarch oft kritisiert. Aus diesem Grund waren seine Reisen im Ausland meistens mit Protesten von Gläubigen in der Diaspora begleitet.

Bundeslade

Am 19. Juni 2009 behauptete er in einem Interview, dass die Bundeslade der Juden sich an einem sicheren Ort in Axum in Äthiopien befindet. Die Lade sei keinem Alterungsprozess unterworfen und entspreche genau den Beschreibungen aus der Bibel.[2]

Hauptwerk

Einzelnachweise

  1. Abune Paulos dies at the age of 76. 16. August 2012, abgerufen am 16. August 2012 (englisch).
  2. Vatican Magazin: Ja, sie ist bei uns; Jahrgang 3, Heft 8-9; 2009

Weblinks


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